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Sonntag, 4. April 2021

Grabhügel zwischen Forsthaus Kasten und Buchendorf

In „Die Preysingsäule im Forst Kasten“ hatte ich berichtet, daß ich die weitere Erkundung eines Grabhügelfeldes zwischen Forsthaus Kasten und Buchendorf (Link zur Reliefansicht der Grabhügelgruppe im BayernAtlas) auf eine Jahreszeit mit Stiefeln und ohne Blätter verschoben hatte. Das mit dem „ohne Blätter“ hat geklappt. Stiefel nicht so, ich bin aber wenigstens am Gründonnerstag nicht mit Sandalen, sondern mit Halbschuhen und Socken hingeradelt und habe mich hinterher mehrfach nach Zecken abgesucht.

Grabhügel zwischen Forsthaus Kasten und Buchendorf

Ohne Blätter war nun deutlich mehr zu sehen. Für schöne Grabhügelfotos ist aber wohl der üppige Bewuchs mit jungen Bäumen trotzdem zu stark. Ich gehe davon aus, daß ich die drei westlichsten der im BayernAtlas dargestellten Grabhügel gesehen habe. Gut erkennbar ist von diesen drei Grabhügeln vor allem der nördlichste Grabhügel, der ist nach Reliefansicht auch der größte Grabhügel der Grabhügelgruppen in diesem Gebiet. Daß sich hier etwas Großes befindet erkennt man selbst im Sommer von dem vorbei führenden geschotterten Waldweg aus gut. Von diesem Waldweg zweigt bei dem Grabhügel ein etwas zugewachsener Weg in den Wald ab, von dem aus die ersten beiden Fotos entstanden.

Grabhügel zwischen Forsthaus Kasten und Buchendorf

Beim mittleren der drei Grabhügel auf dem dritten Foto kann man ebenfalls etwas in den Wald hineinlaufen. Da hatte ich dann den Grabhügel genau vor mir. Zum dritten Grabhügel bei der Wegkreuzung ist es schwerer weiter hinein zu kommen, den habe ich vom Weg aus fotografiert. Man kann ihn im vierten Bild etwas an seiner abfallenden Seitenfläche in der Bildmitte erkennen.

Grabhügel zwischen Forsthaus Kasten und Buchendorf

Wenn man in der Gegend per Automobil vorbeikommt ist das Grabhügelfeld sehr einfach zu erreichen. Geht man im BayernAtlas etwas näher an das Grabhügelfeld heran, dann sieht man links an dem nach Norden vom Grabhügelfeld wegführenden Waldweg bei der Straßeneinmündung eine Parkplatz-Kennzeichnung. Man braucht nur von der Strecke Gauting-Neuried in Richtung Buchendorf abzweigen und dann wäre man bei der ersten ausgeschilderten Parkmöglichkeit auf der linken Seite schon auf dem richtigen Waldweg zu den Grabhügeln.

Grabhügel zwischen Forsthaus Kasten und Buchendorf

Südwestlich vom Grabhügelfeld beginnen großflächige Felder. In dem Gebiet ist die Ost-West-Verbindung für die Fußgänger und Radler blockiert. Das mag eine Ursache dafür sein, daß die Strecke direkt am Grabhügelfeld vorbei relativ belebt ist. Eine andere viel begangene und beradelte Strecke führt vom Forsthaus Kasten direkt nach Süden in Richtung auf die Preysingsäule zu. Nach der Preysingsäule kann man entweder in Richtung Buchendorf/Gauting einschwenken oder wie ich am Gründonnerstag via Hexenhäusl und Achterlacke zurück nach München radeln. Jedenfalls läge das Grabhügelfeld auch relativ nahe zu der belebten Strecke vom Forsthaus Kasten hin zur Preysingsäule. Also wenn man mal einen Hügelgräberlehrpfad einrichten wollte, dann träfe bei dem Grabhügelfeld ein gutes Grabhügelangebot auf rege Verkehrsströme.

Forsthaus Kasten am Gründonnerstag 2021

Abschließend noch ein Foto vom Forsthaus Kasten am Gründonnerstag 2021 um die Mittagszeit. Ich habe jetzt erst gesehen, daß es auf dem Gelände des Forsthauses Adventsmärkte gibt. So etwas wäre ja eine gute Kombination mit einem Grabhügelbesuch in Stiefeln. Ich hoffe solche Veranstaltungen und der Biergartenbetrieb kommen hier bald wieder gut ins Laufen.

Samstag, 20. Juni 2020

Die Preysingsäule im Forst Kasten

Mein Ziel war eine Gruppe von Grabhügeln zwischen dem Forsthaus Kasten und Buchendorf (Link zur Grabhügelgruppe im BayernAtlas). Dort gab es aber unter alten Bäumen viele junge Laubbäume. An brauchbare Fotos war nicht mehr zu denken. Zeckenhalber habe ich die weitere Erkundung auf eine Jahreszeit ohne Blätter und mit Stiefeln verschoben und bin weiter zur etwa einen halben Kilometer entfernten Preysingsäule ((Link zur Preysingsäule im BayernAtlas - die Stecknadel sitzt etwas neben der Säule, damit man die Beschriftung und die Denkmalmarkierung besser sehen kann).

Die Preysingsäule im Forst Kasten, einem Teil des Landschaftsschutzgebiets Forstenrieder Park

Die Grabhügelgruppe ist mir in der BayernAtlas-Reliefansicht beim Erstellen des Hexenhäusl-Blogeintrags aufgefallen. Wir waren hier schon 2009 unterwegs, siehe „Von Forsthaus Kasten nach Buchendorf“. Ich glaube damals waren die drei westlichen Teile der Rotflächen mit der heutigen Denkmalnummer D-1-7934-0335 zusammenhängend und entsprechend größer. Das vierte damals eingestellte Bild dürfte von einem Grabhügel der aktuell anvisierten Grabhügelgruppe stammen, die anderen hatte ich damals nicht gesehen. Wir waren da am selbsterklärten Ende unserer Grabhügelsuche, hatten zuvor mit eher dünnen Ergebnissen das Gebiet nordöstlich abgesucht und wollten nach Buchendorf weiter.

Interessanterweise handelt es sich hier um „Grabhügel mit Bestattungen der Hallstattzeit.“ D.h. man hat mehr Informationen als zu den in nächster Nähe liegenden „Grabhügeln vorgeschichtlicher Zeitstellung“. Man ist aber nicht in der Lage, die ein paar Tastendrücke entfernt liegende Information über Literatur und Funde in dieses Geoinformationssystem zu übernehmen. Wenn die Zuordnung zur Hallstattzeit zutrifft, dann wären die Grabhügel Jahrhunderte vor der Buchendorfer Keltenschanze und etwa zeitgleich mit dem Pullacher Fürstengrab entstanden.

Die Preysingsäule im Forst Kasten, einem Teil des Landschaftsschutzgebiets Forstenrieder Park

Die Preysingsäule ist laut Wikipedia 1735 von Kurfürst Karl Albrecht von Bayern aus Dankbarkeit für die Genesung seines Großkanzlers Max Emmanuel von Preysing an der Stelle errichtet worden, an der Preysing bei einer Parforcejagd vom Pferd gestürzt war und einige Zeit bewusstlos liegen blieb.

