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Donnerstag, 7. September 2023

Denkmaltag, Gilching und Germering

Eigentlich schaue ich gerade über die Isar in Richtung Münchner Südosten. Die Keltenschanzen dort habe ich schon länger nicht mehr besucht. Der Westen mit Gilching und Germering stünden bei mir zwar auch an, aber erst später einmal. Aktuell waren Gilching und Germering aber umfangreicher in den alten Medien, während ich mit meinen eigenen Sachen nachhänge. Also verlinke ich deshalb hier schnell mal auf die Arbeit der Germeringer und Gilchinger.

Starten will ich wegen der Dringlichkeit mit dem Tag des offenen Denkmals am nächsten Sonntag. Man möge die Angebote am besten selbst über die Website erkunden.

In Gilching ist der Verein Zeitreise Gilching e.V. sehr rege. Auf seiner Website hat er die genannten Medienberichte beim Merkur und der Süddeutschen Zeitung verlinkt. Daneben den Hinweis, daß man sich die Sonderausstellung „Schlacht bei Hoflach“ nur noch am jetzt anstehenden Denkmaltag ansehen kann.

Mit meinen unterlegten Links bin ich von der Vereinswebsite auf die des Museums „SchichtWerk - Zeitreisen im Wersonhaus“ gesprungen. Die Dauerausstellung dieses Museums wurde vom Verein Zeitreise Gilching e. V. in ehrenamtlicher Arbeit aufgebaut und eingerichtet. Man möge aber noch länger die Vereinswebsite erkunden. Da gäbe es bspw. Videos wie das von einem Vortrag von Stefan Kluthe unter dem Titel „Luftbildarchäologie – Geschichte aus der Vogelperspektive“. Auf die Videos kann man auch gesammelt über einen Youtube-Kanal zugreifen. Oder es gibt die äußerst interessante Rubrik „Kulinarische Zeitreise“.

Mitten durch Gilching verläuft die Trasse einer ehemaligen Römerstraße, die dann wenige Kilometer weiter unterhalb der keltischen Fünfeckschanze von Holzhausen vorbeiführt. Das neben Gilching liegende Germering ist zwar von dieser Trasse nicht betroffen, glänzt aber dennoch ebenfalls immer wieder mit neuen Funden. Ende letzten Jahres wurde von der Entdeckung eines bronzezeitlichen Brunnens berichtet.

Nach dem Bericht könnte der Fund „Ende 2023 im Museum der Stadt ausgestellt werden“. Das wäre dann das ZEIT+RAUM Museum am Rathaus, in dem derzeit bis 15. Oktober 2023 die Sonderausstellung „Spuren im Acker - Bodenschätze erzählen Geschichte“ zu sehen ist. Der unterstützende Verein des ZEIT+RAUM Museums am Rathaus ist der Förderverein Stadtmuseum Germering e.V..

Montag, 29. April 2019

Die Keltenschanze Holzhausen 1

Das Umfeld dieser zweiten nach dem Allinger Ortsteil Holzhausen benannten Keltenschanze hatte ich schon unter Verweis auf Stephan Gröschlers Anfahrtsbeschreibungen und seinem Bildmaterial in „Die keltische Fünfeckschanze von Holzhausen“ (da ging es um die Schanze Holzhausen 2) und in „Römerstraße bei Holzhausen“ beschrieben.

Keltenschanze Holzhausen 1
Keltenschanze Holzhausen 1

Von der Fünfeckschanze Holzhausen 2 sind es nur ein paar Fußminuten bis zur Keltenschanze Holzhausen 1. Die genauen Geokoordinaten gibt es wieder von Stephan in „Viereckschanze Holzhausen 1 (Gemeinde Alling)“. Wie schon erwähnt verwirrt bei seinem eingezeichneten Weg die Holzhausen-Nummerierung. Holzhausen 1 ist die südliche und im Bild untere Schanze. Ansonsten stimmt die Zeichnung und die von Stephan zu Holzhausen 1 angegebenen Geokoordinaten passen auch.

Keltenschanze Holzhausen 1

Laut Infotafel gehört Holzhausen 1 zu den am besten erhaltenen Schanzen in ganz Bayern. Die Augustmitte war aber wegen dem starken Bewuchs die falsche Jahreszeit um dies nachvollziehen zu können. Gut von allen Seiten sichtbar war eigentlich nur die Nordseite. Bild 2 zeigt den Anmarschpfad von Westen, von dem aus man ohne Blätter die Keltenschanze hätte sehen können. Der östliche Schanzenbereich war ebenfalls von jungen Buchen bewachsen. Das letzte Bild zeigt den Bewuchs im Bereich der Südostecke der Schanze. Ich bin bis dahin auf der Schanze geblieben, das Drumherumlaufen um die Schanze habe ich sein gelassen. Man genieße Stephans Foto- und Videomaterial.

