Morgen startet in München in der Archäologischen Staatssammlung die Ausstellung „Im Licht des Südens“. Die Ausstellung will sich der „Begegnung und dem Kulturtransfer zwischen dem Mittelmeerraum und Zentraleuropa von der Steinzeit bis in die Zeit der Römer“ widmen und „stellt dazu über 500 einzigartige Exponate aus den berühmtesten Museen Italiens erstmalig prominenten Objekten aus den großen nordalpinen Museen gegenüber“.
Unbedingt zu beachten wäre das Begleitprogramm, da gibt es im Februar und März eine „Vortragsreihe am Donnerstag“. Die Vorträge wären wegen der „Eintrittskarte: 7,50 € inkl. Ausstellungsbesuch an selbst gewähltem Datum“ für die Vollzahler unter den Ausstellungsbesuchern kostenlos. Im Begleitprogramm werden auch die schon in den Mitteilungen der Freunde der bayerischen Vor- und Frühgeschichte angekündigten Sizilien-Reisen angeboten, ich hatte darauf im dritten Teil Selinunt hingewiesen. Sie finden nächstes Jahr im März und im Mai statt.
Wie zur Ausstellung „Luxus und Dekadenz — Römisches Leben am Golf von Neapel“ bietet die Archäologische Staatssammlung eine exklusive Abendöffnung inklusive Führung an, zusätzlich ist ein italienisches Catering möglich. Wie „Luxus und Dekadenz“ hat die Ausstellung eine eigene Website, auf der man das alles nachlesen kann, und eine Vorläuferausstellung in einem anderen Museum, das war in diesem Falle die Ausstellung „Le grandi vie delle civiltà“ im Castello del Buonconsiglio, Trient.
Donnerstag, 15. Dezember 2011
Samstag, 10. Dezember 2011
Das Memoro-Projekt
Laut der deutschen Projekt-Beschreibung ist „Memoro - Die Bank der Erinnerungen“ ein Non-Profit-Projekt, das sich der Sammlung von „Video- und Audioclips über Lebenserfahrungen und Erzählungen der Menschen widmet, die vor 1950 geboren sind.“ Damit man sich mehr darunter vorstellen kann, sollte man sich über die Startseite ein Video aussuchen und auch auf der Presse-Seite vorbeisehen. Hier empfehle ich zumindest den Mitschnitt eines Interviews im Deutschlandfunk mit Nikolai Schulz von Memoro Deutschland vom 12.11.2011.
Das Memoro-Projekt mit seinen vielen Zeitzeugenberichten liegt zwar wieder außerhalb meines Horizonts graue Vorzeit bis Spätantike. Aber zum einen hatte ich das Gefühl, daß so etwas im Umfeld von Mitmachweb und Internetökonomie einfach kommen mußte, und wollte das Projekt als beispielhaft erwähnen. Zum anderen lesen hier viele allgemein Geschichtsinteressierte mit und München ist überproportional in den Erinnerungen vertreten - es lohnt sich also ganz besonders zu stöbern. Das Projekt ist zwar international und ursprünglich in Italien entstanden, aber durch den deutschen Vertreter Nikolai Schulz dürfte München hierzulande etwas im Vorteil sein.
Zur Internetökonomie, da hatte ich ja einmal länger den „Long Tail“ in einem Blog-Eintrag („Filme, Filmchen, Videos“) verarbeitet. Grundgedanken sind, daß die Kosten von Bereithaltung und Verteilung gegen Null gehen und die Beschränkung auf eine lokale Kundschaft entfällt. Nikolai Schulz erwähnt dieses weltweite Interesse an seinen Videos in einem der Interviews. Also vermutlich Deutsch verstehende Bewohner ferner Länder, die an diesen Erinnerungen interessiert sind.
Um diese Produkte/Videos zu finden, sind nach Chris Andersons Buch über den „Long Tail“ Filter notwendig. Ein Filter in fernen Ländern wäre etwa ein deutschsprachiges Auswanderermagazin, das auf Memoro hinweist. Oder hierzulande in einer Seniorenwohnanlage Internetkurse gebende Studenten. Die wichtigsten Filter werden wohl Suchmaschinen sein, misst man nach den mit Abstand meisten zugeführten Besuchern. Und nachdem Google noch keinen gesprochenen Text durchsuchbar macht, ist es sinnvoll die Video-Beiträge zu verschlagworten und kleine Zusammenfassungen zu machen. Daß Nikolai Schulz das zu seinen Videos macht, erwähnt er im jüngsten Deutschlandfunk-Mitschnitt.