Ich hatte zur Preysingsäule nie einen sonderlichen Bezug. Der Name Preysing sagte mir als Zugezogener nichts. Und ich bin damit aufgewachsen, daß Waldarbeit ziemlich gefahrgeneigt ist. Die mir bekannten Todesfälle außer Haus standen entweder im Zusammenhang mit Verkehrsunfällen oder mit der Waldarbeit. Da wirkte die Säule auf mich ziemlich unmotiviert. Außerdem kam noch das Gefühl einer räumlichen Randständigkeit dazu. Die Wegführung ist da wirklich etwas komisch, vermutlich aufgrund der Besitzverhältnisse.

Die Preysingsäule im Forst Kasten, einem Teil des Landschaftsschutzgebiets Forstenrieder Park

Die Texte, die ich im Internet über die Preysingsäule gefunden habe, sind allesamt dünn. Vielleicht kann man der Sache näher kommen, wenn man sich die Preysingsäule als Teil einer Möblierung einer riesigen Adelsspielwiese vorstellt. Die Wikipedia erwähnt bspw. „Jagdlusthäuser“ im heutigen Landschaftsschutzgebiet Forstenrieder Park. Ein gelbes, ein blaues, ein rotes und ein grünes Haus, wobei das damalige Gelbe Haus einen mit der Pagodenburg im Nymphenburger Schlosspark vergleichbaren Grundriss gehabt haben soll und von acht Pavillions umgeben war. Die im BayernAtlas als Hintergrund verwendbare historische Karte von 1860 ist gegenüber diesen barocken Forstenrieder-Park-Verhältnissen schon ziemlich modern. Sie zeigt das heutige Gelbe Haus, das 1842 als Diensthütte errichtet wurde. Die Jagdlusthäuser waren aus Holz und das barocke Gelbe Haus soll schon 1746 abgerissen worden sein.

Heutzutage könnte man vielleicht eine virtuell rekonstruierte alte Adelsspielwiesenschicht anbieten. Mit ins Smartphone ladbaren Geokoordinaten der verschwundenen Adelsspielwiesenmöblierung könnte man den Forstenrieder Park vielleicht für Tagesevents mit Leih-e-Bikes aufbohren. Natürlich müßten dann vor Ort beim Blick durch die Smartphones die Jagdlusthäuser via Augmented Reality erscheinen. Die Preysingsäule wäre weil echt ein absoluter Höhepunkt auf so einer Tour.

Die Preysingsäule im Forst Kasten, einem Teil des Landschaftsschutzgebiets Forstenrieder Park

Hinsichtlich der jüngeren bayerischen Geschichte bin ich ziemlich dünn besetzt. Sogar sehr sehr sehr dünn besetzt, wenn ich auf die Bücherlisten sehe, die Josef Maria Wagner zu Monacensia, Bavarica, Historischen Romanen aus München und Bayern, München-Krimis, Bayern-Krimis und Romanen zusammengetragen und kommentiert hat. Ich möchte deshalb abschließend empfehlen, sich diese Bücherliste einmal durchzusehen. Selbst wenn man selbst nicht so interessiert ist, ist vielleicht der eine oder andere gute Geschenktipp dabei.

Samstag, 9. Mai 2020

Hexenhäusl-Foto-Update

Über das Hexenhäusl im Forstenrieder Park hatte ich schon vor zwei Jahren hier im Blog etwas mehr geschrieben. Aktuell geht es nur um einen Foto-Update und einen Hinweis auf eine mögliche Änderung beim Bayerischen Denkmal-Atlas.

Hexenhäusl im Forstenrieder Park

Das länger ungenutzt gebliebene Hexenhäusl kam 2017 wegen Vandalismus in die Medien. Das 2017 durchbrochene Dach war ein Jahr später zum Zeitpunkt meiner damaligen Fotos immer noch nicht repariert, sondern nur durch eine Plane abgedeckt. 2018 begann aber schon die Renovierung.

Kleine Diskussion am Haus: Werbung brauche ich keine machen, das Hexenhäusl sei sowieso sehr gut besucht. Anderseits lesen hier ja nicht soooviele mit. Und viel Leben dort ist ja auch gut gegen erneuten Vandalismus.

Hexenhäusl im Forstenrieder Park

Zum Thema Forstenrieder Park hatte ich zwischenzeitlich auf zwei Forstenrieder-Park-Filme im BR Fernsehen hingewiesen, die sind immer noch via den angegebenen Links zugreifbar.

Hexenhäusl im Forstenrieder Park

Im meinem letzten Blog-Eintrag ging es um das Pullacher Fürstengrab. Zur Lokalisierung der Überbleibsel des dortigen Hügelgräberfeldes (und derjenigen in der Nähe des Hexenhäusls) ist die Reliefansicht des BayernAtlas ganz hilfreich. Ortsfremden hilft die Suche im Bayerischen Denkmal-Atlas mittels der von mir angegebenen Denkmalnummer, das Hügelgräberfeld im Süden von Pullach zu finden. Und mittels der Rotfärbung des Hügelgräberfeldes sehen Ortsfremde und Ortskundige dessen vermutete Ausdehnung.

Die Tage muß es einen Wechsel gegeben haben. Statt im gewohnten Bayerischen Denkmal-Atlas zu landen, werde ich automatisch zum BayernAtlas weitergeleitet. An und für sich ist so eine Zusammenfassung nicht schlecht, wenn man im BayernAtlas wirklich alle Funktionen des Bayerischen Denkmal-Atlas hinzuschalten kann. Mit der Anzeige der Bau- und Bodendenkmäler funktioniert das anscheinend, d.h. man kann sich die genannten Rotflächenausdehnungen auch im BayernAtlas ansehen. Darauf, wie man im BayernAtlas nach den Denkmalnummern sucht, komme ich jetzt gerade nicht.

Hexenhäusl im Forstenrieder Park

Hier ein Link auf das Hexenhäusl im BayernAtlas. Das Hexenhäusl ist kein Bau- oder Bodendenkmal. Man muß die Karte etwas vergrößern, dann sieht man mehrere rot gekennzeichnete Grabhügelfelder südlich von Forst Kasten im Westen des Hexenhäusls. Etwas darunter die Buchendorfer Keltenschanze und südlich des Hexenhäusls erstreckt sich die schon im letzten Eintrag erwähnte Römerstraße mit den neuerdings eingezeichneten begleitenden Materialentnahmegruben.

Samstag, 21. Oktober 2017

Auf der Keltenschanze Buchendorf mittags um halb eins

Vorgestern mittag war ich um halb eins tatsächlich auf den Wällen der Keltenschanze Buchendorf und wollte das wegen dem gestern noch feststellbaren „aktuell schönen Wetter“ auch schnell rausdrücken. Vielleicht hätte es die eine oder den anderen inspiriert selbst rauszugehen. Aber heute morgen höre ich Regen vor dem Fenster. Nach der Wettervorhersage sieht es wenigstens nur durchwachsen für das Wochenende aus.