Keltenschanze Holzhausen 1

Wegen der Häufigkeit der hiesigen Keltenschanzen sollte man ihre absoluten Besuchszahlen nicht unterschätzen. Lokale Anwohner kennen die Schanzen in ihrer Umgebung. Auf dem Waldweg durch die nahe Holzhausener Fünfeckschanze sind zu unserer Besuchszeit mehrere Spaziergänger durchgekommen. Gut erhaltene Schanzen werden gerne in thematisch ganz andere Führungen aufgenommen. So konnten wir mal einen ganz kurzen Halt einer Radlergruppe an der Keltenschanze im Laufzorner Holz miterleben. Die beiden Holzhausener Keltenschanzen sind, wie ich von einer Lehrerin mitbekommen habe, zusammen mit dem Amper-Tal Kandidaten für Schüler-Wandertage.

Keltenschanze Holzhausen 1
Keltenschanze Holzhausen 1

Diejenigen, die darüber hinaus dabei bleiben und eigens für Keltenschanzen eine längere Anfahrt für auf sich nehmen, werden dagegen eine Minderheit sein. Ich wurde aber da auch mal von der Empfehlung der „schönen Holzhausener Schanzen“ einer Münchner Archäologen-Ehefrau überrascht, die in einem ganz anderen Gebiet studiert und dann gearbeitet hat. Also es sind nur Erdwälle, aber wenn man Spass daran hat und es einen hinzieht, sollte man es sich nicht vermiesen lassen.

Keltenschanze Holzhausen 1

Es gibt einen relativ aktuellen Text von Caroline von Nicolai über die „Viereckschanzen in Bayern“, in dem die breite Verteilung der Schanzen im süddeutschen Raum gut veranschaulicht wird. In Bayern kann man mittels dem Bayerischen Denkmal-Atlas nach Schanzen in der Nähe suchen und deren Besuch ggf. noch mit Hügelgräbern oder wie im Holzhausener Fall mit einer ehemaligen Römerstraßen kombinieren. Die Denkmalnummer von Holzhausen 1 ist D-1-7833-0024.

Keltenschanze Holzhausen 1

Wie ich schon erwähnt hatte, gibt es auch zwei nach dem Straßlacher Holzhausen benannte Keltenschanzen und eine der beiden, Holzhausen 2, war Gegenstand von Grabungen, die lange die Diskussion in Richtung einer kultischen Interpretation der Schanzen bestimmte. Näheres dazu ist in „Sakral oder profan? Späteisenzeitliche Einfriedungen in Nordfrankreich und Süddeutschland“ (pdf) von Caroline von Nicolai zu finden.

Keltenschanze Holzhausen 1

Laut den „Magnetometrischen Untersuchungen an spätkeltischen Viereckschanzen in Bayern“ (pdf) von Karin Berghausen hat die untersuchte Straßlacher Schanze die Denkmalnummer D-1-8035-0021. Hierzu ist festzustellen, daß die Angabe der Denkmalnummer ungewöhnlich ist. Also normalerweise würde da nur auf Holzhausen 2 verwiesen. Passenderweise findet man im Denkmal-Atlas unter dieser Denkmalnummer nur die Beschreibung „Viereckschanze der späten Latènezeit“. D.h. es ist über den Denkmal-Atlas nicht herauszubekommen, daß es sich hier um die vielfach wegen den Ausgrabungen von Klaus Schwarz in der Literatur und auf veralteten Infotafeln erwähnte Schanze Holzhausen 2 handelt.

Keltenschanze Holzhausen 1
Keltenschanze Holzhausen 1

Interessant ist in diesem Zusammenhang, daß man teilweise auch noch veraltete Informationstafeln weiter- und wiederverwendet. Ich war da ja mal 2012 irritiert über eine neu aussehende Tafel bei der Keltenschanze Kreuzpullach. Nach dieser Tafel handelte es sich bei der Schanze um eine „Kultstätte des Volkes der Kelten“. Bis ich gepeilt hatte, daß man die Holzteile erneuert und die alte Informationtafel wiederverwendet hatte, die sich noch auf die sakrale Interpretation von Klaus Schwarz bezog.

