Samstag, 21. September 2019

Burg Langensteinbach / „Römerturm“

Ein paar Schritte entfernt von der im letzten Blog-Eintrag gezeigten St. Barbara-Kapelle befinden sich die konservierten Überreste der Burg Langensteinbach. Wenn man den zur St. Barbara-Kapelle als letztes Foto gezeigten Blick vom Turm nach rechts unten senkt, landet man beim ersten Foto dieses Eintrages.

Burg Langensteinbach / Römerturm
Burg Langensteinbach / Römerturm
Burg Langensteinbach / Römerturm

Bei der Burg Langensteinbach handelte es sich laut Wikipedia um eine Turmburg, die zwischen etwa 1100 und dem 13ten Jahrhundert genutzt worden ist.

Burg Langensteinbach / Römerturm
Burg Langensteinbach / Römerturm
Burg Langensteinbach / Römerturm

Warum man das Turmburgüberbleibsel „Römerturm“ und eine in der Nähe vorbeiführende Straße „Römerstraße“ genannt hat, kann ich nicht sagen. Römische Gebäudereste wurden zwar laut Vici.org nur eine kleine Wanderung von der St. Barbara-Kapelle und vom „Römerturm“ entfernt gefunden. Diese römischen Gebäudereste und die St. Barbara-Kapelle liegen aber deutlich entfernt südlich der durch das Gebiet führenden Römerstraße, die die römischen Siedlungen in Ettlingen und Pforzheim verbunden hat.

Freitag, 20. September 2019

St. Barbara-Kapelle Langensteinbach

Von der Langensteinbacher St. Barbara-Kapelle habe ich über die Jahrzehnte immer wieder mal etwas gesehen und gelesen. Meist nichts Neues, eher ab und zu mal wieder eine Art zur Bekanntheit der Barbara-Kapelle passende Erinnerung. Erklärbar ist die Bekanntheit der Kapelle vielleicht durch die Nähe zu Langensteinbach und die hier manchmal stattfindenden Veranstaltungen. Vielleicht auch durch Gäste des bei der Kapelle liegenden Bibelheims Bethanien oder Besucher des nahen Krankenhauses, die bei der Gelegenheit auch einige Zeit bei der Kapelle verbracht haben. Sicher ist auch die „eigene Straßenbahnhaltestelle“ eine gute Erklärung, durch die die Kapelle bestens in die Routen regionaler Wandergruppen eingebunden werden kann.

St. Barbara-Kapelle Langensteinbach
St. Barbara-Kapelle Langensteinbach
St. Barbara-Kapelle Langensteinbach

Ich bin selten auf der unten aus Langensteinbach herausführenden Straße vorbeigefahren. Öfters als Kind wegen einem Arbeits- und Hobbykollegen meines Vaters vorbeigefahren worden. Mein erstes eigenes Fahrzeug mit Verbrennungsmotor habe ich von einem damals etwa 250 Meter entfernt wohnenden Schulkameraden erworben. Sein altes Mokick - er war schon auf ein altes Auto umgestiegen. Und den Stecken, den ich jetzt auf meinem einzigen Foto von der Zeittafel entdeckt habe, hat ein Neffe von mir hingehalten. Da beginnt sich ein Kreis zu schließen.

St. Barbara-Kapelle Langensteinbach
St. Barbara-Kapelle Langensteinbach
St. Barbara-Kapelle Langensteinbach

Die St. Barbara-Kapelle Langensteinbach passt zeitlich nicht zu meinem Blog - ich habe es ja mit grauer Vorzeit bis Spätantike. Ich will daher an „Rotkäppchen, die Königin und kein böser Wolf - Märchen-Shooting die Zweite“ mit einer schwarzen und einer roten Frau bei der Barbara-Kapelle weitergeben.

St. Barbara-Kapelle Langensteinbach
St. Barbara-Kapelle Langensteinbach
Blick von der St. Barbara-Kapelle Langensteinbach

Mir aber eine Bemerkung zur hier umgehenden weißen Frau nicht verkneifen. Die weißen Frauen scheinen ja massenhaft unterwegs zu sein. Medienleuten mit minimaler Erfahrung müßte das auch bekannt sein. Aber die verbreiten das trotzdem so weiter, als ob das in allen Fällen ein Einzelphänomen wäre. Stattdessen sollte man vielleicht herausfinden, in welcher Zeit so etwas gern entstanden ist. Moritz E. Jacob hat beispielsweise eine Häufung von versunkenen Städten im 19ten Jahrhundert festgestellt („19 Deutsche Sagen des 19. Jahrhunderts über versunkene Städte“). Oder wie umfangreich diese Geschichten sind. Ein einfaches Nebelloch hat vielleicht nur eine bisweilen schemenhaft erkennbare weiße Frau ergeben. Eine Ruine wie die der St. Barbara-Kapelle oder des nahen Klosters Frauenalb schon ein komplexeres Wesen, das bisweilen sogar Leute anspricht oder nur für einen Teil einer vorbeilaufenden Gruppe sichtbar ist. Ich hoffe auf die Künstliche Intelligenz. Alle Weiße-Frauen-Geschichten reinwerfen und dann kommt die Antwort auf alle Fragen wieder heraus.

Dienstag, 3. September 2019

Gemischte Links

Am 12. September startet ein inhaltlich von mehreren europäischen Universitäten entwickelter MOOC zum Thema „Discovering Greek & Roman Cities“. Der MOOC soll kostenfrei auf Deutsch, Englisch und Französisch angeboten werden.

