Posts mit dem Label Tag des offenen Denkmals werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Tag des offenen Denkmals werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Dienstag, 3. September 2019

Gemischte Links

Am 12. September startet ein inhaltlich von mehreren europäischen Universitäten entwickelter MOOC zum Thema „Discovering Greek & Roman Cities“. Der MOOC soll kostenfrei auf Deutsch, Englisch und Französisch angeboten werden.

Am 8. September ist wieder Tag des offenen Denkmals. Der Denkmaltag ist aus meiner Sicht etwas durchwachsen. Manchmal gibt es nur verlängerte Öffnungszeiten oder zusätzliche Führungen, manchmal ist etwas zu sehen, was sonst nahezu nie zugänglich ist. Bei mir ergäbe sich häufig noch die Frage, ob ich fotografieren und die Fotos im Blog verwenden darf. Aber man suche selbst, vielleicht findet man seine persönliche Perle.

Auf die Schnelle habe ich als erstes Angebot in meinem favorisierten Zeitbereich die Villa rustica Leutstetten gesehen. Näheres zum Angebot findet auf der Denkmaltag-Website und in der Aktuelles-Rubrik der Gesellschaft für Archäologie und Geschichte - Oberes Würmtal e.V. Gauting. In dieser Aktuelles-Rubrik wird derzeit auch der Ortsspaziergang 2019 am Samstag, 7. September 2019 angekündigt. Der führt dieses Jahr durch Buchendorf, auch Nichtmitglieder dürfen bei dieser kostenlosen Veranstaltung mitmachen.

Das römische Gauting war wegen der aus Salzburg kommenden und über Raisting nach Epfach führenden Römerstraße sehr Epfach/Abodiacum-relevant. Häufig wird bei der auf Gauting von Osten her zuführenden Strecke aber die Verbindung von Salzburg zur damaligen Provinzhauptstadt Augsburg genannt. Vermutlich habe ich das bei meiner Serie um den Isar-Übergang bei Grünwald auch so gemacht. Richtig ist, daß es sich bis Gauting um dieselbe Straße handelt, die auch in Richtung Epfach, Kempten, Bregenz führte. Da ging es erst in Gauting auf zwei getrennten Römerstraßen in Richtung Westen weiter.

Daß diese Straßen von Gauting/Bratananium abgingen war klar. Genaueres über den Verlauf der Straße Richtung Epfach innerhalb Gautings scheint erst eine Ausgrabung 2016 erbracht zu haben. Wegen dem für die Presseverleger gemachten Leistungsschutzrecht habe ich keine Lust auf Zeitungen zu verlinken, aber man suche mal nach „Gauting Römerstraße“ und achte auf die 2016. Leider ist alles wieder zeitungshaft, also es gibt nahezu keine Fotos, man darf ja mit kostenlosen Online-Ausgaben nicht die Geld bringende gedruckte Ausgabe kannibalisieren. Obwohl es massenweise Grabungsfotos geben müßte und mittlerweile häufig Geo-Software und Drohnen im Einsatz sind. Also die Archäologen vor Ort müßten rein medienbedingt allein mit ihrem schon vorhandenen Material die Zeitungsartikel toppen können. Im vorliegenden Fall wäre eine online gestellte Karte der belegten und vermuteten Straßenteile ganz hilfreich. Eventuell kann man sich da aber mit dem Bayerischen Denkmal-Atlas behelfen, falls er mit den neuesten Erkenntnissen aktualisiert wurde. Der Bayerische Denkmal-Atlas zeigt aktuell für Gauting innerörtliche Strecken an.

Wegen dem „Gautinger Brandopferplatz“ hatte ich 2011 auch gemeckert: „Richtig traurig fand ich, daß auch vor Ort nichts an den Brandopferplatz erinnert.“ Ich fand es wirklich traurig, insbesonders auch im Zusammenhang mit den vielen Leuten, die seinerzeit zur nahen Mühltal- bzw. Bethenquelle oder zum noch näheren Grabhügelfeld mit dem „Grab der Seherin“ pilgerten.