Freitag, 19. April 2019

Die keltische Fünfeckschanze von Holzhausen

Die Fotos zeigen die Keltenschanze Holzhausen 2. Eine der beiden Keltenschanzen bei Holzhausen, Ortsteil der Gemeinde Alling im oberbayerischen Landkreis Fürstenfeldbruck, die wir letztes Jahr an Maria Himmelfahrt besucht haben. In „Römerstraße bei Holzhausen“ hatte ich die Tour erwähnt und Bilder vom Beifang „Waldweg so in etwa auf der Trasse der ehemaligen Römerstraße bei Holzhausen“ gezeigt.

Infotafel an der Südwestecke der Keltenschanze Holzhausen 2
Infotafel an der Südwestecke der Keltenschanze Holzhausen 2

Für Keltenschanzen-Neulinge wird verwirrend sein, daß es auch zwei nach dem Ortsteil Holzhausen der oberbayerischen Gemeinde Straßlach-Dingharting im Landkreis München benannte Keltenschanzen gibt. Eine dieser beiden Keltenschanzen, die Keltenschanze Holzhausen 2, wird zudem wegen den 1957 bis 1963 stattgefundenen Grabungen von Klaus Schwarz häufig in der Literatur erwähnt. Manchmal sieht man auch noch Hinweise auf diese Grabung auf Keltenschanzen-Infotafeln.

Westseite der Keltenschanze Holzhausen 2

Im ersten Abschnitt meines Römerstraßeneintrags habe ich auf Stephan Gröschlers „Ausflugstipp: Rund um das Ampertal – eine kraftvolle und mystische Gegend“ verlinkt. Ich will an der Stelle die Empfehlung seiner „Kraftvollen Orte“ mit dem Link auf „Viereckschanze Holzhausen 2 (Gemeinde Alling)“ wiederholen. Man findet bei Stephan eine Anfahrtsbeschreibung, Bildmaterial und Geokoordinaten.

Nordwestliche und nördliche Ecke der Keltenschanze Holzhausen 2

Zwei ergänzende Anmerkungen dazu: man darf nach unserem Stand nicht von Holzhausen aus hoch zur Keltenschanze fahren. Kommt man mit dem Auto, sollte man wie von Stephan beschrieben zwar in den Feldweg hinein, aber dort gleich parken. Und bei seiner kleinen Karte mit eingezeichneter Strecke zwischen der Schanze Holzhausen 1 und Holzhausen 2 sind die Zahlen vertauscht. Die nördlichere ist die Fünfeckschanze Holzhausen 2, nicht Holzhausen 1. Ansonsten passt die Zeichnung. Man geht von Holzhausen hoch bis der Weg durch die Schanze Holzhausen 2 führt. Dann auf dem Weg weiter, bis ein Weg nach links abknickt. Auf diesem abknickenden Weg sollte man bald auf die links am Wegrand stehende Informationstafel der Schanze Holzhausen 1 stoßen.

Nordöstliche und nördliche Ecke der Keltenschanze Holzhausen 2

In meinem oben verlinkten „Römerstraße bei Holzhausen“-Eintrag hatte ich den Bayerischen Denkmal-Atlas erwähnt. Die Denkmalnummer der Fünfeckschanze Holzhausen 2 ist D-1-7833-0081. Der Bayerische Denkmal-Atlas zeigt sehr schön, daß man die Möglichkeit hat die beiden Holzhausener Keltenschanzen mit einer Fußwanderung auf der Trasse der Römerstraße zu den bei Steinlach liegenden Keltenschanzen zu verbinden. Durch die S-Bahn-Linien nach Gilching und in das Ampertal böten sich auch Radtouren in Kombination mit der S-Bahn an. Ggf. kann man sich da auch an Tourenvorschlägen und Führungsangeboten der örtlichen Vereine orientieren. Letztes Jahr hatte ich mich ja wegen eines aktuellen Angebots des Vereins „Zeitreise Gilching“ mit dem Römerstraßen-Eintrag beeilt.

Durch die Keltenschanze Holzhausen 2 führender Weg in Richtung der südwestlichen Ecke

Mittels dem Bayerischen Denkmal-Atlas sieht man schön wie die Fünfeckschanze hin zur Römerstraße liegt - die vorspringende nördliche Ecke zeigt in Richtung der Römerstraße. Zu beachten ist dabei, daß sich die Schanze oberhalb von Holzhausen und der Römerstraße befindet. Denkt man sich den Wald weg, also freier Blick auf die unten liegenden Felder und die Römerstraße, und in die nördliche Ecke der Schanze eine Veranda oder so etwas ähnliches eingebaut, von der man diese Aussicht genießen kann, mutet die Schanze in Kombination mit dem durchführenden Weg in ihrem hinteren Teil ziemlich neuzeitlich an. Die Wirklichkeit wird anders ausgesehen haben. Da hatten vermutlich die höheren Schanzen und Palisaden auch die Funktion die größere Exponiertheit gegenüber dem Wetter auszugleichen.