Das Übersetzungsproblem bleibt. Wir sind z.B. in Sizilien überall auf Gastarbeiter-Geschichten gestoßen. Die waren so vielgestaltig, daß man nicht glauben mag, daß sie von Geschichtswissenschaftlern in Büchern fassbar sind. Die Erinnerungen wären sicher hinsichtlich der von Nikolai Schulz erwähnten Firmengeschichten interessant. Es gibt aber eine Unzahl anderer Kombinationen - ein Aufseher in einem archäologischen Park erzählte uns davon, daß er lange in Rüdesheim gearbeitet hat, das könnte doch für viele Rüdesheim-Touristen interessant sein. Aber vielleicht muß man beim Übersetzungsproblem nur noch wenige Jahre warten. Die Spracherkennung scheint ja ebenfalls Riesenfortschritte zu machen, siehe neues iPhone. Vielleicht kommt bald ein Schlagzeile, daß Google auch den gesprochenen Text in Videos indizieren kann - Weltuntergangsstimmung in Deutschland, die dürfen sowas Schlimmes doch nicht machen - und irgendwann geht bei einfachen Sprechsituationen wie in den Memoro-Erinnerungen ein Zuschalten von automatischen Übersetzungen, die dann als Untertitel mitlaufen.
Im Interview erzählt Nikolai Schulz auch von seinen Schwierigkeiten, Leute zum mitmachen zu bewegen. Mitmachweb darf man sich also nicht so vorstellen, daß die Mitmachwoller kaum einzudämmen sind. Ich tippe zum Beispiel auf eine niedrige dreistellige Zahl von Zugriffen auf meinen Blog pro Kommentar und vermute, daß das „um Sonderfaktoren bereinigt“ bei anderen Blogs ähnlich ist. Ein mit mehr Aufwand als ein Kommentar gemachter Blog-Eintrag ist schwerer im Mitmachweb zu bekommen, ein Tweet bei Twitter ist schneller gemacht und wäre billiger zu haben. So eine nach Aufwand abgestufte Neigung den Hintern hoch zu bekommen ist in der Welt außerhalb des Mitmachswebs natürlich genauso zu beobachten - auf die 1.192 jährlichen Besucher des Archäologischen Museums der Oberpfalz in Amberg (Zweigmuseum der Archäologischen Staatssammlung) werden ein paar tausend mehr kommen, die sich nur überlegt haben das Museum zu besuchen. Ich würde auch vermuten, daß mehr als die 1.192 versucht haben, sich im Internet über das Museum zu informieren.
Wie bewegt man also die Leute dazu mitzumachen? Nikolai Schulz hat sie einfach auf der Straße gefragt. Stephan Gröschler macht jetzt eine Weihnachtsverlosung dreier Kalender. Das ist ein sehr gutes Angebot, er betreibt die Fotografie deutlich ambitionierter als wir. Er hat mir erzählt, daß er schon vor Sonnenaufgang zu bestimmten Stellen gefahren ist, um sie in der aufgehenden Sonne fotografieren zu können. Da setzen wir mehr auf Mitnahmeeffekte, also wenn zufällig gerade die Sonne aufgeht, wenn wir nach Frühstück etc. hinkommen, dann fotografieren wir das natürlich auch.
Museumsseitig war auch der Weihnachts-Tweetup vor drei Tagen ein sehr gutes Angebot. Für ein paar Tweets mit den Fachleuten unterwegs sein dürfen, wo kriegt man das sonst noch? In wenigen Jahren, wenn noch mehr mit Smartphones unterwegs sind, wird man das billiger bekommen wollen. Daß man im Museum zwar fotografieren, die Bilder aber nicht in das Internet einstellen darf, wird passé sein. Stattdessen machen die Museen Fotowettbewerbe und bitten ihre Besucher auf ihren Webseiten für Mobilgeräte und auf den Museums-Apps darum, mit Bildern versehene Kommentare in die Sozialen Netze zu stellen.
Abschließend ein Hinweis auf eine Besprechung des Films „Krieg der Götter“ durch Florian Machl bei Huscarl.at. Ich hatte den Film im Blog-Eintrag „Höhlenkunst“ erwähnt. Der Film läuft derzeit in München noch in drei Kinos, wie ich bei artechock sehe.