Die rege Website und die vielen Aktivitäten der Gautinger Gesellschaft für Archäologie und Geschichte haben mich jetzt überrascht. Aber auch sehr gefreut, daß sich da jemand kümmert. Dieses Jahr wurden Infotafeln vor Ort installiert, die den Verlauf der Römerstraße und die Lage des Brandopferplatzes zeigen. Fotos von den Tafeln findet man derzeit auf der Website der Gesellschaft in der Rubrik „Archäologie“, dort weiter mit „Geschichte Bratananiums“. Zum Vergrößern der Fotos beachte man den dabei stehenden Hinweis „rechte Maustaste drücken und dann 'Grafik anzeigen' anklicken.“

Ab und zu schaue ich alte Blog-Einträge von mir an. Wenn ich damals Abschnitte sehr linklastig aufgebaut habe und die Links nicht mehr funktionieren, sehen solche Teile bisweilen sehr übel aus. Passend zu der Epfach und Augsburg verbindenden Via Claudia Augusta bin ich jetzt bei einem alten Hinweis auf das vor Augsburg liegende Königsbrunn gelandet, bei dem von elf Links sieben nicht mehr funktionierten, darunter neben den Königsbrunn-Links auch ein Abschnitt mit mehreren Links auf ergänzende Augsburger Ziele. Auf den neuen Webseiten der Stadt Königsbrunn sind nun ganz informative neue Videos zu meinen damaligen Stichworten Museum, Mercateum und Mithräum eingebunden. Ich habe die Königsbrunner Links durch die neuen Links mit den empfehlenswerten Videos ersetzt und den Augsburger Abschnitt ganz weggelassen.

Sonntag, 2. September 2018

Römerstraße bei Holzhausen

An Maria Himmelfahrt haben wir die Keltenschanzen von Holzhausen bei Schöngeising besucht. Bei der Anfahrt orientierten wir uns an den Beschreibungen von Stephan Gröschler, nur daß wir nicht oben bei der Keltenschanze, sondern unten am nach Süden zur Keltenschanze hinführenden Feldweg beim letzten westlichen Haus von Holzhausen geparkt haben. Auf dem Rückweg zum Auto bin ich noch ein Stück in die ehemalige Römerstraße hineingelaufen.

Holzhausen bei Schöngeising

Die Römerstraße war ein schneller Beifang und das war dann auch ein Problem. Ich hatte tags zuvor beim Sammeln für unsere Tour nur kurz in den Bayerischen Denkmal-Atlas hineingesehen. Vor Ort war zwar der richtige Waldweg einfach zu finden, aber ich hatte vom kurzen Denkmal-Atlas-Hineinsehen nur die gerade rote Linie im Kopf und befürchtete etwas im Gelände verrutscht zu sein. Man kann auf der fotografierten Strecke sorgfältiger sein und sich das nebendran noch genauer ansehen, was nach dem Bayerischen Denkmal-Atlas Materialentnahmegruben sind (Denkmal-Nummer D-1-7833-0082, „Straße der römischen Kaiserzeit mit begleitenden Materialentnahmegruben, Teilstück der Trasse Augsburg-Salzburg“).

Römerstraße bei Holzhausen

Am nächsten Sonntag bietet der Verein „Zeitreise Gilching“ am Tag des offenen Denkmals die Möglichkeit, sich auf einer Radtour ganz solide über die örtlichen Römer kundig zu machen. Die Radtour ist auf der Website des Vereins derzeit in der Rubrik „Termine“ zu finden. Vor dem Start kann man schon via Marcellinas Bemerkungen zur Gilchinger Straße „Am Römerstein“ einen Blick nach Gilching werfen.

Mein angekündigter Bericht von den Etruskern im Karlsruher Schloss steht noch aus. Im Rohbau meines Textes befindet sich aktuell ein Schlenker zur Open-Codes-Ausstellung im Karlsruher ZKM. Und das ZKM verweist auf die am nächsten Sonntag endenden Schlosslichtspiele Karlsruhe. Das sei bei dieser Gelegenheit auch noch erwähnt.

