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Samstag, 17. März 2018

Bernstorf-Vortrag von Dr. Wunderlich am nächsten Freitag in Freising

Der Archäologische Verein Freising lädt am nächsten Freitag zu einem Vortrag von Dr. Christian-Heinrich Wunderlich über „Die Funde von Bernstorf“ in die Klosterbibliothek am Landratsamt ein. Der Archäologische Verein Freising schreibt dazu auf Facebook: „Auf einigen spektakulären Funden aus der bronzezeitlichen Anlage von Bernstorf (Gde. Kranzberg, Landkreis Freising) lastet seit der Zeit ihrer Entdeckung ein gravierender Fälschungsverdacht. Anlass zu Zweifeln geben neben den Fundumständen stilistische Ungereimtheiten und neuere Erkenntnisse aus naturwissenschaftlichen Untersuchungen. Vor knapp einem Jahr haben die Echtheitsbefürworter einen Band vorgelegt, der diese Zweifel ausräumen sollte. Jene Schrift hat aber nicht zur erhofften Beilegung des Fälschungsverdachts geführt; vielmehr hat sich in der Fachliteratur zum Teil heftiger Widerstand gegen die Annahme der Echtheit der Funde gebildet. Dr. Christian Heinrich Wunderlich (LDA Sachsen-Anhalt) gehört mit Prof. Dr. Pernicka zu den profiliertesten Vertretern der Fälschungsthese. In mehreren vor allem naturwissenschaftlich ausgerichteten Publikationen hat er seine Überzeugung von der Fälschung der Funde untermauert.“

Die Feststellung eines „zum Teil heftigen Widerstands gegen die Annahme der Echtheit der Funde“ halte ich für eine Untertreibung. Man sehe sich mal den Artikel „Zur Herstellungstechnik der Goldfunde von Bernstorf “ von Christian-Heinrich Wunderlich und Karoline Peisker an. Die Abbildung 9 ist nett: „Das Ergebnis von etwa zwei Stunden Arbeit: mithilfe einfacher Haushaltsgegenstände aus Bastelfolie hergestellte Kopie des Strahlendiadems aus Bernstorf.“. Ich zitiere die Zusammenfassung des Artikels: „Gegenstand der Untersuchungen ist die Herstellungstechnik der angeblich bronzezeitlichen Goldfunde von Bernstorf. Es gelang, die Herstellungstechnik weitestgehend zu rekonstruieren und in praktischen Modellversuchen nachzuvollziehen. An den Bernstorfer »Funden« wurden weder historische – gar bronzezeitliche – noch moderne, professionell übliche Goldschmiedetechniken festgestellt. Alles deutet darauf hin, dass die Objekte in jüngerer Zeit von einem kunsthandwerklichen Laien aus industriell vorgefertigten Feingoldblechen geschnitten, gedrückt und gefalzt wurden. Als Werkzeug genügen alltägliche Haushaltsgegenstände. Die Technik ist für jedermann in Minuten erlernbar.“

Dr. Wunderlich widmete sich auch den Bernstorfer Bernsteinfunden, seine Ergebnisse lassen sich in seinen „Studien zur Verwitterung und Fluoreszenz von Succinit ('Baltischer Bernstein')“ nachlesen. Ich zitiere wieder die Zusammenfassung: „Der Verwitterungsprozess von fossilem und archäologischem Bernstein erfolgt unter Einfluss von Wasser. Bei der Verwitterung werden u. a. Esterbindungen verseift. Außerdem verlassen kleinmolekulare, wasserlösliche Verbindungen die Bernsteinmatrix; ein Teil von ihnen fluoresziert. Unverwitterter Bernstein zeigt cyanblaue Fluoreszenz in nahem UV-Licht, die Verwitterungsschichten fluoreszieren nicht. Mithilfe von UV-Untersuchungen können daher an archäologischem Bernstein moderne und historische Beschädigungen identifiziert und voneinander abgegrenzt werden. Es ist auf diese Weise ebenfalls möglich, archäologische Bernsteinfunde eindeutig von modernen Fälschungen zu unterscheiden, wie sie z. B. bei den Bernstorfer »bronzezeitlichen« Funden vorliegen.“