Durch die Keltenschanze Holzhausen 2 führender Weg in Richtung der südöstlichen Ecke und weiter nach Holzhausen

Eine andere Besonderheit der Schanze außer ihrer atypischen Fünfeckform ist, daß sie auf einer Wasserscheide liegt. Richtung Süden geht es ebenfalls abwärts und dort muß sich trotz der letztjährigen langen Trockenheit eine Basis für Stechmücken gehalten haben. Unsere Besuchszeit Mitte August kann ich auch wegen dem starken Bewuchs im Bereich der Schanze Holzhausen 1 nicht empfehlen. Stephan hat es zeitlich wesentlich besser erwischt.

Mittwoch, 8. Mai 2013

Gemischte Links, Teil 2

Marcellina hat das Rätsel gelöst, auf welchen Römerstein sich der Straßennamen „Am Römerstein“ in Gilching bezieht, und mich dabei sehr freundlich erwähnt. Da sage ich vielen Dank und fange natürlich den zweiten Teil der „Gemischten Links“ mit ihrem „At The Roman Stone“ an. Wer die Römersteine selbst vor Ort besichtigen will, sollte sich zuvor die Website „Zeitreise Gilching“ wegen weiteren Zielen in der Gegend ansehen.

Bauplatz Gymnasium Grünwald

Am 12. Mai ist internationaler Museumstag (und Muttertag!!). Das Angebot der Museen ist sehr unterschiedlich, wenn sich meine Stichprobe verallgemeinern lässt. Einmal Führungen, die zusätzlich zum Eintritt etwas kosten, einmal Führungen ohne Preisangabe bei freiem Eintritt. Also alle mal selbst auf der passenden Website nach den favorisierten Museen suchen: in Deutschland, der Schweiz und in Österreich.

Bauplatz Gymnasium Grünwald

Wer dagegen Auslauf im Freien braucht, für den ist vielleicht ein Archäopark das Richtige. Da gibt es seit letzter Woche mit dem „Archäopark Vogelherd“ einen neuen (Stichworte: Vogelherdhöhle, Lonetal, nordöstlich von Ulm, Autobahnnähe).

Wildschweine in der Grünwalder Sauschütt

Am vorletzten Donnerstag ist in Berlin die Ausstellung „Uruk 5000 Jahre Megacity“ eröffnet worden. Außer auf der Website selbst kann man sich mittels der umfangreichen Linkliste im „Pressespiegel“ informieren. Von der Ausstellung hatte ich im Vorfeld etwas über den Twitter-Account von Artefacts Berlin mitbekommen. Auf der Website von Artefacts Berlin sollte man außer auf die Visualisierungen auch mal auf den „Blog“ klicken. Da gibt es Einträge zur aktuellen Uruk-Ausstellung und auch eine „Do you speak Turkish?“-Anfrage zu einer früher realierten „website on the prehistoric rock paintings of the Latmos Mountains in Western Turkey“. Die Website gibt es mittlerweile auch in einer türkischen Sprachversion, „So, if you have any Turkish friends who might be interested, please share this link to the Latmos Website: http://latmos-felsbilder.de/“.

Wildschweine in der Grünwalder Sauschütt

Via Artefacts Berlin und Retweets zur Urukausstellung bin ich auf den Twitter-Account von Prof. Markus Hilgert und von da auf der Website Materiale Textkulturen gelandet. Und von dort bin ich auf das Video portrait of Leyla Lau-Lamb, Senior Conservator of Books and Papyri at the University of Michigan Library gestoßen.

Wildschweine in der Grünwalder Sauschütt

Zu Berlin vielleicht noch schnell das Video von der „Gipsformerei der Staatlichen Museen zu Berlin“, nach dem Text auf der Youtube-Seite ist die Gipsformerei der Staatlichen Museen zu Berlin „die weltgrößte Institution dieser Art“. Ich vermute, daß die Gipsformerei mit den Werken in dem „Verkaufskatalog“ auf der Website der Abguss-Sammlung Antiker Plastik Berlin in Verbindung steht. Auf den Verkaufskatalog hatte ich schon einmal 2009 in „Drei Grazien für 125 Euro“ hingewiesen. Den Hinweis auf das Video der Gipsformerei habe ich über den Twitter-Account von „prometheus – Das verteilte digitale Bildarchiv für Forschung und Lehre e.V.“ bekommen.