Römerstraße bei Holzhausen

Abschließend noch zwei Bemerkungen für die Neulinge in Sachen Keltenschanzen und Römerstraßen: eine Holzhausener Keltenschanze wird wegen dortiger vor 60 Jahren stattgefundenen Grabungen durch Klaus Schwarz häufig erwähnt. Es handelt sich aber in dem Fall um die Keltenschanze von Holzhausen südlich von München. Aufkommende Unklarheiten werden dadurch begünstigt, daß es sowohl bei dem Holzhausen südlich von München als auch beim Holzhausen bei Schöngeising zwei nahe beieinander liegende Keltenschanzen gibt.

Römerstraße bei Holzhausen

Das Römerstraße-Teilstück bei Holzhausen ist Teil der „Via Julia“. Die „Via Julia ist ein Projekt, das sich am Verlauf der Römerstrasse von Günzburg nach Salzburg orientiert“. Man kann zwar so ungefähr mittels der „Via Julia“ den Streckenverlauf der Römerstraße nachvollziehen, was schon eine gute Sache ist. Problematisch sind aber größere Abweichungen von der vermutlichen Orginalstrecke, derer man sich bewußt sein sollte. Der westliche Römerstraßenaufstieg beim Georgenstein ist beispielsweise zwar ebenso wie der östliche Aufstieg im Bayerischen Denkmal-Atlas verzeichnet, aber nicht Teil der Via Julia, weil die über die neuzeitliche Grünwalder Brücke verläuft und ein Stück daneben hochführt.

Sonntag, 1. September 2013

Gemischte Links

Am nächsten Sonntag, dem 8. September, ist in Deutschland Tag des Offenen Denkmals 2013. In der Schweiz finden die Europäischen Tage des Denkmals am 7. und 8.9. statt und in Österreich ist der Tag des Denkmals am 29.9. Die Links zum Programm sind dieselben wie beim Denkmaltag 2012. Das Programm kommt mir dieses Jahr etwas dünn vor, speziell aus Münchner Perspektive. Vielleicht wird noch auf den letzten Drücker nachgefüllt. Schon letztes Jahr erwähnt habe ich den Bajuwarenhof Kirchheim und den Archäologischen Park Herrsching. Richtig neu und interessant sieht der Programmpunkt „Warum wird hier nicht gegraben?“ an der Turminsel in Schöngeising aus, der ist aber nur auf eine Stunde angesetzt. „Kreisbaumeisterin Reinlinde Leitz und Kreisheimatpfleger Toni Drexler führen ein Streitgespräch über Sinn und Aufgabe der Bodendenkmalpflege und den praktischen Vollzug des Denkmalschutzgesetzes. Hintergrund ist eine abgelehnte Grabungserlaubnis für den Historischen Verein Fürstenfeldbruck auf der Turminsel Schöngeising zu graben.“

Es wäre schön, wenn der Historische Verein Fürstenfeldbruck einen Veranstaltungsbericht auf seine Website einstellen würde. Aktuell findet sich bei der „Aufstellung über die Grabungen des Historischen Vereins“ eine letzte Grabung von 2010 und darüber ein „Seither konnten keine archäologischen Grabungen mehr durchgeführt werden, da das Landesamt für Denkmalpflege dafür keine Genehmigungen erteilte.“

Wieder ein Hinweis auf bei Coursera startende Online-Kurse: am Montag starten The Ancient Greeks, und wem das zeitlich zu nahe ist, für den gibt es ab Mittwoch Dino 101: Dinosaur Paleobiology. Über ihre Erfahrungen mit einem Online-Kurs hatte Marcellina nach einer Woche „Archaeology’s Dirty Little Secrets“ in ihrem Posting Keep Learning geschrieben.