Keltenschanze Buchendorf

Ich bin vorgestern wie bei der „Achterlacke und Königseichen im Forstenrieder Park“-Tour über Fürstenried West und die Maxhofstraße angefahren. Dann weiter bis zur Kreuzung mit dem Waldweg auf der Trasse der ehemaligen Römerstraße nahe dem Eichelgarten. Auf dem Waldweg weiter in Richtung Buchendorf und dort via der im gestrigen Blogeintrag beschriebenen „Via Julia“-Streckenführung durch Buchendorf durch bis zum Ortsausgang in Richtung Neuried. Von dort dann via Keltenschanze und Pfad entlang eines Ackers auf den Rückweg.

Keltenschanze Buchendorf

Zum Vergleich mit den Fotos von vorgestern mein Blogeintrag über die Keltenschanze Buchendorf von 2013. Der Schild mit dem Hund fehlt, die schon lange veraltete Infotafel gibt es immer noch.

Keltenschanze Buchendorf

Das Hundeschild vor der Keltenschanze fand ich damals orginell. Allerdings waren dieses Mal während meines kurzen Besuchs im Bereich der Keltenschanze zwei Frauen mit drei Hunden unterwegs, da kann also schon etwas zusammenkommen. Ich habe auch mal bei einem früheren Besuch der Keltenschanze unabsichtlich zwei Frauen aufgescheucht, die vor und in der Schanze im Gras gelegen und gelesen haben. Ein längeres Verweilen an diesem Ort sollte schon berücksichtigt werden. Aktuell war die Keltenschanze frisch gemäht und sah schön gepflegt aus. Beim Fahrradparken vor der Keltenschanze habe ich aber eine unerklärliche Häufung von gebrauchten Papiertaschentüchern gesehen. Scheint da wieder ein Schild notwendig zu werden?

Keltenschanze Buchendorf

Über Keltenschanzen im allgemeinen habe ich in dem oben verlinkten Blogeintrag mehr zusammengetragen. Zur lokalen Keltenschanze kann man mal die Phantasie spielen lassen und die Sache aus der Ponderosa-Perspektive sehen. Also auch mit dem latenten Wasserproblemen mit dem sich die Cartwrights und andere Farmer auseinanderzusetzen hatten. Hier war die Situation goldig. Es ist von der Entfernung her gut vorstellbar, daß Herden von den großen Flächen hier oben zur Tränke hinunter an die Würm geführt wurden. In der Keltenschanze mag dann nicht nur wie bei den Cartwrights eine Familie mit viel Landbesitz gewohnt haben. Sie hat vielleicht auch die weltliche und sakrale Macht über die lokale Bevölkerung gehabt. So eine Unterscheidung wird aber vermutlich in einer eisenzeitlichen Sklavenhaltergesellschaft für die meisten Leute nicht so besonders relevant gewesen sein.

Keltenschanze Buchendorf

Wie in „Römerstraße bei Buchendorf“ geschrieben, führte die römerzeitliche Straße direkt an der Keltenschanze vorbei. Bei dieser Streckenführung ist anzunehmen, daß die Keltenschanze in das spätere römerzeitliche Leben eingebunden war. Ein vergleichbares Beispiel bietet die Perlacher Keltenschanze, neben der sich laut Bayerischem Denkmal-Atlas eine „Siedlung mit Mühlen und Werkplatz der mittleren und späten römischen Kaiserzeit“ befunden haben soll.

Keltenschanze Buchendorf

Keltenschanzen müssen ein vertrautes Phänomen gewesen sein. Wenn auch keines, das von den römerzeitlichen Eliten angestrebt wurde. Ich glaube, man hat römerzeitliche Bauten in Keltenschanzen gefunden, also es gibt archäologisch belegte Nachnutzungen. Aber man fand meines Wissens nach nie eine Villa Rustica im Keltenschanzenstil. Ob man zur Römerzeit überhaupt noch wußte, warum die Kelten einmal die Keltenschanzen über ein großes räumliches Gebiet verteilt weitgehend gleichartig gebaut hatten?

Freitag, 20. Oktober 2017

Römerstraße bei Buchendorf

In Buchendorf war ich schon länger nicht mehr. Das aktuell schöne Wetter lud dazu ein nachzusehen, was sich zwischenzeitlich an der ehemaligen Römerstraße und der Buchendorfer Keltenschanze getan hat.

Römerstraße bei Buchendorf

Den Verlauf der Römerstraße versucht man vielleicht am besten via Bayerischem Denkmal-Atlas nachzuvollziehen. Die Straße kam von Südosten - wenn man sich am heutigen vom Eichelgarten kommenden Weg orientiert kann man da nichts falsch machen. Allerdings bricht dieser Weg kurz vor der Keltenschanze ab. Da gibt es nur einen inoffiziellen Pfad an einem Acker entlang. Die Römerstraße führte früher hin zur Keltenschanze und dort entweder direkt oder ein paar Meter entfernt vorbei - da bietet der Denkmal-Atlas aktuell zwei Alternativrouten an.

Beide Alternativstrecken finden dann wieder am Ortsausgang Buchendorfs in Richtung Neuried auf dem in Bild 1 zu sehenden Feldweg zueinander. Der Feldweg führt weiter nach Gauting.

Römerstraße bei Buchendorf

Es ist wieder der Unterschied zwischen der Römerstraße und dem an der Römerstraße orientierten Radwanderweg „Via Julia“ zu erwähnen. Die Streckenführung der Via Julia weicht manchmal sehr unschön von der alten Römerstraße ab. Im Fall Buchendorf muß sie wegen dem fehlenden offiziellen Zwischenteil zur Keltenschanze auch abweichen, das ist aber zu verschmerzen. Die Streckenführung der Via Julia verläuft durch Buchendorf bis zu der Stelle im Bild und dann auf dem Feldweg weiter. Langstreckenradler mögen sich freuen auch etwas von Buchendorf gesehen zu haben, sie dürfen halt den kurzen Abstecher zur Keltenschanze nicht vergessen.

Römerstraße bei Buchendorf

Von der Stelle am Ortseingang von Buchendorf gibt es ein Foto von 2009 im Blogeintrag „Buchendorf am Vatertag“ . Die wesentliche Veränderung scheint mir die in die Sonne gestellte Sitzbank zu sein.

Sonntag, 8. September 2013

Keltenschanze Buchendorf

Gestern vor einer Woche haben wir wieder nach der Keltenschanze Buchendorf gesehen. Die Keltenschanze war früher schon häufig im Blog, ich werde den Eintrag deshalb an die Keltenschanzen-Anfänger richten und auf Ausführlicheres in früheren Einträgen verweisen.

Keltenschanze Buchendorf

In Bild 1 sieht man die im Vergleich zu den beiden Fußgängern große Ausdehnung der Keltenschanze. In Buchendorf am Vatertag gibt es noch einen funktionierenden Link auf Google Maps, mittels dem man sich die Verhältnisse von oben ansehen kann. Dort zeigt das einleitende Foto ein Teilstück einer ehemaligen Römerstraße. Diese Römerstraße verlief etwa in der Richtung, in der hier im ersten Bild die Fußgänger laufen, auf den „Vorplatz“ der Keltenschanze zu, um dann in Richtung des römischen Vorläuferorts von Gauting abzuknicken.