Christian-Heinrich Wunderlich verweist in seinem Bernstein-Artikel auf den Artikel von Kate Verkooijen ( „Report and Catalogue of the Amber found at Bernstorf, near Kranzberg, Freising district, Bavaria, Germany“). Außerdem ist bei allen drei von mir verlinkten Artikeln aus der „Jahreschrift für mitteldeutsche Vorgeschichte Band 96, 2017“ das hinsichtlich Bernstorf lesenswerte Vorwort von Prof. Harald Meller enthalten. Ich will jetzt aber nicht versuchen nachzuvollziehen, was es zwischenzeitlich an Neuem zum Thema Bernstorf gab. Ich hatte dazu hier schon mehrfach einen Thread des Sucherforums empfohlen. Wer sich interessiert möge sich dort durcharbeiten. Und den aktuellsten Stand der Diskussion kann man dann am nächsten Freitag im Freisinger Vortrag von Dr. Wunderlich mitbekommen.

Donnerstag, 9. September 2010

Volkshochschul-Termine und Veranstaltungen der Gesellschaft für Asiatische Kunst und Kultur

Generell der Hinweis, daß jetzt wieder überall im Land die Zeit der Anmeldungen für das Volkshochschul-Wintersemester ist. In München kann man seit letztem Montag die Kurse sichten und buchen.

Das Finden macht Schwierigkeiten. Wenn man eine Sprache lernen will, dann kann man auf der Website das Programm anklicken und sich dort unter „Sprache“ die Sprache aussuchen und das ganze Angebot schön sortiert durchsehen. Die zu meinem Blog passenden Vorträge oder Exkusionen dagegen sind über das Programm verteilt, und leider geht die „Suche“ nicht nach „graue Vorzeit bis Spätantike“.

Sowieso habe ich mit der „Suche“ meine Probleme, ich habe die schon letztes Jahr in meinem VHS-Hinweis zum Sommersemester-Programm „Vergangenheitsausflug via Volkshochschule“ geschildert. Deshalb lasse ich Sie jetzt auch wie beim letztjährigen Herbstprogramm im Stich und werde nicht einmal ausprobieren, ob mittlerweile die „Volltextsuche“ so funktioniert, wie ich das von einer Volltextsuche erwarten würde.

Als kleine Hilfestellung noch der Hinweis auf meinen Eintrag mit Empfehlungen zum Sommersemester. Man kann daraus entweder Stichwörter oder Namen nehmen und in der Suchmaske ausprobieren, oder in die Programmabschnitte hineinsehen, wo die Kurse im Sommersemester angeboten wurden.

Übrigens finden Sie im „Vergangenheitsausflug“-Eintrag schon ein Loblied auf den gestern wieder bei den EAF-Terminen erwähnten Herrn Dr. Frank Stefan Becker. Hintergrund war kein Münchner Klüngel, sondern wirklich sein Rom-Vortrag. Wobei man hinzufügen sollte, daß er da so einen netten und freundlichen Eindruck gemacht hat, daß wir uns nach dem schönen Vortrag noch nachhängen ließen und ihn nach Tipps für unseren Sizilien-Urlaub gefragt haben...

Jetzt noch die Veranstaltungen der Gesellschaft für Asiatische Kunst und Kultur e.V.. Am 30. September 2010 steht der Vortrag an „When East meets West: Die Philosophie des Advaita-Vedanta und Neuplatonismus“, am 25.11. geht es um „Die Meroiten in Nubien. Neue Forschungen zu einer antiken Kultur und Schrift im Niltal“. Vortragsort ist das Staatliche Museum für Völkerkunde München, der Unkostenbeitrag ist unterschiedlich gestaffelt. Den Tipp habe ich aus der Mitgliederzeitschrift des EAF.

Mittwoch, 8. September 2010

EAF-Termine

Letztes Jahr habe ich von einer Buchpräsentation von Dr. Frank Stefan Becker berichtet. Wenn Sie so etwas auch einmal miterleben wollen, dann kommen Sie am 13. Oktober 2010 zum Euro-Arabischen Freundschaftskreis e.V. (EAF) in das Münchner „Zunfthaus“!

Dr. Frank Stefan Becker liest dieses Mal kurze Passagen aus seiner neuesten Erzählung „Der Blinde von Bagdad“, die in der jüngst im Aufbau-Verlag als Taschenbuch erschienenen Anthologie „Die dreizehnte Stunde“ enthalten ist. Vorlage der Erzählung ist wieder ein geschichtliches Ereignis, nämlich die Eroberung Bagdads 1258 durch die Mongolen.