Vom Euro-Arabischen Freundschaftskreis ist wieder die Vereinszeitschrift bei mir eingetroffen. Ein dünnes DinA5-Heft mit etwas über 30 Seiten mit Veranstaltungshinweisen, kurzen Buchbesprechungen, Vereinsnachrichten, kurzen Reiseberichten, Reisehinweisen, teilweise auch mit längeren Berichten zur Situation in den Ländern. Es geht dabei um die Länder von Marokko im Westen bis Afghanistan/Pakistan im Osten. Wer sich interessiert und mit Leuten zusammentreffen will, die wochenlang in den Ländern unterwegs waren oder dort sogar jahrelang gearbeitet haben: Gäste sind zu den Vereinstreffen mit Vorträgen im Gasthaus Gartenstadt in der Münchner Naupliastraße willkommen, der Eintritt ist frei. Im nächsten Vortrag am 11.9.2013 widmet sich Horst Münzinger der arabischen Seite Siziliens.

Im Januar bin ich auf den Archäologischen Verein Freising zusammen mit dem Bronzezeit-Fundort Bernstorf unter der Überschrift Archäologischer Verein Freising, Bernstorf eingegangen. Ich empfehle wieder in das Meldungsarchiv der Freisinger hinein zusehen. Das Bronzezeit-Bayern-Museum in Kranzberg soll ab Ende 2013 geöffnet sein. Ob das dem aktuellen Stand entspricht und was die Ausgrabungen bislang ergeben haben, das sollte man in zwei Veranstaltungen des Archäologischen Vereins Erding erfahren können: am 23.09.2013 in einem Vortrag im Museum Erding über „Die Mittelbronzezeitliche Höhenbefestigung von Bernstorf, Lkr. Freising“ und am 29.09.2013 bei der Exkursion ab dem Volksfestplatz Erding „Höhenbefestigung von Bernstorf und das archäologische Museum in Kranzberg, Lkr. Freising“.

Ein paar Ausstellungen: die anstehende Ötzi-Ausstellung im Museum Herxheim hatte ich schon erwähnt. Am 15. September gibt es zu „Ötzi - Der Mann aus dem Eis“ eine Vernissage, der Eintritt ist frei, nähere Informationen hier. Die Sammlung Wendel habe sogar auch schon erwähnt, in „3d-Film über die Chauvet-Höhle von Werner Herzog“, nur funktioniert dort der unterlegte Link nicht mehr. Die Sammlung ist Grundlage der Ausstellung „Bilder im Dunkeln – Höhlenkunst der Eiszeit. Die Sammlung Wendel“ ab dem 20.9.2013 in der Münchner Archäologischen Staatssammlung. Man beachte das Rahmenprogramm. Sonntagsführungen mit Museumstaschenlampen, Vorträge, und der Chauvet-Film wird auch einmal gezeigt, wobei ich jetzt aber nichts von 3D sehe. Einen aktuell noch funktionierenden Link zu Informationen über die Ausstellung gibt es auch (mit einer kleinen Bildergalerie).

Am Harzhorn gab es eine Schlacht mit den Römern zu einer Zeit, als man glaubte die Römer wären so tief im Germanenland überhaupt nicht mehr unterwegs gewesen. „Das Harzhorn – Ortstermin an einer Jahrhundertfundstelle“ berichtet von den Fundumständen und der archäologischen Erforschung. Nun gibt es zur Schlacht eine Ausstellung: „Ab dem 1. September 2013 werden die spektakulären Funde des am besten erhaltenen Schlachtfeldes, das wir aus der Antike kennen, erstmalig öffentlich ausgestellt. Das Braunschweigische Landesmuseum präsentiert im Auftrag des Landes Niedersachsen die Landesausstellung 'Roms vergessener Feldzug. Die Schlacht am Harzhorn'“. Weiter Informationen hier.

Das Projekt Zeiteninsel, das „Archäologische Freilichtmuseum Marburger Land“, habe ich letzten November mal erwähnt. Aktuell läuft dort ein Lagerwochenende mit Vorführungen. Über den genauen Ort habe ich gerätselt, aber wenn da etwas los ist ist „am westlichen Ortsrand von Weimar-Argenstein der Gemeinde Weimar an der Lahn“ sicher gut zu finden.

Die Zeiteninsel war ein Hinweis für die Hessen. München-näher steht am 15. September das Keltenfest Landersdorf 2013 an. Bei Interesse sollte man bei Stephan gleich noch die anderen Veranstaltungen in der Region durchsehen.

