Montag, 20. Mai 2013

Limeswanderer Werner Lang erreicht Regensburg

Werner Lang hat alle Etappen vom rheinland-pfälzischen Rheinbrohl bis zum bayerischen Eining bewältigt und ist mittlerweile entlang des „nassen Limes“ bis zu seinem Ziel Regensburg gelangt.

Bilder der letzten Strecke von Werner Lang nach Regensburg finden sich in den News seiner Limeswanderweg-Website. Michael Körner berichtet auf der Fernwanderer-Website von den letzten 3 Wegstunden zusammen mit dem als Legionär ausgerüsteten Josef Geisberger von der Gruppe Momentum Vividum. Und in der Mittelbayerischen beschreibt ein Artikel den „Einmarsch in Castra Regina“. Werner Langs Limeswanderweg-Website bietet neben zahlreichen weiteren Informationen zur Tour und allgemein zum Limeswanderweg und zum Limes zahlreiche Fotos von der Wanderung in der Fotogalerie.

In meinen „Wanderungen und Radtouren“ hatte ich im Februar 2012 von der Limeswanderung von Rolf Bierwirth zur Limeswanderung von Werner Lang mit der Formulierung „Werner Lang hat sich auf die Spuren von Rolf Bierwirth begeben“ übergeleitet. Ich hoffe ich darf aus den Mails von Werner Lang und Rolf Bierwirth zitieren, daß Werner Lang auf der Suche nach Informationen zum Limeswanderweg den Limeswanderung-Blog von Rolf Bierwirth gefunden hat und mit ihm eine Etappe in der Wetterau gewandert ist. Die Quelle des Limesordens, den Rolf Bierwirth erhalten hat - es ist die erste „News“ von Werner Lang und ich hatte am Ende meines Blog-Eintrags über die Herkunft des Ordens gerätselt - ist Werner Lang. Rolf Bierwirth hat mir geschrieben, daß er den Anhänger nun immer bei Wanderungen dabei hat.

Daß Werner Lang nicht wie Rolf Bierwirth seine Wanderung schon nach Erreichen der Donau beendete, sondern weiter bis Regensburg gelaufen ist, erschließt sich sich aus den verlinkten Artikeln und dem auf Limeswanderweg.info genannten Geburtsort. Daher wohl auch die besondere Wichtigkeit die Limeswanderung trotz Sturzverletzungen am 70. Geburtstag in Regensburg zu beenden.

Herzliche Gratulation zum erreichten Ziel und zum Geburtstag! Ich hoffe die Hand und das Knie sind auf dem Weg der Besserung und Werner Lang bleibt uns mit neuen Projekten erhalten!

Mittwoch, 8. Mai 2013

Gemischte Links, Teil 2

Marcellina hat das Rätsel gelöst, auf welchen Römerstein sich der Straßennamen „Am Römerstein“ in Gilching bezieht, und mich dabei sehr freundlich erwähnt. Da sage ich vielen Dank und fange natürlich den zweiten Teil der „Gemischten Links“ mit ihrem „At The Roman Stone“ an. Wer die Römersteine selbst vor Ort besichtigen will, sollte sich zuvor die Website „Zeitreise Gilching“ wegen weiteren Zielen in der Gegend ansehen.

Bauplatz Gymnasium Grünwald

Am 12. Mai ist internationaler Museumstag (und Muttertag!!). Das Angebot der Museen ist sehr unterschiedlich, wenn sich meine Stichprobe verallgemeinern lässt. Einmal Führungen, die zusätzlich zum Eintritt etwas kosten, einmal Führungen ohne Preisangabe bei freiem Eintritt. Also alle mal selbst auf der passenden Website nach den favorisierten Museen suchen: in Deutschland, der Schweiz und in Österreich.

Bauplatz Gymnasium Grünwald

Wer dagegen Auslauf im Freien braucht, für den ist vielleicht ein Archäopark das Richtige. Da gibt es seit letzter Woche mit dem „Archäopark Vogelherd“ einen neuen (Stichworte: Vogelherdhöhle, Lonetal, nordöstlich von Ulm, Autobahnnähe).