So wie ich das bei Dr. Frank Stefan Becker kenne, ist das Fiktionale immer möglichst nah an den recherchierten geschichtlichen Fakten orientiert, der literarische Teil dann im Vortrag gut kombinierbar mit einer Erläuterung des geschichtlichen Umfelds und das alles unterlegt mit Reisebildern des Autors.

Wer noch einen Blitzstart schafft, dem bietet der EAF heute abend auch Geschichte und Reisebericht ohne Fiktionales mit einem Vortrag von Edda Voigtsberger über „Eine Reise durch den nördlichen Sudan“ an: „Neben den monumentalen Zeugnissen der Vergangenheit erleben wir den sudanesischen Alltag einst und jetzt.“

Der dritte Vortrag betrifft uns hochaktuell: „Die beste Medizin für Afghanistan“ von Dr. med. Matthias Angrés am 10.11.2010. „Ziviler Wiederaufbau am Beispiel des French Medical Institute for Children (FMIC) in Kabul“. Da ist kein Stichwort „Geschichte“ dabei, aber da wäre auch ich daran interessiert lieber etwas zur derzeitigen Lage zu hören.

Schließlich noch ein literarischer Abend am 23. November 2010 in der Seidl-Villa mit einer Lesung von Salim Alafenisch aus seinem Roman die „Feuerprobe“. Salim Alafenisch wird musikalisch von Baher Regeb auf der Chanoun begleitet.

Alle Veranstaltungen sind aus der Mitgliederzeitschrift „Panorama“ des EAF, die mir der EAF in Folge meines letztjährigen Berichts regelmäßig zusendet. Aus Urlaubsgründen hängt die Website mit der Aktualisierung hinterher, aber mit Zustimmung des EAF darf ich Ihnen die Daten und ein „Gäste willkommen“ weitergeben!

Abgesehen vom literarischen Abend in der Seidl-Villa finden die Vorträge im Münchner Zunfthaus statt und der Eintritt ist frei. Diese Treffen sind ab 19 Uhr, der Beginn der Vorträge um 20 Uhr. Um sich vor dem Vortrag etwas unterhalten und ggf. etwas zum Essen bestellen zu können empfehle ich früher zu kommen als ich letztes Jahr und sich irgendwo dazuzusetzen.

Die Kosten für den literarischen Abend in der Seidl-Villa standen im „Panorama“ nicht dabei. Machen Sie sich diesbezüglich und wegen eventuellen Vortragsänderungen vor den Veranstaltungen auf der Website des EAF kundig!

Dienstag, 2. März 2010

Münchner Veranstaltungen

Anfang Januar hatte ich auf die Münchner „Montagsvorträge zur Denkmalpflege 2010“ im Bayerischen Landesamt für Denkmalpflege und auf die nach bayerischen Regionen geordneten Veranstaltungshinweise auf der Website der Gesellschaft für Archäologie in Bayern e. V. hingewiesen.

Die Montagsvorträge sind mittlerweile etwas über die Spätantike und damit dem Zeitspektrum meines Blogs rausgerutscht, aber die Empfehlung für die Veranstaltungshinweise der Gesellschaft für Archäologie in Bayern e. V. will ich hier nochmal erneuern.

Veranstaltungen in den Münchner Museen sind jetzt im Museumsportal München zu finden. In meinem Beitrag über das Museumsportal hatte ich schon drei Museen genannt, in denen derzeit regelmäßig Veranstaltungen stattfinden: Die Archäologische Staatssammlung, in der Führungen und Vorträge zur aktuellen Ausstellung „Karfunkelstein und Seide - Neue Schätze aus Bayerns Frühzeit“ angeboten werden. Sowie die Antikensammlungen und die gegenüberliegende Glyptothek mit Mittwoch- bzw. Donnerstagabendführungen.

Nachzutragen sind die Veranstaltungen im Museum für Abgüsse Klassischer Bildwerke und im Ägyptischen Museum. Im Ägyptischen Museum ist die nächste im Museumsportal eingetragene Führung am 7.3. und im Museum für Abgüsse Klassischer Bildwerke am 09.03.2010.