Stephan ist mit seiner Website schnell die Adresse für Ausflugstipps zu Keltenschanzen, Hügelgräbern und Naturdenkmalen in einem immer größer werdenden Radius um einen Mittelpunkt nördlich von München geworden. Rainer Steinke hat seinen Mittelpunkt noch etwas nördlicher und ist mit seinem Blog Kult-Urzeit erst seit diesem Jahr mit dabei. Er muß einen riesigen Fotostapel haben, den er mit einer schnellen Folge von Postings abarbeitet. Aus einer ganz anderen Region kommt Hiltibold. Hinsichtlich dem Newcomer-Fleiß ist er in einem Atemzug mit Rainer zu nennen und man sollte unbedingt mal bei beiden reinsehen, was sich da in den letzten Monaten getan hat.

Tief im Rainer-Land, aber auch Stephan war schon in der Gegend aktiv, hat im Juli die Zeitreisende und Geschichtenerzählerin Petra Gabriel Untergründiges aus Forchheim zutage gefördert. Oder doch nicht ganz, genaueres gibt es erst in ihrem Kurzkrimi. Ein heimisches Revier von Petra Gabriel ist das Dreiländereck Baden, Elsass, Schweiz.

Bei den vielen Entdeckungen in Renates Blog „Quizzy zeigt Euch München“ ist wieder etwas aus meinem Bereich graue Vorzeit bis Spätantike dabei: „Ein jahrtausendalter Brauch“ berichtet von Platten am Münchner Brauerhaus mit Szenen aus dem Gilgamesch-Epos. Als Ergänzung dazu hätte ich den Blick in eine altägyptischen Brauerei zu bieten.

Was viele Münchner Keltenfans nicht so wissen: für Münchner liegt die als keltisches Oppidum gehandelte Fentbachschanze in Kombination mit der S-Bahn in Fahrradreichweite. Ich hatte aber immer nur die Version mit der S-Bahn-Haltestelle Kreuzstraße im Kopf, eine Fußwanderung hätte ich mir ziemlich lang vorgestellt. In Walters Weblog wird die Kombination einer Wanderung mit einer Anfahrt mit der Bayerischen Oberlandbahn in das nähere Darching beschrieben. In Walters Weblog gibt es eine lange Serie solcher Wanderausflüge in das Münchner Umland.

Wir haben gestern wieder die Keltenschanze Buchendorf besucht, Fotos folgen noch. Vorab eines in Christines Blog Strickwerk Verstricktes aus dem Leben und von den Nadeln. Die alte Informationstafel hängt immer noch in Buchendorf, Tempel und Opferschächte und so. Ich meckere dann in meinem neuen Buchendorf-Eintrag darüber herum. Eine aktuelle Sicht der Keltenschanzen kann man in dem sehr gut gemachten pdf zu einer Führung vor fast 4 Jahren zur Keltenschanze Gertholz bei Aach-Linz nachlesen. Aach-Linz liegt etwas über 30 km von der Heuneburg entfernt. Für den Erhalt des dortigen Freilichtmuseums gab es eine Onlinepetition. Zu der ist unter Neuigkeiten die Antwort des Petitionsausschusses des Landtages verlinkt.

So, für alle die brav waren und bis zum Schluß durchgehalten haben, gibt es noch einen Link zu einem neuen Magazin: Kulturas - das Magazin für Natur, Kultur und Geschichte in Portugal und Spanien. Geschrieben in Deutsch. Monatlich. Kostenlos. In der Juni-Juli-Ausgabe 2013 bleiben wir über lange Bildstrecken in der Zeit der Kelten, der Eisenzeit. Es gibt schöne Bilder von den Hinterlassenschaften der Castrokultur. Unbedingt reinsehen!

Donnerstag, 6. September 2012

Nochmal Denkmaltag

Nochmal der Hinweis auf den Tag des offenen Denkmals 2012. Archäologie Online hat bundesweit einige Veranstaltungen ausgesucht.

