Donnerstag, 5. Februar 2009

Vergangenheitsausflug via Volkshochschule

Die Suchfunktion der Münchner Volkshochschule auf www.mvhs.de ist für mich fast wie der Kaffeeautomat in Kottan ermittelt. Tausendmal habe ich in die „Schnellsuche“ einen Suchtext eingetippt und dann die Return-Taste berührt. Passiert ist nichts, ich hätte stattdessen das „Suche starten“-Feld anklicken müssen. Bei der „Volltextsuche“ erinnere ich mich an das Anklicken und vergesse das notwendige Häkchen. Und letzten Montagmorgen, dem Programmveröffentlichungs- und Anmeldestarttag für das Sommersemester, habe ich es nicht einmal geschafft einen Dozentennamen via „Schnellsuche“ zu finden. Abends zu zweit ging das. Trotzdem glaube ich noch nicht, daß die Suchfunktion wie der Kottan'sche Kaffeeautomat personalisiert ist, sondern an irgendwelche datenbanktechnisch ungegrabene Startlöcher.

Gesucht habe ich Montag morgens den Namen „Becker“. Dr. Frank Stefan Becker war der freundliche, engagierte und kompetente Dozent des letzten Vortrages an der VHS, den wir uns angehört haben: „2000 Jahre Rom — Aufstieg, Fall und Renaissance“. Gefunden, wie gesagt sicher eine zeitlich befristete Umstellung, habe ich beim Suchwort „Becker“ nur einen Vortrag über Frau Modersohn-Becker. Mittlerweile funktioniert die Suche und liefert 26 Treffer — neben Frau Modersohn-Becker im Kurstitel auch verschiedene Dozenten Becker. Suche ich mit „Frank Becker“ wird die Suche perfekt. Montagmorgen habe ich dann mal statt „Becker“ „Römer“ eingegeben. Das ergibt über 150 Treffer wegen den Veranstaltungsorten im Bürgerhaus Römerschanz und in der Römerstraße, es gibt sogar eine Frau Römer. Habe ich ein Glück, daß der Herr Becker nicht Herr Bäcker heißt. Bei der Suche nach „Bäcker“ gibt es über 350 Treffer wegen dem Veranstaltungsort Bäckerstraße. Später entdeckt: „Bäcker“ in Hochkomma angeben reduziert die Menge auf einen alleinstehenden Bäcker.

Jedenfalls, wenn diese Hürde überwunden ist, wird alles höchstwahrscheinlich gut: sehr interessante Kurse, Sie können sich online anmelden, und die zu diesem Blog passenden Kurse sind oft nicht so heiß begehrt, manchmal können Sie noch bis zum Kurstermin und sogar noch vor Ort eine Karte erwerben. Sie sollten bei Voranmeldung eine Telefonnummer mit Anrufbeantworter hinterlassen, dann kann noch relativ kurzfristig bei Ihnen abgesagt werden, wenn der Kurs nicht stattfindet. Das Beste: Sie müssen keine Studienarbeiten schreiben und werden auch nicht benotet.

Ich gebe mal einige Kurstitel und einen Themenbereich zur Weitersuche für Sie vor — Sie werden sicher mehr als ich finden. Suche im Text zur Veranstaltung funktioniert gerade (bei mir) nicht, also trotz Volltext-Versprechen bringt z.B. „Keltenschanze“ „0 Treffer“, obwohl die Keltenschanze Buchendorf in den Texten vorkommt zu den Radtouren „Tritt für Tritt entlang der alten Römerstraße“ und „Auf den Spuren der Kelten und Römer im Würmtal“ sowie zwei „Keltenschanzen“ in der Wanderung „Die Aubinger Lohe und ihre Sagen“. Weitere Kurstitel wären „Nebel, Sümpfe, schreckliche Wälder — Rom in Germanien“, das oben erwähnte, aber von zwei auf einen Abend verkürzte „2000 Jahre Rom — Aufstieg, Fall und Renaissance“. Weiter „Das Aristotelisch-Ptolemäische Weltbild der Antike“, „Einführung in das philosophische Denken der Antike — Denken als Lebensform und Lebenskunst“, „Hades, Elysium und Seelenwanderung — Das Jenseits in der griechischen Antike“, „Auf den Spuren der Antike in der Westtürkei“, „Literarische Klassiker: Ovid — Metamorphosen“, „Die Villa rustica bei Leutstetten“. Sehr ergiebig der Bereich „Kunst und Kultur in Europa“, zu dem Sie sich im Gesamtprogramm via „Kultur, Kunst, Kreativität“ und „Kunst- und Kulturgeschichte“ vorhangeln müssen. Hier finden sich zwei Streifzüge „durch die Archäologie“, „Römisches Leben am Golf von Neapel“, „Glanz und Elend des Imperium Romanum“, „Zypern von der Jungsteinzeit bis zum Ausgang der Antike“ und „Römische Villen“.

1 Kommentar:

Anonym hat gesagt…

Danke für die positive Erwähnung, das hat mich gefreut!
Zum Thema Spätantike: Im August erscheint mein drittes Buch, das den Titel "Sie kamen bis Konstantinopel" tragen wird und im 7. Jh. spielt.

Viele Grüße

Frank S. Becker