Und auf den schönen Text von Sam in ihrem Cantharis-Blog. Sie schreibt über den Besuch von Überresten früheren menschlichen Zusammenlebens auf andere Weise, als ich das machen könnte. Bei mir dürfte wohl stärker das Praktische zwischen den Zeilen durchscheinen. Im BayernViewer-denkmal sichten, was da ist, Fotoapparat und Vesper einpacken. „Disteln und das Brombeergestrüpp“? Gut, die Stiefel und die Hosen mit dem festeren Stoff brauche ich auch noch. Gerade jetzt in der Vorweihnachtszeit ist es doch viel schöner, stattdessen einen besinnlicheren Text zu lesen. Aber nächstes Jahr geht es wieder los, da brechen wir wieder durch das Unterholz, hmm?
Das Memoro-Projekt mit seinen vielen Zeitzeugenberichten liegt zwar wieder außerhalb meines Horizonts graue Vorzeit bis Spätantike. Aber zum einen hatte ich das Gefühl, daß so etwas im Umfeld von Mitmachweb und Internetökonomie einfach kommen mußte, und wollte das Projekt als beispielhaft erwähnen. Zum anderen lesen hier viele allgemein Geschichtsinteressierte mit und München ist überproportional in den Erinnerungen vertreten - es lohnt sich also ganz besonders zu stöbern. Das Projekt ist zwar international und ursprünglich in Italien entstanden, aber durch den deutschen Vertreter Nikolai Schulz dürfte München hierzulande etwas im Vorteil sein.
Zur Internetökonomie, da hatte ich ja einmal länger den „Long Tail“ in einem Blog-Eintrag („Filme, Filmchen, Videos“) verarbeitet. Grundgedanken sind, daß die Kosten von Bereithaltung und Verteilung gegen Null gehen und die Beschränkung auf eine lokale Kundschaft entfällt. Nikolai Schulz erwähnt dieses weltweite Interesse an seinen Videos in einem der Interviews. Also vermutlich Deutsch verstehende Bewohner ferner Länder, die an diesen Erinnerungen interessiert sind.
Um diese Produkte/Videos zu finden, sind nach Chris Andersons Buch über den „Long Tail“ Filter notwendig. Ein Filter in fernen Ländern wäre etwa ein deutschsprachiges Auswanderermagazin, das auf Memoro hinweist. Oder hierzulande in einer Seniorenwohnanlage Internetkurse gebende Studenten. Die wichtigsten Filter werden wohl Suchmaschinen sein, misst man nach den mit Abstand meisten zugeführten Besuchern. Und nachdem Google noch keinen gesprochenen Text durchsuchbar macht, ist es sinnvoll die Video-Beiträge zu verschlagworten und kleine Zusammenfassungen zu machen. Daß Nikolai Schulz das zu seinen Videos macht, erwähnt er im jüngsten Deutschlandfunk-Mitschnitt.
Das Übersetzungsproblem bleibt. Wir sind z.B. in Sizilien überall auf Gastarbeiter-Geschichten gestoßen. Die waren so vielgestaltig, daß man nicht glauben mag, daß sie von Geschichtswissenschaftlern in Büchern fassbar sind. Die Erinnerungen wären sicher hinsichtlich der von Nikolai Schulz erwähnten Firmengeschichten interessant. Es gibt aber eine Unzahl anderer Kombinationen - ein Aufseher in einem archäologischen Park erzählte uns davon, daß er lange in Rüdesheim gearbeitet hat, das könnte doch für viele Rüdesheim-Touristen interessant sein. Aber vielleicht muß man beim Übersetzungsproblem nur noch wenige Jahre warten. Die Spracherkennung scheint ja ebenfalls Riesenfortschritte zu machen, siehe neues iPhone. Vielleicht kommt bald ein Schlagzeile, daß Google auch den gesprochenen Text in Videos indizieren kann - Weltuntergangsstimmung in Deutschland, die dürfen sowas Schlimmes doch nicht machen - und irgendwann geht bei einfachen Sprechsituationen wie in den Memoro-Erinnerungen ein Zuschalten von automatischen Übersetzungen, die dann als Untertitel mitlaufen.