Wer gerne Kultur- und Baudenkmäler fotografiert und mit den Fotos nicht gleich selbst eine Blog-Karriere starten will, kann mit den gewonnenen Schätzen beim Fotowettbewerb Wiki Loves Monuments 2012 teilnehmen. Für die Besitzer passender Smartphones gibt es zum Wettbewerb eine Wiki Loves Monuments Android app.

Es lohnt sich, in einem größeren Radius im Denkmaltag-Programm nachzusuchen. Manche Veranstaltungen lassen sich zu einem Paket verbinden - ich hatte im letzten Eintrag über Open Access die Kombination von Eining, Abensberg, Kelheim und Essing erwähnt. Manche Ziele sind nur am Denkmaltag für die Allgemeinheit geöffnet, etwa der römische Ziegelbrennofen von Karlsruhe-Grünwinkel. Ich habe nur durch das Programm mitbekommen, daß es von dem noch Reste gibt und wo die sich befinden. Und manchmal hat man große Veranstaltungen auf dieses Wochenende gelegt - beim neuen Schutzhaus und römischen Küchen- und Heilkräuter-Lehrgarten der Villa Rustica Peiting gibt es am Wochenende ein zweitägiges Fest mit Porcetta, römischem Essen und verschiedenen Vorführungen.

Auf der Heuneburg finden am Sonntag ebenfalls mehrere Veranstaltungen statt, darunter eine Führung zu den aktuellen Grabungen. Derzeit gibt es noch ein super 15-minütiges Interview zur Heuneburg mit Prof. Dr. Dirk Krausse in der ZDF-Mediathek. Ich weiß nicht, ob ich so einen Link überhaupt bringen soll - wenn die 7-Tage-Regel gilt, dann wird der Beitrag morgen depubliziert.

Sonntag, 19. August 2012

Tag des offenen Denkmals 2012

Wie die Zeit vergeht - das ist jetzt schon der vierte Hinweis auf den Denkmaltag in meiner Bloggerkarriere! Dieses Jahr ist der „Tag des offenen Denkmals“ in Deutschland am 9. September 2012 (www.tag-des-offenen-denkmals.de). In der Schweiz entsprechen unserem Denkmaltag die „Europäischen Tage des Denkmals“ am 8. und 9. September 2012 (www.nike-kultur.ch). In Österreich ist der „Tag des Denkmals“ am 30. September 2012 (tagdesdenkmals.at).

Vielleicht sollte man sich das Programm vorab durchsehen, ob man sich den Tag ganz sicher reservieren will, und dann noch einmal kurzfristig vor dem Termin, ob etwas zum Programm dazu gekommen ist. Um aus Münchner Sicht etwas Appetit zu machen, starte ich mit einem Programmpunkt, der zu älteren Einträgen von mir passt, nämlich dem „Rundgang zur Bedeutung des Staatswaldes als Erholungsgebiet und Holzlieferant mit Herrn Seerieder“ durch den Forstenrieder Park. Zum einen weil das Interesse ungebrochen ist - ich habe eine rudimentäre Statistik und sehe immer wieder neue Direktzugriffe auf die Wildschweine im Forstenrieder Park, zum anderen habe ich den Forstenrieder Park auch über eine Führung kennengelernt („Via Julia für Anfänger“), und die fand ich seinerzeit ganz toll.

Welches Interesse Quizzys „Nackerter Mo“ und Stephans Bildserien zum Münchner Marienhof finden bzw. gefunden haben weiß ich nicht, aber der „Nackerte Mo“ ist beim Denkmaltag Treffpunkt zu einer Führung zum Thema: „Gehölze und Geschichte des Alten Botanischen Gartens“ und zum Bodendenkmal Marienhof ist der Infocontainer Archäologie geöffnet, „aus sicherheitstechnischen Gründen können keine Führungen durch das Untersuchungsgelände angeboten werden“.

Im Programm sind zwei sehr interessante Ziele, zu denen ich nie Hinweise im Blog hatte: der Bajuwarenhof Kirchheim („Führungen 14 Uhr und nach Bedarf“) und der Archäologische Park Herrsching („Präsentation der frühkarolingischen Gruppe Der Uhl zu Wilhaim, 15 Uhr Bajuwarensagen mit Erzählerin Astrid Brüggemann M.A.“). Von den beiden Zielen wußte ich zumindest, die Prähistorische Siedlung Pestenacker war mir neu. Dort gibt es Führungen nach Bedarf durch Dr. Anton Huber.