Wildschweine in der Grünwalder Sauschütt

Am vorletzten Donnerstag ist in Berlin die Ausstellung „Uruk 5000 Jahre Megacity“ eröffnet worden. Außer auf der Website selbst kann man sich mittels der umfangreichen Linkliste im „Pressespiegel“ informieren. Von der Ausstellung hatte ich im Vorfeld etwas über den Twitter-Account von Artefacts Berlin mitbekommen. Auf der Website von Artefacts Berlin sollte man außer auf die Visualisierungen auch mal auf den „Blog“ klicken. Da gibt es Einträge zur aktuellen Uruk-Ausstellung und auch eine „Do you speak Turkish?“-Anfrage zu einer früher realierten „website on the prehistoric rock paintings of the Latmos Mountains in Western Turkey“. Die Website gibt es mittlerweile auch in einer türkischen Sprachversion, „So, if you have any Turkish friends who might be interested, please share this link to the Latmos Website: http://latmos-felsbilder.de/“.

Wildschweine in der Grünwalder Sauschütt

Via Artefacts Berlin und Retweets zur Urukausstellung bin ich auf den Twitter-Account von Prof. Markus Hilgert und von da auf der Website Materiale Textkulturen gelandet. Und von dort bin ich auf das Video portrait of Leyla Lau-Lamb, Senior Conservator of Books and Papyri at the University of Michigan Library gestoßen.

Wildschweine in der Grünwalder Sauschütt

Zu Berlin vielleicht noch schnell das Video von der „Gipsformerei der Staatlichen Museen zu Berlin“, nach dem Text auf der Youtube-Seite ist die Gipsformerei der Staatlichen Museen zu Berlin „die weltgrößte Institution dieser Art“. Ich vermute, daß die Gipsformerei mit den Werken in dem „Verkaufskatalog“ auf der Website der Abguss-Sammlung Antiker Plastik Berlin in Verbindung steht. Auf den Verkaufskatalog hatte ich schon einmal 2009 in „Drei Grazien für 125 Euro“ hingewiesen. Den Hinweis auf das Video der Gipsformerei habe ich über den Twitter-Account von „prometheus – Das verteilte digitale Bildarchiv für Forschung und Lehre e.V.“ bekommen.

Wildschweine in der Grünwalder Sauschütt

Die Zwischenstationen klingen für die Social-Media-Fernen etwas umständlich, man kann sie aber auch als hilfreiche Filter sehen. Finde ich einen Hinweis von Artefacts oder Prometheus, dann lese ich mir das durch. Im Idealfall funktioniert das wirklich so wie in einem Globalen Dorf, in dem man mehr von dem was einen interessiert mitbekommt als das früher mit den klassischen Medien möglich gewesen wäre. In dem Sinne müßte also idealerweise der Link zu Singularch schon irgendwie bei jemand aus der Nachbarschaft des neuen Grünwalder Gymnasiums, bei einem der zukünftigen Lehrer oder bei einem Schüler gelandet sein. Von da aus sollte er weiter in die Anwohner-, Lehrer- oder Schüler-Runde gegeben werden und die Interessierten picken sich das wieder heraus.

Wildschweine in der Grünwalder Sauschütt

Die archäologische Ausgrabung auf dem Baugelände des Grünwalder Gymnasiums war letztes Jahr in den Zeitungen und sogar im Bayerischen Rundfunk. Nichts Sensationelles, eher eine interessant gemachte Information der Bevölkerung, hier die damalige Pressemitteilung des Bayerischen Landesamts für Denkmalpflege: „Unerwartete Einblicke in die Vorgeschichte Grünwalds“ (pdf). Zumindest die Überschriften der weiteren Pressemitteilungen des Amts kann man sich bei der Gelegenheit auch durchsehen. Wir sind letztes Jahr zwei Mal an dem Gelände auf dem Weg zur Grünwalder Sauschütt vorbeigeradelt. Beim ersten Mal war schon Feierabend. Da gab es zumindest noch einen Archäologen-Container, auf den uns ein Anwohner hingewiesen hat. Und beim zweiten Mal sah es überhaupt nicht mehr nach Archäologie auf der Baustelle aus (da sind alle hier verwendeten Fotos entstanden). Ich kannte den langen Bericht von einer früheren Ausgrabung bei der nahen Tiefgarage (die Singularch-Referenzen nach unten scrollen) und hoffte deshalb auch auf einen umfangreichen Grabungsbericht vom Baugelände des Grünwalder Gymnasiums. Ich finde es ganz toll mit 33 Sternchen (ein Stern für jede Seite des Grabungsberichts), daß der jetzt tatsächlich so umfangreich eingestellt wurde.