Im Interview erzählt Nikolai Schulz auch von seinen Schwierigkeiten, Leute zum mitmachen zu bewegen. Mitmachweb darf man sich also nicht so vorstellen, daß die Mitmachwoller kaum einzudämmen sind. Ich tippe zum Beispiel auf eine niedrige dreistellige Zahl von Zugriffen auf meinen Blog pro Kommentar und vermute, daß das „um Sonderfaktoren bereinigt“ bei anderen Blogs ähnlich ist. Ein mit mehr Aufwand als ein Kommentar gemachter Blog-Eintrag ist schwerer im Mitmachweb zu bekommen, ein Tweet bei Twitter ist schneller gemacht und wäre billiger zu haben. So eine nach Aufwand abgestufte Neigung den Hintern hoch zu bekommen ist in der Welt außerhalb des Mitmachswebs natürlich genauso zu beobachten - auf die 1.192 jährlichen Besucher des Archäologischen Museums der Oberpfalz in Amberg (Zweigmuseum der Archäologischen Staatssammlung) werden ein paar tausend mehr kommen, die sich nur überlegt haben das Museum zu besuchen. Ich würde auch vermuten, daß mehr als die 1.192 versucht haben, sich im Internet über das Museum zu informieren.
Wie bewegt man also die Leute dazu mitzumachen? Nikolai Schulz hat sie einfach auf der Straße gefragt. Stephan Gröschler macht jetzt eine Weihnachtsverlosung dreier Kalender. Das ist ein sehr gutes Angebot, er betreibt die Fotografie deutlich ambitionierter als wir. Er hat mir erzählt, daß er schon vor Sonnenaufgang zu bestimmten Stellen gefahren ist, um sie in der aufgehenden Sonne fotografieren zu können. Da setzen wir mehr auf Mitnahmeeffekte, also wenn zufällig gerade die Sonne aufgeht, wenn wir nach Frühstück etc. hinkommen, dann fotografieren wir das natürlich auch.
Museumsseitig war auch der Weihnachts-Tweetup vor drei Tagen ein sehr gutes Angebot. Für ein paar Tweets mit den Fachleuten unterwegs sein dürfen, wo kriegt man das sonst noch? In wenigen Jahren, wenn noch mehr mit Smartphones unterwegs sind, wird man das billiger bekommen wollen. Daß man im Museum zwar fotografieren, die Bilder aber nicht in das Internet einstellen darf, wird passé sein. Stattdessen machen die Museen Fotowettbewerbe und bitten ihre Besucher auf ihren Webseiten für Mobilgeräte und auf den Museums-Apps darum, mit Bildern versehene Kommentare in die Sozialen Netze zu stellen.
Abschließend ein Hinweis auf eine Besprechung des Films „Krieg der Götter“ durch Florian Machl bei Huscarl.at. Ich hatte den Film im Blog-Eintrag „Höhlenkunst“ erwähnt. Der Film läuft derzeit in München noch in drei Kinos, wie ich bei artechock sehe.
Und auf den schönen Text von Sam in ihrem Cantharis-Blog. Sie schreibt über den Besuch von Überresten früheren menschlichen Zusammenlebens auf andere Weise, als ich das machen könnte. Bei mir dürfte wohl stärker das Praktische zwischen den Zeilen durchscheinen. Im BayernViewer-denkmal sichten, was da ist, Fotoapparat und Vesper einpacken. „Disteln und das Brombeergestrüpp“? Gut, die Stiefel und die Hosen mit dem festeren Stoff brauche ich auch noch. Gerade jetzt in der Vorweihnachtszeit ist es doch viel schöner, stattdessen einen besinnlicheren Text zu lesen. Aber nächstes Jahr geht es wieder los, da brechen wir wieder durch das Unterholz, hmm?
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Freitag, 2. Dezember 2011
Weihnachts-Tweetup am 07.12.2011
Am nächsten Mittwoch findet gleichzeitig in München in der Krippensammlung des Bayerischen Nationalmuseums, in Mindelheim im Schwäbischen Krippenmuseum, in der Werkstatt eines Krippenschnitzers, einer Kirche und von einem Weihnachtsmarkt ein Weihnachts-Tweetup statt. Näheres ist beim „aufbruch. museen und web 2.0“ zu finden. Zu den Veranstaltungen in den Museen ist alles klar, Infos zu Krippenschnitzer, Kirche und Weihnachtsmarkt folgen noch.