Keltenschanzen werden manchmal auch als „keltische Viereckschanzen“ bezeichnet, das ist dasselbe. Für die Römerstraße sieht man manchmal die Bezeichnung „Via Julia“. Diese mit kleinen Hinweisschildern ausgezeichnete Strecke orientiert sich aber nur an der Römerstraße. Die Fußgänger beispielsweise bewegen sich nicht auf einem offiziellen Weg, sondern auf einem ausgetretenen Pfad am Rande eines Ackers. Die Via Julia knickt deshalb schon vorher nach Buchendorf hinein ab und stößt dann wieder am Aufnahmeort des ersten Bilds für den Vatertags-Eintrag auf die Römerstraße. Die Bilder 5 und 6 im aktuellen Eintrag sind vom Waldrand aus der nordöstlichsten freien Ecke auf die Keltenschanze hin aufgenommen. In Bild 5 ist die Keltenschanze herangezoomt. Das Dach hinter der Keltenschanze kann man als Orientierung für Bild 6 nehmen. Dann erkennt man das kleine Wäldchen neben der Keltenschanze und dann eine untere Baumreihe, hinter der Buchendorf liegt. Etwa in Richtung rechts von der unteren Baumreihe befindet sich der Aufnahmeort für das erste Bild im Vatertagseintrag.

Keltische Viereckschanze Buchendorf

Zeitlich werden die Keltenschanzen in das 2. und 1. vorchristliche Jahrhundert einsortiert. Also in die Zeit kurz bevor die Römer hierher kamen. Meines Wissens nach gibt es in diesem Gebiet keine Hinweise auf einen durch die Römer verursachten Bevölkerungsaustausch. Zum baden-württembergischen Limes-Gebiet gibt es Darstellungen, nach denen die ursprüngliche keltische Bevölkerung dort vor der Römerzeit wegzog und nach der römischen Besetzung eine Zuwanderung aus den schon römisch besetzten Keltengebieten erfolgte. Die großen Keltenorte sind aber nicht nur im Südwesten, sondern auch in Bayern schon vor der Eroberung durch die Römer niedergegangen. Da gibt es zu Bayern die Überlegung, daß nicht ein großflächiger keltischer Abzug, sondern der Verlust der früheren Handelspartner durch deren Wegzug oder Unterwerfung zum Niedergang der Keltenstädte / Oppida beigetragen hat.

Verglichen mit den Kelten der bekannten Heuneburg, die auf das 6. Jahrhundert v. Chr. datiert wird, sind die Keltenschanzenkelten des 2. und 1. v. Chr. schon ziemlich „späte Kelten“. Sie alle gehören zur Eisenzeit und zuvor war die Bronzezeit. In der Zeit zwischen frühen und späten Kelten muß es Turbulenzen gegeben haben. Also es kann sein, daß es dabei Bevölkerungsverschiebungen gegeben hat. Es ist aber meines Wissens nicht so, daß man in diesem Gebiet einen Bevölkerungsaustausch nachweisen kann. Das gilt auch für den Übergang von der Bronzezeit zu den Kelten. Also vielleicht hat man einfach die neue Kultur übernommen.

180-Grad-Panorama am Eingang zur Keltenschanze Buchendorf

Für die alten Römer sind nicht nur diese Keltenschanzen präsent gewesen, sondern auch die zahlreichen Grabhügel, die bis in die Bronzezeit zurückreichen. Die beeindruckendste Grabhügelgruppe in der Nähe ist die, zu der das „Grab der Seherin“ gehört. Dort führte die römische Straßenverbindung zwischen den Vorläuferorten von Gauting und Kempten durch. Mehr zu römischen Streckenverbindungen im Zusammenhang mit Keltenschanzen in „Vernetzte Erdwerke - mit Fotos von der Keltenschanze im Laufzorner Holz“ .

Ein sehr wichtiges Hilfsmittel für eigene Nachforschungen ist das Geoinformationssystem BayernViewer-denkmal, dessen Daten mittlerweile auch unter der Haube des BayernAtlas zu finden sind. Eine Anleitung: So funktioniert der BayernAtlas gibt es in Stephans „Kraftvollen Orten“ .

Informationstafel an der Keltenschanze Buchendorf

Zur Grabhügelgruppe beim „Grab der Seherin“ hatte ich seinerzeit aus dem BayernViewer „Grabhügel der Bronze-, Hallstatt- und Latènezeit“ zitiert. Hallstatt- wären die frühen und Latènezeit die späten Kelten. Leider sagt die BayernViewer-Information wenig hinsichtlich der Verteilung im Grabhügelfeld aus. Die Grabhügel können wie das „Grab der Seherin“ vorwiegend bronzezeitlich entstanden sein, und dazu hat man vielleicht noch wenige keltische Nachbestattungen gefunden? Oder dominieren mancherorts tatsächlich die Kelten in den Grabhügelfeldern? Bei der Pullacher Grabhügelgruppe werden vor Ort auf einem Schild „Grabhügel der Hallstattzeit 800-500 v.Chr.“ angegeben.

Wie dem auch ist - die Keltenschanze Buchendorf hat ihre eigenen Grabhügel in der Nähe. Ich bin darauf in Von Forsthaus Kasten nach Buchendorf eingegangen. Nach dem BayernViewer gab es hier auch ein ganzes Grabhügelfeld. Wirklich gut zu erkennen, und zwar schon vom vorbeiführenden Weg aus, ist der Grabhügel im vierten Bild. Dieser Grabhügel liegt vom Aufnahmestandort der im aktuellen Eintrag eingestellten Bilder 5 und 6 vielleicht 50 Meter hinter der linken Schulter zurück. Aus dem BayernViewer habe ich dazu lokal eine „Siedlung der Bronzezeit, vermutlich der Hallstattzeit, des Mittelalters und der Neuzeit“ zitiert. Vielleicht signalisieren alle Grabhügel und Grabhügelfelder einen sehr nahen Wohnort?

Keltenschanze Buchendorf von Norden

In Buchendorf wird auf der Informationstafel noch eine kultische Nutzung der Keltenschanzen angegeben. Das beruft sich auf die Ausgrabungen von Klaus Schwarz. Ich bin darauf im Eintrag zur „Die Viereckschanze 2 von Holzhausen“ eingegangen. Diese Sichtweise als Kultort gilt als veraltet. Der aktuelle Deutungsansatz geht in Richtung begüteter Bauernhof. Es gibt zeichnerische Rekonstruktionen in denen die Keltenschanze als hervorgehobener Bauernhof / Herrenhof in eine Dorfsiedlung gesetzt wurde.

Wie ich zu Holzhausen geschrieben habe, würde ein bäuerliches Anwesen aber aus meiner Sicht nicht ausschließen, daß ein möglicherweise in der Schanze residierendes weltliches Oberhaupt der Gemeinde auch das geistliche Oberhaupt gewesen ist und in der Schanze Kulthandlungen stattfanden. Oder daß manche Keltenschanzen gänzlich nur sakralen Zwecken gewidmet waren. Nachgewiesen ist so eine ausschließlich sakrale Nutzung aber nach meinem Wissen bei keiner der Keltenschanzen im Münchner Raum, die mit diesen veralteten Informationstafeln ausgestattet wurden. Ohne Informationstafel, aber wegen den zahlreichen Funden ein plausibel belegter Kultort, ist stattdessen der Brandopferplatz bei Gauting.