Am 8. September ist wieder Tag des offenen Denkmals. Der Denkmaltag ist aus meiner Sicht etwas durchwachsen. Manchmal gibt es nur verlängerte Öffnungszeiten oder zusätzliche Führungen, manchmal ist etwas zu sehen, was sonst nahezu nie zugänglich ist. Bei mir ergäbe sich häufig noch die Frage, ob ich fotografieren und die Fotos im Blog verwenden darf. Aber man suche selbst, vielleicht findet man seine persönliche Perle.

Auf die Schnelle habe ich als erstes Angebot in meinem favorisierten Zeitbereich die Villa rustica Leutstetten gesehen. Näheres zum Angebot findet auf der Denkmaltag-Website und in der Aktuelles-Rubrik der Gesellschaft für Archäologie und Geschichte - Oberes Würmtal e.V. Gauting. In dieser Aktuelles-Rubrik wird derzeit auch der Ortsspaziergang 2019 am Samstag, 7. September 2019 angekündigt. Der führt dieses Jahr durch Buchendorf, auch Nichtmitglieder dürfen bei dieser kostenlosen Veranstaltung mitmachen.

Das römische Gauting war wegen der aus Salzburg kommenden und über Raisting nach Epfach führenden Römerstraße sehr Epfach/Abodiacum-relevant. Häufig wird bei der auf Gauting von Osten her zuführenden Strecke aber die Verbindung von Salzburg zur damaligen Provinzhauptstadt Augsburg genannt. Vermutlich habe ich das bei meiner Serie um den Isar-Übergang bei Grünwald auch so gemacht. Richtig ist, daß es sich bis Gauting um dieselbe Straße handelt, die auch in Richtung Epfach, Kempten, Bregenz führte. Da ging es erst in Gauting auf zwei getrennten Römerstraßen in Richtung Westen weiter.

Daß diese Straßen von Gauting/Bratananium abgingen war klar. Genaueres über den Verlauf der Straße Richtung Epfach innerhalb Gautings scheint erst eine Ausgrabung 2016 erbracht zu haben. Wegen dem für die Presseverleger gemachten Leistungsschutzrecht habe ich keine Lust auf Zeitungen zu verlinken, aber man suche mal nach „Gauting Römerstraße“ und achte auf die 2016. Leider ist alles wieder zeitungshaft, also es gibt nahezu keine Fotos, man darf ja mit kostenlosen Online-Ausgaben nicht die Geld bringende gedruckte Ausgabe kannibalisieren. Obwohl es massenweise Grabungsfotos geben müßte und mittlerweile häufig Geo-Software und Drohnen im Einsatz sind. Also die Archäologen vor Ort müßten rein medienbedingt allein mit ihrem schon vorhandenen Material die Zeitungsartikel toppen können. Im vorliegenden Fall wäre eine online gestellte Karte der belegten und vermuteten Straßenteile ganz hilfreich. Eventuell kann man sich da aber mit dem Bayerischen Denkmal-Atlas behelfen, falls er mit den neuesten Erkenntnissen aktualisiert wurde. Der Bayerische Denkmal-Atlas zeigt aktuell für Gauting innerörtliche Strecken an.

Wegen dem „Gautinger Brandopferplatz“ hatte ich 2011 auch gemeckert: „Richtig traurig fand ich, daß auch vor Ort nichts an den Brandopferplatz erinnert.“ Ich fand es wirklich traurig, insbesonders auch im Zusammenhang mit den vielen Leuten, die seinerzeit zur nahen Mühltal- bzw. Bethenquelle oder zum noch näheren Grabhügelfeld mit dem „Grab der Seherin“ pilgerten.

Die rege Website und die vielen Aktivitäten der Gautinger Gesellschaft für Archäologie und Geschichte haben mich jetzt überrascht. Aber auch sehr gefreut, daß sich da jemand kümmert. Dieses Jahr wurden Infotafeln vor Ort installiert, die den Verlauf der Römerstraße und die Lage des Brandopferplatzes zeigen. Fotos von den Tafeln findet man derzeit auf der Website der Gesellschaft in der Rubrik „Archäologie“, dort weiter mit „Geschichte Bratananiums“. Zum Vergrößern der Fotos beachte man den dabei stehenden Hinweis „rechte Maustaste drücken und dann 'Grafik anzeigen' anklicken.“

Ab und zu schaue ich alte Blog-Einträge von mir an. Wenn ich damals Abschnitte sehr linklastig aufgebaut habe und die Links nicht mehr funktionieren, sehen solche Teile bisweilen sehr übel aus. Passend zu der Epfach und Augsburg verbindenden Via Claudia Augusta bin ich jetzt bei einem alten Hinweis auf das vor Augsburg liegende Königsbrunn gelandet, bei dem von elf Links sieben nicht mehr funktionierten, darunter neben den Königsbrunn-Links auch ein Abschnitt mit mehreren Links auf ergänzende Augsburger Ziele. Auf den neuen Webseiten der Stadt Königsbrunn sind nun ganz informative neue Videos zu meinen damaligen Stichworten Museum, Mercateum und Mithräum eingebunden. Ich habe die Königsbrunner Links durch die neuen Links mit den empfehlenswerten Videos ersetzt und den Augsburger Abschnitt ganz weggelassen.