Wildschweine in der Grünwalder Sauschütt

Die Zwischenstationen klingen für die Social-Media-Fernen etwas umständlich, man kann sie aber auch als hilfreiche Filter sehen. Finde ich einen Hinweis von Artefacts oder Prometheus, dann lese ich mir das durch. Im Idealfall funktioniert das wirklich so wie in einem Globalen Dorf, in dem man mehr von dem was einen interessiert mitbekommt als das früher mit den klassischen Medien möglich gewesen wäre. In dem Sinne müßte also idealerweise der Link zu Singularch schon irgendwie bei jemand aus der Nachbarschaft des neuen Grünwalder Gymnasiums, bei einem der zukünftigen Lehrer oder bei einem Schüler gelandet sein. Von da aus sollte er weiter in die Anwohner-, Lehrer- oder Schüler-Runde gegeben werden und die Interessierten picken sich das wieder heraus.

Wildschweine in der Grünwalder Sauschütt

Die archäologische Ausgrabung auf dem Baugelände des Grünwalder Gymnasiums war letztes Jahr in den Zeitungen und sogar im Bayerischen Rundfunk. Nichts Sensationelles, eher eine interessant gemachte Information der Bevölkerung, hier die damalige Pressemitteilung des Bayerischen Landesamts für Denkmalpflege: „Unerwartete Einblicke in die Vorgeschichte Grünwalds“ (pdf). Zumindest die Überschriften der weiteren Pressemitteilungen des Amts kann man sich bei der Gelegenheit auch durchsehen. Wir sind letztes Jahr zwei Mal an dem Gelände auf dem Weg zur Grünwalder Sauschütt vorbeigeradelt. Beim ersten Mal war schon Feierabend. Da gab es zumindest noch einen Archäologen-Container, auf den uns ein Anwohner hingewiesen hat. Und beim zweiten Mal sah es überhaupt nicht mehr nach Archäologie auf der Baustelle aus (da sind alle hier verwendeten Fotos entstanden). Ich kannte den langen Bericht von einer früheren Ausgrabung bei der nahen Tiefgarage (die Singularch-Referenzen nach unten scrollen) und hoffte deshalb auch auf einen umfangreichen Grabungsbericht vom Baugelände des Grünwalder Gymnasiums. Ich finde es ganz toll mit 33 Sternchen (ein Stern für jede Seite des Grabungsberichts), daß der jetzt tatsächlich so umfangreich eingestellt wurde.

Wildschweine in der Grünwalder Sauschütt

Ein paar schon länger liegende Links, die ich jetzt loswerden will: der zum Blog ARbanning archaeology in the Rhine-Meuse region und der zu einer Website über die Kelten im Siegerland. Im ARbanning-Blog finden Steinzeitfreunde umfangreich ausgearbeite Informationen und jede Menge weiterführende Links. Die zweite Website „beschäftigt sich mit dem Siegerland der Antike von 800 bis 100 v.Chr., der Eisenzeit“ und schließt eine Lücke in meinem Blog - ich glaube ich habe nie Kelten in der Gegend erwähnt.

Wildschweine in der Grünwalder Sauschütt

Noch zwei Ausstellungshinweise: In Basel wurde die Petra-Ausstellung bis zum 20. Mai verlängert, dazu gibt es in „Ancient History Encyclopedia“ einen Beitrag. Und in München gibt es ein ArchaeoBioCenter und von dem ist aktuell die Sonderausstellung „Vom Kleinen Teil zum Großen Ganzen, Fragen und Antworten zur Umwelt und zum Leben Alter Kulturen“ im Staatlichen Museum Ägyptischer Kunst in der Residenz zu sehen. Näheres in diesem Flyer (pdf).

Wildschweine in der Grünwalder Sauschütt

Abschließend noch zwei Entdeckungen kurz vor meinem Redaktionsschluß: „Not the Hagia Sophia“ beschäftigt sich mit einer „Dokumentation über die in Istanbuls ältesten Stadtteils Fatih beheimatete Hagia Sophia“. Und in der Kult-Urzeit von Rainer Steinke gibt es tolle Fotos von Megalithen, Lochsteinen, Kultplätzen und Druidenhainen.