Buchendorf von Norden

Wem die Keltenschanze Buchendorf ohne Kultort-Flair zu reizlos ist: Gruselig genug kann man sich auch einen begüterten keltischen Bauernhof vorstellen! Bei der Ausgrabung des Osttors des Oppidums Manching hat man nach „Manching - Die Keltenstadt“ von Susanne Sievers das Skelett eines etwa 6-jährigen Kindes gefunden, welches als Bauopfer interpretiert wurde. Zudem zwei Menschenschädel, die ursprünglich an einem Einzelpfosten oder am Tor befestigt gewesen sein können. Daß unter der Keltenschanze Buchendorf ein geopfertes Kind liegt, wollen wir mal nicht hoffen. Aber wenn die Bewohner erfolgreich an kriegerischen Auseinandersetzungen teilgenommen haben, dann werden sie ihre Mitbringsel sicher zur Schau gestellt haben.

Freitag, 11. November 2011

Zu Gauting/Buchendorf bis Villa rustica Leutstetten

Zum letzten Eintrag über Gauting und seinen Brandopferplatz müßte es jetzt noch einen Eintrag zur Kelten- bzw. keltischen Viereckschanze bei Buchendorf geben. Aber da ich die schon x-mal im Blog hatte, belasse ich es bei der Schanzenecke in Bild 3 und zwei Links zu älteren Beiträgen. In diesem Blog-Eintrag soll es stattdessen um ergänzende Tourhinweise von Gauting/Buchendorf bis zur Villa rustica Leutstetten gehen.

Beginn des Rad- und Fußwegs Richtung Starnberg, Leutstetten und Buchendorf am Ende der Maxhofstraße in München-Fürstenried

Zuvor aber im Nachklapp zum letzten Eintrag ein Hinweis auf den Brandopferplatz beim Bergisel in Marcellinas Blog-Eintrag „Pagans In Tirol: Bergisel“. Ich hatte zum Brandopferplatz bei Gauting die fehlende Information vor Ort und die dünne Information im Web bemängelt. Marcellina vergleicht die Situation mit dem Brandopferplatz beim Bergisel. Man könnte jetzt noch streiten wer mehr meckern darf. In Bayern haben wir BayernViewer-denkmal, zwar mit dünnen Texten, aber trotzdem oft super verwendbar für solche Touren. Anderseits ist der ausführlichste mir bekannte Text zum Brandopferplatz Gauting im Netz aus einem für Vereinsmitglieder vorgesehenen 27 Jahre alten Mitteilungsblatt. Und daß die letzten beiden Ausgaben dieses Mitteilungsblatts nicht mehr eingestellt wurden, läßt befürchten, daß selbst der Sinn dieser Minimaldarreichungen nicht mehr gesehen wird. Dagegen ist beim Bergisel mit dem Artikel „Der Bergisel bei Innsbruck - "Schicksalsberg" der Tiroler Archäologie“ des österreichischen Denkmalamtes ein offizieller Mitteilungswillen deutlich erkennbar.

Nach all der Meckerei muß ich im Gegenzug auch erwähnen, wie schön ordentlich gepflegt alles vor Ort aussieht. Die Keltenschanze Buchendorf und die Villa rustica Leutstetten werden relativ häufig besucht und ich habe da noch nie Müll herumliegen sehen. Das ist nicht selbstverständlich. Beeindruckender fand ich das noch bei der Bethenquelle, dem Grab der Seherin und dem Karlsberg. Die Bethenquelle ist kein offizielles Denkmal, das Grab der Seherin dürfte etwas aus der Denkmalpflege herausgerutscht sein und der Karlsberg würde sich sehr gut für ein schönes Picknick oder einen gemeinsamen Umtrunk eignen, bei dem man hinterher seine Reste unbeobachtet liegen lassen könnte. Ich weiß nicht, wie das dort in Ordnung gehalten wird. Bei der Bethenquelle wurde im „depublizierten“ BR-Beitrag eine Frau erwähnt, die überhand nehmende Bändchen wieder abmontiert. Das wurde zwar von manchen Interviewpartnern kritisiert, klingt aber zumindest nach einer funktionierenden Selbstorganisation. Beim Grab der Seherin und beim Karlsberg würde ich auch auf so etwas tippen.

Kreuzung zwischen Via Julia und Rad-/Fußweg von Maxhof/München-Fürstenried im Forstenrieder Park

Zu den Tourhinweisen. Die Stationen Villa rustica bis Gauting sollten über direkte Hinweise oder indirekt über BayernViewer-denkmal oder die Wikipedia (mit Geo-Koordinaten) gut auf der Karte lokalisierbar gewesen sein. Also wären manche Tourhinweise banal. Weiter habe ich Lücken, bin also bestimmte Strecken noch nie gelaufen/gefahren und kenne dafür die Strecken besser, auf denen ich schon öfters in das Würmtal unterwegs war. Die aber wieder für viele uninteressant sein werden. Ich werde versuchen dadurch hilfreich zu sein, daß ich neben den Strecken, auf der wir aktuell gefahren sind, noch ein paar andere Touren skizziere und bei der Gelegenheit auf schon gegebene Streckenhinweise hinweise und ein paar Anmerkungen einbaue.

Beginnen will ich mit der von Peter Müller geführten Volkshochschul-Radtour (erwähnt im Blog-Eintrag „Via Julia für Anfänger“), die von der S-Bahnhaltestelle Höllriegelskreuth die Via Julia entlang nach Buchendorf führte. Dort haben wir die St. Michael-Kirche in Bild 4 und die Keltenschanze besucht, dann ging es zu einer Kirche in Gauting weiter und dann auf dem Rad- und Fußweg östlich entlang der Würm (Bild 4) wie schon beschrieben bis zur Straßenüberquerung beim Forsthaus Mühltal, dann weiter bis zur Würm-Brücke im ersten Bild des Blog-Eintrags über den Karlsberg. Auf dem Rad- und Fußweg westlich der Würm an der Bethenquelle vorbei und dann wieder auf die östliche Seite der Würm zur Kirche St. Alto Leutstetten. Abschluß der Tour war im Biergarten der Schloßgaststätte Leutstetten.

Links abbiegende Via Julia, im Hintergrund beim Wäldchen Keltenschanze Buchendorf

Wenn in den Ausschreibungen nichts anderes dabeisteht, braucht man nach meiner Erfahrung für diese VHS-Touren kein geübter Sportler zu sein. Rennrad ist sowieso auf der Strecke östlich der Würm ungünstig und Mountain-Bike wäre für die Anforderungen überdimensioniert. Die relativ lange Anfahrt von Höllriegelskreuth über den „Zubringer“ Via Julia in das Würmtal funktioniert relativ gut, weil die Strecke ziemlich flach ist.