Wildschweine in der Grünwalder Sauschütt

Ein paar schon länger liegende Links, die ich jetzt loswerden will: der zum Blog ARbanning archaeology in the Rhine-Meuse region und der zu einer Website über die Kelten im Siegerland. Im ARbanning-Blog finden Steinzeitfreunde umfangreich ausgearbeite Informationen und jede Menge weiterführende Links. Die zweite Website „beschäftigt sich mit dem Siegerland der Antike von 800 bis 100 v.Chr., der Eisenzeit“ und schließt eine Lücke in meinem Blog - ich glaube ich habe nie Kelten in der Gegend erwähnt.

Wildschweine in der Grünwalder Sauschütt

Noch zwei Ausstellungshinweise: In Basel wurde die Petra-Ausstellung bis zum 20. Mai verlängert, dazu gibt es in „Ancient History Encyclopedia“ einen Beitrag. Und in München gibt es ein ArchaeoBioCenter und von dem ist aktuell die Sonderausstellung „Vom Kleinen Teil zum Großen Ganzen, Fragen und Antworten zur Umwelt und zum Leben Alter Kulturen“ im Staatlichen Museum Ägyptischer Kunst in der Residenz zu sehen. Näheres in diesem Flyer (pdf).

Wildschweine in der Grünwalder Sauschütt

Abschließend noch zwei Entdeckungen kurz vor meinem Redaktionsschluß: „Not the Hagia Sophia“ beschäftigt sich mit einer „Dokumentation über die in Istanbuls ältesten Stadtteils Fatih beheimatete Hagia Sophia“. Und in der Kult-Urzeit von Rainer Steinke gibt es tolle Fotos von Megalithen, Lochsteinen, Kultplätzen und Druidenhainen.

Freitag, 26. April 2013

Gemischte Links, Teil 1

Ich mache mit dem Steintor von der Heuneburg weiter, mit dem ich im letzten Beitrag aufgehört habe. Neiiiin, kein ungeliebtes Zusammensuchen aktueller Heuneburg-Informationen, jetzt kommen nur olle Kamellen. Das Steintor liegt beim Freilichtmuseum. Bild 1 sollte den Zustand bei meinem Besuch Anfang August 2009 zeigen. Irgendwie hatte ich das mit dem Steintor damals nur halb mitgekriegt und das Foto auf die Schnelle gemacht. Das Gelände des Freilichtmuseums liegt etwa von der Kamerarichtung 90 Grad nach rechts. Am linken Rand des Bildes ist ein Stück der Zufahrtsstraße zu sehen, links davon liegt der große Parkplatz des Freilichtmuseums. Mittels dem aktuellen Luftbild in Google Maps kann man gut erkennen, daß sich beim Steintor zwischenzeitlich etwas getan hat. Einfach nach „Heuneburg“ suchen und reinzoomen.

Heuneburg-Tor

Beim Schwäbischen Heimatbund geht es unter dem Titel „Die Zukunft der Heuneburg ist gesichert“ um dieses Steintor, in dem Artikel als „Stadttor“ bezeichnet. Zum Artikel sehe ich links das Datum 12.10.2011, das ist also vor den aktuellen Diskussionen um die Zukunft des Freilichtmuseums. Interessant ist die gedankliche Linie vom Schutzhaus für das Stadt- bzw. Steintor zum Archäologiepark und der „Zusammenfassung der Funde direkt auf dem Gelände der Heuneburg“. In diesem größeren Zusammenhang muß man wohl auch die in meinem letzten Beitrag zitierte Anfrage nach einem eventuellen weiteren Landesmuseum sehen. Sehenswert sind die beiden im Artikel des Schwäbischen Heimatbunds verlinkten Videos zum Stein-/Stadttor bzw. der Toranlage: das Erste ist auf der Website der Förderstiftung Archäologie in Baden-Württemberg im Abschnitt zur Heuneburg eingebunden, das Zweite wurde von der „DenkmalpflegeBW“ bei Youtube eingestellt.