Bei einem Tweetup treffen sich Twitterer zum gemeinschaftlichen Twittern. Eingeladen ist, wer ein twitterfähiges Smartphone mitbringt und einen Account bei Twitter hat. Das twitterfähige Smartphone habe ich nicht, also bin ich außen vor. Ich hätte es mir auch stressig vorgestellt, wie im Falle des letzten Tweetups in der Münchner Residenz eine Stunde lang die Residenz zu besichtigen, aufmerksam der Führung zu folgen und gleichzeitig noch zu versuchen geistvolle Kurzmeldungen über Twitter abzugeben. Aber diesen Ängsten hat Tanja Praske im Residenz-Blog widersprochen: „Massives und hoch konzentriertes Multitasking“ war zwar gefragt, es ist aber doch wohl überraschend viel zustande gekommen. In seinem Blog Iliou Melathron schreibt Dr. Christian Gries abstrahierender über das Geschehen in der Residenz. Er transzendiert es sogar etwas - „zwingen aber zur Konzentration, fast Kontemplation“, leuchtende Residenz, das erste Licht König Ludwigs I. - da bedauert man es geradezu nicht dabei gewesen zu sein. Einen ausführlichen Artikel über die Hintergründe des Museumsgezwitschers gibt es zudem noch in den FilmNewsBayern (Seite 6 der pdf-Datei).
Wie bei „aufbruch. museen und web 2.0“ angegeben, sind die Spielregeln beim Tweetup am nächsten Mittwoch etwas geändert. Im Fokus steht nicht das Museum, sondern eine „Weihnachtsgeschichte“, und in der Münchner Krippensammlung läuft man ohne Führung herum. Diese Krippensammlung ist ein echtes Highlight in München und im Bayerischen Nationalmuseum. Und wer selbst nicht so auf Krippen steht, muß die Sammlung natürlich trotzdem für seine passend interessierten München-Besucher kennen.
Ich halte die Tweetup-Idee für ganz gut. Ich könnte mir aber vorstellen, daß es für ihren Erfolg wichtig ist, daß auch genug Leute kommen, die nicht aus der Szene Museumsmitarbeiter/Dienstleister für Museen stammen. Also wer da Interesse hat, aber wackelig ist, möge sich einen Ruck geben und hingehen. In München verträgt sich das Twittern im Nationalmuseum (13 – 14.00 Uhr) übrigens glänzend mit der im letzten Blog-Eintrag erwähnten öffentlichen Führung über die Grabungsfläche am Marienhof um 15 Uhr. Bei der Führung könnte man gleich weitertwittern!
Bei einem Tweetup treffen sich Twitterer zum gemeinschaftlichen Twittern. Eingeladen ist, wer ein twitterfähiges Smartphone mitbringt und einen Account bei Twitter hat. Das twitterfähige Smartphone habe ich nicht, also bin ich außen vor. Ich hätte es mir auch stressig vorgestellt, wie im Falle des letzten Tweetups in der Münchner Residenz eine Stunde lang die Residenz zu besichtigen, aufmerksam der Führung zu folgen und gleichzeitig noch zu versuchen geistvolle Kurzmeldungen über Twitter abzugeben. Aber diesen Ängsten hat Tanja Praske im Residenz-Blog widersprochen: „Massives und hoch konzentriertes Multitasking“ war zwar gefragt, es ist aber doch wohl überraschend viel zustande gekommen. In seinem Blog Iliou Melathron schreibt Dr. Christian Gries abstrahierender über das Geschehen in der Residenz. Er transzendiert es sogar etwas - „zwingen aber zur Konzentration, fast Kontemplation“, leuchtende Residenz, das erste Licht König Ludwigs I. - da bedauert man es geradezu nicht dabei gewesen zu sein. Einen ausführlichen Artikel über die Hintergründe des Museumsgezwitschers gibt es zudem noch in den FilmNewsBayern (Seite 6 der pdf-Datei).
Wie bei „aufbruch. museen und web 2.0“ angegeben, sind die Spielregeln beim Tweetup am nächsten Mittwoch etwas geändert. Im Fokus steht nicht das Museum, sondern eine „Weihnachtsgeschichte“, und in der Münchner Krippensammlung läuft man ohne Führung herum. Diese Krippensammlung ist ein echtes Highlight in München und im Bayerischen Nationalmuseum. Und wer selbst nicht so auf Krippen steht, muß die Sammlung natürlich trotzdem für seine passend interessierten München-Besucher kennen.
Ich halte die Tweetup-Idee für ganz gut. Ich könnte mir aber vorstellen, daß es für ihren Erfolg wichtig ist, daß auch genug Leute kommen, die nicht aus der Szene Museumsmitarbeiter/Dienstleister für Museen stammen. Also wer da Interesse hat, aber wackelig ist, möge sich einen Ruck geben und hingehen. In München verträgt sich das Twittern im Nationalmuseum (13 – 14.00 Uhr) übrigens glänzend mit der im letzten Blog-Eintrag erwähnten öffentlichen Führung über die Grabungsfläche am Marienhof um 15 Uhr. Bei der Führung könnte man gleich weitertwittern!
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