In Bild 3 biegt die Via Julia vor der Keltenschanze Buchendorf nach links ab. Der Feldweg ist am Aufnahmeort des Fotos schon ein paar Meter von der Strecke der ehemaligen Römerstraße abgewichen. Die verlief weiter oben bis vor zur Keltenschanze (in der Bildmitte rechts beim Wäldchen) und ist dann nach links abgeknickt. Wenn man heute im Bild 3 nach rechts abbiegt findet man als Verbindung zur Keltenschanze einen schmalen Pfad am Rande eines Ackers. Ich vermute der geht auf Kosten des Ackerbesitzers, also wenn man den verwendet sollte man versuchen nicht auch noch in seine Anpfanzungen daneben zu treten.

St. Michael Buchendorf

Die Via Julia führt an der Kirche in Bild 4 und der Mariensäule in Bild 5 vorbei. Nun kann man entweder direkt nach Gauting radeln (schnellste Version) oder auf der Via Julia bleiben, um im ersten Bild im Blog-Eintrag „Buchendorf am Vatertag“ wieder auf die Römerstraße zu treffen (kleiner Umweg). Zur Keltenschanze Buchendorf müßte man von dort ein Stück in die Gegenrichtung der ehemaligen Römerstraße. Wegen des Umwegs dürfte ein Teil der Radler von der Via Julia direkt nach Gauting weiterradeln. Der Feldweg auf der ehemaligen Römerstraße ist bei Buchendorf aber nach meinen Erfahrungen dennoch gut befahren. Viele der Radler kommen aus dem bzw. fahren in das nördlich liegende Waldstück im Blog-Eintrag „Von Forsthaus Kasten nach Buchendorf“. Das wäre die Strecke nach Neuried. Die Strecke entlang der Würm von Gauting bis Pasing kenne ich nicht. Ich kann jetzt nur spekulieren, daß viele der Radler auf der Strecke Richtung Neuried aus den nordöstlich an Neuried angrenzenden Münchner Stadtteilen stammen.

Wie im Blog-Eintrag über die Villa Rustica Leutstetten erwähnt, geht statt einer Anfahrt mit dem Rad auch eine Rad- oder Wandertour mit einer Anfahrt mit der S-Bahn und den Start- oder Endpunkten in Gauting oder Starnberg. Der Bahnhof in Gauting liegt „oben“. Um zum Brandopferplatz und an den schönen Abschnitt an der Würm von Gauting bis zum Karlsberg zu kommen, muß man herunter, zur Keltenschanze Buchendorf sogar wieder auf der anderen Talseite hoch. Wenn man aber Gauting als Start- und Endpunkt verwendet oder nur das Hügelgräberfeld beim Grab der Seherin erkunden will, wäre die Verbindung westlich der Bahnlinie interessant, das habe ich aber nie ausprobiert.

Mariensäule Buchendorf

Nicht erwähnt habe ich die Option, im weiteren Verlauf dieser westlichen Seite zum Gut Rieden zu fahren oder zu laufen. Von dort hat man noch eine bessere Aussicht als von dem im Karlsberg/Karlsburg-Eintrag vorgestellten Punkt oberhalb Leutstettens. Martin Bernstein führt in seiner Tour „Petersbrunn im Mühltal“ im besprochenen Buch „Römerstraßen und Kultplätze — Archäologische Wanderungen“ von Gut Rieden über die dortige Bahnüberquerung hinunter nach Petersbrunn. Diese Option könnte man also auch berücksichtigen, wenn man seine eigenen Schleifen durch das Gelände legt.

Beim Eintrag über Gauting war ich schon dabei einen Abschnitt in der Art „die Geschichte Gautings endete nicht mit den Römern“ zu bauen und zu erwähnen, was uns Peter Müller in der Kirche gezeigt hat. Ich habe das wegen dem wachsenden Umfang des Blog-Eintrags sein gelassen und stattdessen massiv BayernViewer-denkmal verwendet und die zahlreichen Rotflächen erwähnt. Ich hoffe das hat zum weiteren Herumklicken in Gauting und zum Nachsurfen angeregt. Wer alte Wallanlagen im Wald vorzieht, da habe ich den Schlossberg ausgelassen. Nach meinem Stand geht es dahin links im Bild 6 hoch. Auf der Strecke würmaufwärts kommt dieser Rastplatz direkt am Ende eines langen Lattenzauns, der bei einem Eingang zum „Reit- und Fahrverein Gauting“ beginnt.

Rastplatz an der Würm zwischen Gauting und Karlsberg unterhalb des Schlossbergs

Zur Strecke S-Bahnhof Gauting, Keltenschanze Buchendorf bis Villa rustica Leutstetten gab es eine VHS-Tour, die von dem im letzten Blog-Eintrag erwähnten Reinhard Falter geführt wurde. Vielleicht wird die wieder im nächsten Sommersemester angeboten. Von 2007 habe ich eine Notiz zu einer ebenfalls von Reinhard Falter geführten, „wasserorientierten“ Tour, die mit dem Startpunkt Gauting erst entlang der Würm bis zur Bethenquelle und von dort nach Widdersberg führte (kelto-romanischen Grabstein und Quellen). Dann weiter nach Andechs mit der Elisabethquelle (hier ein Blog-Eintrag über Andechs von Marcellina) und hinunter „zum südlichen Ende des Ammersees ins Vogelschutzgebiet, wo die Ammer in den See läuft“. In Herrsching kann man bei dieser Variante wieder in die S-Bahn einsteigen.

Jetzt noch zu unserer/meiner Tour. Wir sind Ende August den am Ende der Maxhofstraße in München-Fürstenried (Bild 1) beginnenden langen, meist geraden und flachen und gut ausgebauten Waldweg bis zu der östlich von Leutstetten wegführenden Straße geradelt, dann weiter zur Villa rustica, von dort zur Leutstettener St. Alto-Kirche und zum Hügelgräberfeld mit dem Grab der Seherin. Wir sind dann auf dem Rad- und Fußweg östlich der Würm nach Gauting gefahren und dort hoch nach Buchendorf und zurück. Ich bin Anfang Oktober via Maxhof wieder auf die lange gerade Waldstrecke, aber am Schnittpunkt mit der Via Julia in Bild 2 nach Buchendorf abgebogen. Von dort zum „Mittelpunkt des römischen Gauting“, dem Brandopferplatz, dann östlich entlang der Würm bis zur oben erwähnten Brücke über die Würm, Bethenquelle, Petersbrunn, wieder an der Bethenquelle vorbei zurück zum Aufstieg auf den Karlsberg. Vom Karlsberg aus habe ich die im Blog-Eintrag beschriebene Möglichkeit genutzt, zur östlich von Leutstetten wegführenden Straße zu radeln. Von der Straße bin ich dann wieder in den Waldweg zum Maxhof eingebogen. In diesen Waldweg habe ich an der Straße keinen Hinweisschild gesehen. Sofern die Beschilderung so bleibt, kann man sich daran orientieren, daß es am links hineinführenden Waldweg zuvor einen Schild „Buchendorf“ gibt. Außerdem sollte man an dem Waldweg nach kurzer Strecke links eine Sitzbank und die Informationstafel in Bild 7 sehen. Die Standortmarkierung am linken Rand der Karte kann man in Bild 7 erkennen.