Grabhügel der Gießübel/Talhau-Gruppe

Zu der im letzten Beitrag angesprochenen Frage nach dem Verbleib der wertvollsten Funde ist noch anzumerken, daß im Falle der „Keltenwelt am Glauberg“ ein Museum vor Ort realisiert wurde, in dem nach der Wikipedia „alle Originalfunde einschließlich der Stele des keltischen Kriegers zu sehen“ sind. Im Keltenmuseum Hochdorf ist die bekannte Grabkammer des „Keltenfürsten“ eine mit Repliken aufgebaute Rekonstruktion, die Orginale sind glaube ich abgesehen vom Skelett des „Keltenfürsten“ im Landesmuseum Württemberg. Wenn also das „Fürstinnengrab“ eine ähnliche Bekanntheit hergibt, dann müßte doch zumindest auch so eine Rekonstruktion für die Heuneburg herausspringen und entsprechend plaziert werden. Raum genug dafür sollte im Museum in Hundersingen vorhanden sein.

Baumburg

Meine Fotos habe ich alle am Tag des „Bienenmarkts auf der Heuneburg“ 2009 aufgenommen. Via dem Label Heuneburg findet man die bisherigen im Blog veröffentlichten Bilder. Auf Bild 2 ist einer der Grabhügel der Gießübel/Talhau-Gruppe zu sehen. Den habe ich etwas herangezoomt von einem Standort beim Lehenbühl bei Hundersingen aus aufgenommen. Der vom Museum in Hundersingen kommende Rundweg führt zunächst am oberhalb der Donau befindlichen Lehenbühl und an der Baumburg vorbei. Der Weg entfernt sich dann ab der Baumburg von der Donau (Bild 3 zeigt die Baumburg aus der Entfernung) und kommt am entferntesten Ende des Parkplatzes beim Freilichtmuseum an. Vom Freilichtmuseum führt der Rundwanderweg an der Gießübel/Talhau-Grabhügelgruppe vorbei zum Hohmichele. Den hatte ich schon im Blog, dieses Mal gibt es ein vom Hohmichele aus aufgenommenes Bild in Richtung „Kleiner Hohmichele“. Der „Kleine Hohmichele“ soll bei der Baumgruppe in der Bildmitte liegen. Bild 5 zeigt die Erhebung vom vorbeiführenden Weg aus. Der „Kleine Hohmichele“ wird ebenfalls zu den Großgrabhügeln gezählt. Seine Höhe soll nach mündlicher Quelle auch dadurch gelitten haben, daß einem Landwirt erlaubt wurde davon Erde abzutragen.

Kleiner Hohmichele

In Bayern könnte man nun nachsehen, wie weit man die Verhältnisse vor Ort mit dem BayernViewer-denkmal bzw. dem BayernAtlas nachvollziehen kann. In Baden-Württemberg gibt es das Geoportal Baden-Württemberg, wie ich der Zusammenstellung „Die Bundesländer und ihre Online-Kartendienste für topografische Karten“ von Stephan Gröschler entnehme. Ich habe ein wenig herumprobiert und es immerhin geschafft, zwei offenbar „geotouristische“ Markierungen auf die Karte zu bekommen - auf Hundersingen und auf die Heuneburg jeweils einen kleinen blauen Kreis mit einem „M“. Aber ich sehe auf die Schnelle nicht, wie man an Infos zu den Markierungen kommt und an Markierungen der Grabhügelfelder kommt man so offenbar auch nicht. Informativ ist es trotzdem etwas - man sieht wie nah das nächste „M“ in Mengen ist. Zu diesem Museum hatte ich schon mal die „Leckeren Grüsse von Apicius“ von Reinhold Siegel verlinkt.

Kleiner Hohmichele

Die Links sind natürlich auch immer so gedacht, daß man bei Gefallen auf den Websites herumstöbert und sie weiter verfolgt. Bei Stephan greife ich noch die Keltenfeste 2013 heraus. Bei Hiltibold „Haare färben im antiken Rom“ und „Du hast die Haare schön: Rekonstruierte Frisuren aus dem antiken Rom“. Aus dem Burgerbe-Blog von Jan Popp-Sewing den Hinweis auf die Ausstellung „Ausstellung auf Schloss Gottorf: Das Nydamboot, ein germanisches Wassertaxi“ und von Markus Zwittmeier „Karl der Große auf Arte“. Karl der Große ist natürlich nach meiner Zeit und davon findet sich bei Markus Zwittmeier jede Menge, aber er hätte das vermutlich genauso über den zuvor auf Arte gelaufenen Abend mit den Römern in Britannien schreiben können. Die Filme dürften genau auf demselben Niveau gewesen sein.