Am morgigen Mittwoch, dem 3.3.2010, ist auch schon die Eröffnung der Ausstellung „Hoch über München – Luftbilder von Klaus Leidorf“ in der Galerie eigenArt in der Münchner Volkshochschule am Harras. Die Ausstellung dauert bis zum 23. April 2010. Auf die Webseite von Klaus Leidorf mit zahlreichen dort in der Kategorie „Archäologie“ zu findenden Luftbildern hatte ich schon in einem früheren Eintrag hingewiesen. Inwieweit von diesen Bildern welche in der aktuellen Ausstellung zu sehen sind, geht aus dem oben verlinkten Ankündigungstext nicht hervor. Klaus Leidorfs Lebenslauf als Luftbildarchäologe und Archäologieverlag-Gründer ist aber erwähnt, also ein bissel was davon sollte doch auch in der Ausstellung zu finden sein.

Weniger als 3 km vom Harras entfernt bietet eine Woche später der Euro-Arabische Freundschaftskreis (EAF) am 10.03.2010 im Zunfthaus in der Thalkirchnerstraße 76 den Vortrag „Libyen – Vom Akakus Gebirge nach Leptis Magna“ von Geri Schütz an. Themen sind Ghadames, die Hauptstadt des Garamantenreiches Jerma, 4-11.000 Jahre alte Felsmalereien und Felsgravuren und der antike Städtebund Sabrata, Leptis Magna und Oea.

Im April folgt ein von Jörg Waste gestalteter Abend über die „Küste Lykiens“, im Mai und Juni Felicitas Braun und Johannes von Mikus jeweils mit dem Reiseziel Ägypten. Trauen Sie sich ruhig zu diesen Freunden hin, ich habe mich bei meinem Euro-Arabischen Abend bei dem Freundschaftskreis sehr wohl gefühlt.

Jetzt kommt die Münchner Volkshochschule. Wie in meinem letztjährigen Hinweis deutlich wurde, mag ich deren Suchfunktion nicht unbedingt, die Aufstellung beansprucht keinen Anspruch auf Vollständigkeit.

Generell sind die Volkshochschulen aber schon ein Tipp, insofern ist meine Aufstellung auch als Anregung zu verstehen, das Programm der nahegelegenen Volkshochschulen zu durchforsten. Die Mehrzahl ist zumindest für die Münchner Leser angebracht, oft sind Veranstaltungen angrenzender Volkshochschulen bequem per S-Bahn erreichbar.

„Das Römische Weltreich Geschichte, Kultur, Religion“ findet leider schon ab morgen, 3.3.2010, in Schwabing statt und ist ausgebucht. Aber der Vortragskurs von Leo Maria Giani erstreckt sich über insgesamt 10 Mittwoche, bei Interesse hilft da vielleicht die Warteliste.

„Sizilien — Insel zwischen den Kontinenten“. Zum Stichwort „Sizilien“ findet man bei der MVHS gleich drei Einträge. Der genannte Vortrag von Dr. Detlef Haberland im Bürgerhaus Römerschanz Sizilien in Grünwald am 11.3.2010 enthält die klassischen Rundreiseziele, die man für eine Rundtour genannt bekommen würde, und noch einige Städte mehr. Wie er das in zwei Stunden schafft?

Noch einmal das Thema Libyen, am 18.3.2010 knapp über eine Woche später als der Vortrag von Geri Schütz beim EAF. Nun ein Vortrag von Gerhard Nörr im Bürgerhaus Römerschanz in Grünwald über „Tripolis, Sabratha, Leptis Magna“, „altgriechische Siedlungen wie Ptolemäis und Kyrene, Benghazi und die Ruinen von einst mächtigen ost- und weströmisch geprägten christlichen Basiliken und Taufkapellen“.

Ein Vortrag von Dr. Klaus Dürrich über „Jordanien - von den Nabatäern bis Lawrence von Arabien“ am 24.3.2010 im Gasteig. Stichworte „omayadischen Schlösser“, „ältesten Staudamm der Welt“, „römische und byzantinische Städte“, „Petra, Hauptstadt des Reiches der Nabatäer“.

„Seneca – Philosophie als Trost und Lebenskunst“. Eine Lesung von Beate Himmelstoß am 9.4.2010 im Gasteig.

„Amman - Beirut - Damaskus Metropolen im Nahen Osten“. Vortrag von Yvonne Schmitt mit den Stichworten „antike Hauptstadt der Ammoniter“, „römisches Amphitheater“, „prachtvolle Omayyadenmoschee, einst in byzantinischer Zeit als Basilika errichtet“. Am 17.4.2010 im Gasteig.