Informationstafel über den Forstenrieder Park am Weg in Richtung Maxhof/München-Fürstenried

Wenn man auf der Straße weiterfährt, kommt man an eine Parallelstraße zur Autobahn, auf der ich ein paarmal zurück in Richtung München gefahren bin. Der Nachteil gegenüber dem Waldweg zum Maxhof ist, daß die Straße bis zur Autobahn öfters auf und ab führt und zudem relativ schmal und unübersichtlich ist und Autos auf ihr fahren. An der Stelle wäre noch die Möglichkeit zu erwähnen, daß man bei Oberdill die Autobahn unterqueren kann und durch den eingezäunten Teil des Forstenrieder Parks hinüber nach Baierbrunn oder Pullach kommt.

Sonntag, 30. Oktober 2011

Gauting / Bratananium mit Brandopferplatz

Auf meiner letzten Station entlang der Würm habe ich beim Grab der Seherin mit den „Grabhügeln der Bronze-, Hallstatt- und Latènezeit“ und der dort durch und in das nahe Gauting weiterführenden Römerstraße schon ziemlich viel von meinem Blog-Zeitspektrum „graue Vorzeit bis Spätantike“ abgedeckt. Die zuletzt geprägten römischen Münzen, die in Gauting (oder auf dem Brandopferplatz?) gefunden worden sind, sollen von 403-404 gewesen sein, habe ich mir in einem Vortrag von Reinhard Falter in der Volkshochschule notiert.

Einmündung der Buchendorfer in die Münchner Straße in Gauting

Um selbst diese archäologisch reiche Vergangenheit hier zu erkunden ist wieder BayernViewer-denkmal ein gutes Hilfsmittel (Hinweise zur Benutzung im Blog-Eintrag BayernViewer-denkmal und GPS). Gauting ist dort mit zahlreichen unterschiedlichen Rotflächen bedeckt. Der Schild mit dem Text „Hier war der Mittelpunkt des römischen Gauting Bratananio um 20-350 nChrGeb“ in Bild 4 ist an der Einmündung des Reismühler Wegs in die Reismühler Straße zu finden (Bild 3), im BayernViewer-denkmal befindet sich die Stelle in der oberen Ecke von Denkmal D-1-7934-0002 ( „Siedlung der Bronzezeit, der späten Latènezeit und vermutlich der Hallstattzeit sowie Vicus der römischen Kaiserzeit.“). Die vom Hügelgräberfeld kommende römische Straße hat hier die Denkmalnummer D-1-7934-0193, ihr Verlauf deckt in dem Bereich mit der heutigen Reismühler Straße. Weiter nördlich trifft diese Straße auf die von West nach Ost führenden „Straße der römischen Kaiserzeit, Teilstück der Trasse Augsburg-Salzburg“ D-1-7934-0006.

Leutstettener Straße in Gauting, Abzweigung zum Steg über die Würm

Zu diesem Treffpunkt der Römerstraßen geht es in Bild 1 geradeaus weiter über die Würm-Brücke. Das Bild ist von der Einmündung der Buchendorfer Straße in die Münchner Straße aufgenommen. Diese Strecke über die Würm mag ich mit dem Fahrrad überhaupt nicht und biege deshalb vorne links, wo gerade das Auto herauskommt, in die Leutstettener Straße ein. Diese Leutstettener Straße geht in den Rad- und Fußweg über, der östlich entlang der Würm bis zum Forsthaus Mühltal und dann auf der anderen Seite der Straße Gauting-Starnberg bis zu der Stelle im ersten Bild im Blog-Eintrag über den Karlsberg führt.

Einmündung des Reismühler Wegs (links) in die Reismühler Straße

Zum „Mittelpunkt des römischen Gautings“ und zum Brandopferplatz muß man aber einen Abstecher auf die Westseite der Würm machen. Hinüber kommt man über eine Holzbrücke für Fußgänger, der hinführende Weg liegt passenderweise an der Straße „Am Steg“. Man kann in die Straße beim Schild in Bild 2 einbiegen, man kann aber auch noch ein Stück weiter auf der Leutstettener Straße bleiben und in den dort schon beginnenden Weg einbiegen. In diesem Bereich rechts der Leutstettener Straße gab es übrigens eine „Villa rustica der römischen Kaiserzeit“, Denkmalnummer D-1-7934-0205. In der Karte von Google Maps ist der Weg nicht eingezeichnet, im Satellitenbild kann man ihn gut erkennen. Nach der Brücke / dem Steg kommt man an der Einmündung des Reismühler Wegs in Bild 3 heraus.

Hier war der Mittelpunkt des römischen Gauting Bratanio um 20-350 nChrGeb

Einlesen in die Geschichte von Gautings kann man sich in der Wikipedia und bei der Gemeinde Gauting. Bei der Gemeinde Gauting sind mehrere Seiten über die örtliche Geschichte zu finden. Obwohl sie mehr Stoff bietet nenne ich die Website an zweiter Stelle, weil darunter auch eine Seite über die östlich von Gauting liegende Keltenschanze Buchendorf mit einem passend zur Informationstafel vor Ort veralteten Text ist. Dem Text kann man es nicht vorwerfen, der ist laut Quellenangabe von 1985. Ich hatte diese unterschiedliche Deutung der Keltenschanzen bzw. keltischen Viereckschanzen im Blog-Eintrag „Die Viereckschanze 2 von Holzhausen“. Aber mittlerweile haben wir 2011, und selbst wenn man gern selbst an die kultische Verwendung der Schanzen glaubt und gerne ein „Heiligtum“ bei Buchendorf haben will, könnte man ja den aktuellen Deutungsansatz in Richtung begüterter Bauernhof zumindest erwähnen. Persönlich neige ich ja zu der Ansicht, daß zwischen politischer und religiöser Macht immer eine Anziehungskraft bestand und auf unterer Ebene die in der Keltenschanze residierende Familie die religiösen Oberhäupter für ihre lokalen Untertanen stellte. Also ich könnte mich auf Keltenschanzen als Bauernhöfe mit Herrgottswinkel für die kultischen Aufgaben einigen.

Reismühle an der Würm bei Gauting

Interessant ist, daß man auf der Website der Gemeinde Gauting bei der Keltenschanze auf einer kultischen Verwendung besteht, der Brandopferplatz südlich der Reismühle aber nur eine kurze Erwähnung findet. Der wäre nach den Mitteilungen der Freunde der bayerischen Vor- und Frühgeschichte Nr. 32 vom Oktober 1984 sogar ein in Bayern relativ seltener Fund. Der Text ist mittlerweile auch schon in die Jahre gekommen, aber da finde ich leider keinen aktuellen Stand im Web. Das ist sehr bedauerlich, man vergleiche die Website Goldbichl.at für den Brandopferplatz am Goldbichl, auf die Marcellina hingewiesen hat. Richtig traurig fand ich, daß auch vor Ort nichts an den Brandopferplatz erinnert.