„Römisches Leben am Limes“. Eine Busexkursion am 22.4.2010 mit Dr. Marie-Louise Schmeer-Sturm und Dr. Gerhard Pfahler nach Aalen zum Limesmuseums. So weit so gut. Aber dann geht es noch zu einer Stiftskirche und zu einer barocken Klosteranlage. Nunja, die Volkshochschule wird das besser wissen, wie sie ihren Bus voll bekommt. Ich hätte das Limesmuseum Aalen zusammen mit einer Wanderung am Limes bspw. bei Rainau-Buch vorgezogen, siehe auch die Kombination der Ziele im hier besprochenen Buch Archäologie erleben.

Der nächste Libyen-Vortrag ist von Dr. Frank S. Becker am 5.5.2010 im Gasteig. Er hat wie Geri Schütz steinzeitliche Felszeichnungen im Programm sowie den „verlassenen Prunk römischer Städte wie Sabratha, Leptis Magna und Girza“.

Am 10.5.2010 der Vortrag „Schatzkammer Syrien mit einem Ausflug nach Baalbek“ wieder von Dr. Frank S. Becker im Gasteig. In der Schatzkammer findet man „frühgeschichtliche und späthethitische Städte neben römischen und byzantinischen Prachtbauten, frühislamischen Monumenten und gut erhaltenen Kreuzritterburgen. Ein Abstecher führt auch zu den römischen Riesentempeln von Baalbek (Libanon).“

„Bibliotheken der Antike“, ein Vortrag von Frau Dr. Christine Breuer am 9.6.2010 im Gasteig.

„Kelten, Römer, Schwaben - Exkursion nach Kempten“ per Bahn mit Reinhard Falter am 13.6.2010. Mit dem Bayernticket zum gallorömischen Tempelbezirk von Campodunum (Kempten) - genau das hatte ich auch schon vor, seit mindestens zwei Jahren.

Wer von meinen wiederholten Besuchen von Forstenrieder Park, Römerstraße und Keltenschanze Buchendorf nicht genervt ist, sondern stattdessen selbst dort in die Pedale treten will, der kann das am 13.6.2010 unter dem Titel „Wald und Kultur - eine Radltour durch den Forstenrieder Park“ mit Peter Müller tun. Den Peter Müller hatte ich in einem Eintrag zu Via Julia und Forstenrieder Park schon empfohlen.

Ein Stück frühere Römerstraße und die Keltenschanze Buchendorf gibt es auch auf der Radtour „Auf den Spuren der Kelten und Römer im Würmtal“ mit Reinhard Falter am 20.6.2010 zu sehen. Neben der Keltenschanze sind der (keltisch-)römische Brandopferplatz in der Nähe der Reismühle und das Hügelgräberfeld hinter dem früheren S-Bahnhof Mühltal Ziele dieser Tour.

Ebenfalls am 20.6.2010 ist „Die Roseninsel im Starnberger See“ Ziel einer Exkursion mit Ümit Schaul. Die jungsteinzeitlichen Besiedlungsspuren sind im VHS-Text erwähnt, in der Archäologischen Staatssammlung waren/sind glaube ich auch Funde von der Roseninsel ausgestellt.

„Das antike Rom am Ende der Ewigkeit: ein Weltuntergang vor 1600 Jahren“ Wie konnte ein als ewig geltendes Reich so plötzlich zusammenbrechen? Dr. Frank Stefan Becker zeichnet am 23.6.2010 im Gasteig ein spannendes Bild dieser Epoche und stellt die wichtigsten Theorien vor.

„Auf den Spuren der Kelten und Römer im Isartal“ führt Reinhard Falter am 11.7.2010 eine Radexkursion. Start ist bei der Burg Grünwald, nach Beschreibungstext müßte es von dort zur Römerschanze und dann weiter zu östlich der Isar liegenden Keltenschanzen gehen.

„Auf der Römerstraße von Gilching nach Schöngeising“ ist das Thema einer von Reinhard Falter geführten Wanderung am 1.8.2010. Geboten wird neben der Römerstraße eine Keltenschanze und zum Abschluß die „Sunderburg“ mit bronzezeitlicher Höhensiedlungsvergangenheit. Im Ankündigungstext sollte aber statt der Würm bei Schöngeising die Amper gekreuzt werden. Die Würm-Kreuzung der Römerstraße war schon auf Reinhard Falters Würmtal-Tour dran.

„Oman: Juwel unter der arabischen Sonne“. Im Oman sollen „prähistorische und kulturelle Zeugnisse und Schätze“ zu finden sein, und Horst Münzinger belegt nach Ankündigungstext mit seiner Fotodokumentation, „warum Kultur- und Geschichtsinteressierte hier auf ihre Kosten kommen“. Am 28.9.2010 im Gasteig.

Mittwoch, 6. Januar 2010

Münchner Montagsvorträge und andere bayerische Veranstaltungen

Mit einem Vortrag von Dr. Martin Pietsch über die Römerstraßenforschung im südlichen Oberbayern beginnen am 18. Januar die „Montagsvorträge zur Denkmalpflege 2010“ im Bayerischen Landesamt für Denkmalpflege, der Beginn ist jeweils um 19.00 Uhr, der Eintritt ist frei.

Das Programm der aktuellen Montagsvorträge findet man als pdf-Datei auf der Website des Landesamts. Zudem weist auch die Gesellschaft für Archäologie in Bayern e. V. auf diese und weitere Veranstaltungen übersichtlich nach bayerischen Regionen geordnet auf ihrer Website hin.

Samstag, 10. Oktober 2009

Spätantike im Münchner „Zunfthaus“

Nächsten Mittwoch, 14. Oktober 2009, präsentiert Frank Stefan Becker im Münchner „Zunfthaus“ in der Thalkirchnerstr. 76 im Rahmen des Euro-Arabischen Freundeskreises e.V. (EAF) seinen neuen historischen Roman „Sie kamen bis Konstantinopel“.

Auch sein neuer Roman spielt wieder in einer Umbruchszeit. Im 7. Jahrhundert n. Chr. versinkt Europa in der Barbarei und im Osten stürmen die islamischen Glaubenskrieger voran. Rom erlebt die Romanheldin als gespenstische Ruinenstadt, in Sizilien trifft sie auf den größenwahnsinnigen Kaiser Konstans, und von dort wird sie von Piraten nach Damaskus verschleppt.

Frank Stefan Becker will am Mittwochabend diese faszinierende Zeit beschreiben, Passagen aus seinem neuen Buch lesen und Dias der Omayadenbauten in Syrien, Israel und Jordanien zeigen. Ich kenne ihn von mehreren Vorträgen bei der Münchner Volkshochschule als sehr versierten Vortragenden, so daß ich eine schöne und gelungene Veranstaltung erwarte.

Meine Verwendung seines Namens zur Demonstration der MVHS-Suchfunktion war seinerzeit nicht mit ihm abgesprochen, mein jetziger Veranstaltungshinweis hingegen schon. D.h. der EAF und Frank Stefan Becker würden sich über Ihren Besuch freuen! Das Treffen beginnt ab 19 Uhr, der Vortrag dann ab 20 Uhr, der Eintritt ist frei.

Noch ein paar weiterführende Links:

Die Terminliste des EAF.

Die Gaststätte Zunfthaus München .

Ein recht interessantes Interview von Ricarda Ohligschläger mit Frank Stefan Becker in ihrem Literaturnotiz-Blog. Es handelt von seinem Weg zum Autor historischer Romane, von seinem neuen Buch, seiner Arbeitsweise und seinen zukünftigen literarischen Plänen.

Das Buch auf der Verlags-Website beim Zabern-Verlag. Hier finden Sie auch eine Leseprobe.

Eine Rezension des Buchs von Lars Perner bei Media-Mania.de.

Ein Link zum Autorenkreis Historischer Roman Quo Vadis, dessen Sprecher Frank Stefan Becker zwei Jahre lang gewesen ist. Und zu Jokers Historica. Dort finden sich in Kooperation mit Quo Vadis entstandene historische Kurzgeschichten als kostenlose MP3-Downloads, eine der Geschichten ist von Frank Stefan Becker.

Schließlich ist noch auf mehrere Veranstaltungen bei der Volkshochschule München zu verweisen. Mit der von mir beschriebenen Vorgehensweise gelangen Sie aktuell noch zu sieben buchbaren Vorträgen von Frank Stefan Becker, der Nächste hat das Thema „Tunesien - mehr als Sonne und Strand“ und ist schon am kommenden Dienstag, 13. Oktober 2009.