Gebiet des keltisch-römischen Brandopferplatzes an der Straße von Gauting nach Starnberg

Zum Brandopferplatz (Denkmalnummer D-1-7934-0008, Beschreibung „Siedlung der Latènezeit, Brandopferplätze der Latènezeit und der römischen Kaiserzeit.“) geht es in Bild 3 entweder links den Reismühler Weg oder rechts die Reismühler Straße weiter. Ziel ist die Reismühle. Im Falle des Reismühler Wegs erreicht man die, in dem man am Straßenende bei der Berengariastraße den Fußweg in Richtung Reismühle nimmt. Von dort geht es den von den Gebäuden bei der Reismühle nach Süden wegführenden Feldweg weiter. Dann ein Stück durch den Wald und man ist da. Mit dem Auto hätte man es in dem Fall einfacher - das Gelände liegt direkt an der Straße nach Starnberg. Zum Zeitpunkt der Aufnahmen war alles für Pferde unterteilt, es waren aber keine Pferde da. Auf einem schmaleren Stichweg kommt man weiter zu einer Würmbrücke, über das Gelände auf der anderen Seite der Würm darf man aber nicht zum Rad- und Fußweg. Dazu muß man dann wieder zurück zur Reismühle und dort über die Brücke.

Gebiet des keltisch-römischen Brandopferplatzes an der Straße von Gauting nach Starnberg

Zur Reismühle gibt es wie zur Karlsburg eine Legende, nach der Karl der Große hier geboren ist. Dazu noch einmal die Website von Gauting: Bertha, die Mutter Karls des Großen, wäre hier im Wald herumgeirrt und hätte dann in der Mühle Zuflucht gefunden. Vermutlich ist diese Legende wie im Fall der Karlsburg auf den karolingischen Grundbesitz zurückzuführen. Der Name „Reismühle“ soll nicht von einer Mühle für Reis, sondern von „Reichsmühle“ abgeleitet sein.

Gebiet des keltisch-römischen Brandopferplatzes an der Straße von Gauting nach Starnberg

Im verlinkten Text zum Brandopferplatz steht ja nichts, wem hier geopfert wurde. Wer gewagte Konstruktionen mag, hier eine Notiz aus dem eingangs genannten Vortrag von Reinhard Falter, ich hoffe die wurde beim Notieren nicht noch gewagter: angenommen, es wurde einer Muttergottheit am Brandopferplatz gehuldigt, die Rhea als Mutter des Jupiter entspräche der Frau Holle, die entspräche der Berchta/Perchta/Bertha, und Bertha hat die Mutter von Karl dem Großen geheißen.

Sonntag, 10. April 2011

Keltenschanze Buchendorf

Gestern sind wir wieder bei der Keltenschanze Buchendorf vorbei geradelt. Wir haben uns gefreut, daß wir unseren Radius ein paar Kilometer weiter ausdehnen konnten - unsere längste Radtour in diesem Jahr. Aber jetzt habe ich ein schlechtes Gewissen, denn nach zwei Jahren Blog ist meine Keltenschanzen-Abdeckung im Münchner Raum miserabel. Und nun schon wieder die Keltenschanze Buchendorf.

Keltenschanze Buchendorf von Südosten

Auf eine mögliche Abhilfe gegen diese fehlende Vielfalt gehe ich im nächsten Blog-Eintrag ein. Hier will ich stattdessen zu den Vorteilen einer mehrfachen Überdeckung etwas zitieren, was bei mir so ungefähr von einem Vortrag von Arwed Vogel (Schriftsteller und Dozent für literarisches Schreiben, hier seine literarische Verarbeitung eines bronzezeitlichen Prügelwegs) im Gasteig hängengeblieben ist: es ging speziell um Romane und die Frage, ob überhaupt noch welche geschrieben werden sollten, wenn es doch schon so viele davon gibt. Arwed Vogel meinte auf jeden Fall, denn die Sprache verändert sich und muß immer wieder neu erprobt werden.

Informationstafel Keltenschanze Buchendorf

Westseite Keltenschanze Buchendorf mit dem früheren Durchgang (Panorama aus zwei Fotos)

Das trifft sicher zu. Wenn man die Fotografie auch als Sprachmittel ansieht, hat man schon gute Beispiele: die kleinen Bilder, die früher wegen den Datenübertragungskosten für den gemieteten Webspace eingestellt wurden, sind großen Bildern gewichen, weil die Kosten auf nichts oder relativ wenig gesunken sind. Oder man denke an die Fälle, wo neue Kameras ausprobiert werden müssen. Oder an das Erstellen von Panoramen aus mehreren Fotografien. Und morgen wird es unterschiedliche Versuche mit 3d-Fotos geben. Und wer die Keltenschanze kennt, will vielleicht einfach nur wissen wie sie aktuell aussieht. Oder die Keltenschanze als Vorlage für ein Stimmungsbild, Keltenschanze im Gewitter oder so.

Südwestecke Keltenschanze Buchendorf mit Zugang aus neuerer Zeit

Panoramabild aus drei Fotos aus der Südwestecke der Keltenschanze Buchendorf

Panoramabild aus drei Fotos aus der Südostecke der Keltenschanze Buchendorf

In unserem Fall waren ohne Stativ aufgenommene Fotos die Grundlage für die Panoramabilder. Nachdem unsere Radtour so ambitioniert war, wollte ich nicht noch das Stativ auf den Rücken hängen. Die Software hat das überraschend gut verdaut. Nur im Falle der nach Norden niedriger werdenden Keltenschanze im dritten Bild habe ich jetzt gerätselt, ob die Keltenschanze wirklich niedriger wird. Also Stativ und aufgesetzte Wasserwaage wären schon die bessere Lösung. Kommt dann mal bei einem anderen Besuch...

Panoramabild aus fünf Fotos aus der Mitte der Ostseite der Keltenschanze Buchendorf

Panoramabild aus zwei Fotos aus der Nordostecke der Keltenschanze Buchendorf

Über die Keltenschanze Buchendorf und ihre Lage an der heute „Via Julia“ genannten ehemaligen Römerstraße habe ich vor fast zwei Jahren im Blog-Eintrag Buchendorf am Vatertag geschrieben, im November 2009 über die Hügelgräber und die „Siedlung unbekannter Zeitstellung“ zwischen Keltenschanze und Forsthaus Kasten im Blog-Eintrag Von Forsthaus Kasten nach Buchendorf. Hier der Link zu Google-Maps mit der Sicht von oben. Die im Vatertags-Blogeintrag erwähnte Informationstafel mit veralteten Informationen gibt es noch immer, ausführlich gehe ich darauf im Blog-Eintrag Die Viereckschanze 2 von Holzhausen ein. Der Begriff „Keltenschanze“ und „keltische Viereckschanze“ hat bei diesen Keltenschanzen dieselbe Bedeutung.

Panoramabild aus drei Fotos aus der Nordwestecke der Keltenschanze Buchendorf

Die Seiten der Keltenschanze sind nicht exakt nach den vier Himmelsrichtungen ausgerichtet. Ginge auch nicht, weil die Keltenschanze nach Luftbild ein gleichschenkliges Trapez bildet. Aber mit wenig Unterschied zwischen den beiden parallelen Seiten. Die parallelen Seiten sind etwas gegen den Uhrzeigersinn aus der Nord-Süd-Richtung gedreht. Ich verwende jetzt trotzdem die Begriffe Westseite, Südostecke usw. Die breite Seite in diesem leichten Trapez ist die Westseite, in deren Mitte sich nach der Infotafel das Eingangstor befunden hat. Der Durchbruch durch die Südwestecke im vierten Bild stammt aus neuerer Zeit.