Abschließend noch ein Hinweis auf die Blogs von Dr. Eva Bambach unter dem Titel „Denkmale - Es gibt viel zu sehen“. Jetzt schreibt sie bei den Scilogs, vorher hatte sie unter der eigenen Domain denkmale.org gebloggt. Sie macht das sehr schön, also unbedingt reinsehen! Aktuell zeigt sie das „Marktgeschehen“ beim Rathaus von Michelstadt im Odenwald. Ich bin vor knapp 20 Jahren drei Wochen im nebenan liegenden Erbach im Einsatz gewesen. Das Rathaus verbinde ich mit einem Eis, das ich mir ein paar Schritte entfernt gekauft habe. Das hätte ich damals auch nicht gedacht, daß ich über dieses Eis schreiben werde, und was ist das Internet und was ist ein Blog?

Dienstag, 6. September 2011

Tag des offenen Denkmals 2011

Am nächsten Sonntag, 11. September 2011, ist in Deutschland wieder der „Tag des offenen Denkmals“. Wie schon letztes Jahr geschrieben, ist dieser Denkmaltag der deutsche Beitrag zu den „European Heritage Days“.

Diese „European Heritage Days“ sollen an einem Wochenende im September stattfinden, das muß aber nicht wie in Deutschland der 11. sein. In der Schweiz sind die „Europäischen Tage des Denkmals“ am 10. und 11.9.2011, in Österreich ist der „Tag des Denkmals“, am 25. September 2011. Die Websites mit dem Programm haben sich gegenüber dem letzten Jahr nicht geändert: für Deutschland www.tag-des-offenen-denkmals.de, für die Schweiz www.nike-kultur.ch und für Österreich tagdesdenkmals.at.

Letzte Woche sah es für mein Blog-Spektrum im Münchner Raum ziemlich dünn aus. Verglichen mit letztem Jahr, wo es drei Termine zu Keltenschanzen und der Römerstraße gab. Das Lola-Montez-Haus ist wieder offen, die spielte ja eine Rolle im Zusammenhang mit den griechischen Vasen König Ludwigs, die Ottosäule in Ottobrunn wird besucht (Agrigent, erster Teil) und es gibt Führungen zur Roseninsel im Starnberger See. Für die Römer muß man weiter fahren, in Königsbrunn ist das Mithräum geöffnet und man kann Fundamente eines römischern Bades besichtigen, die danach zugeschüttet werden. Noch etwas weiter ist in Kempten und am Limes in Sachen Römer etwas los. Aber sehen Sie selbst nach, ich habe das Programm nur überflogen und bin auch nicht sicher, ob auf den letzten Drücker noch etwas eingestellt wird.

Donnerstag, 2. September 2010

Tag des offenen Denkmals 2010

Kleine Unterbrechung meiner Sizilien-Serie für ein paar Terminsachen.

Übernächsten Sonntag, am 12. September 2010, steht in Deutschland der „Tag des offenen Denkmals“ an. Das Programm finden Sie hier: www.tag-des-offenen-denkmals.de.

Der „Tag des offenen Denkmals“ ist der deutsche Beitrag zu den „European Heritage Days“. In der Schweiz entsprechen unserem Denkmal-Tag die „Europäischen Tage des Denkmals“, sie finden am 11. und 12. 9. 2010 statt und das Programm gibt es auf dieser Website: www.nike-kultur.ch. Österreich hat den „Tag des Denkmals“, er ist erst am 26. September 2010 und das Programm finden Sie unter tagdesdenkmals.at.

Die Suche nach den einzelnen Programmpunkten ist auf der deutschen Website verglichen mit dem letzten Jahr wieder etwas geändert worden. Man kann aber statt der neuen Navigation auch die letztjährige benutzen, das ist eine gute Idee.

Bei der bundesweit angebotenen Vielzahl der interessanten Programmpunkte will ich Ihnen jetzt nicht die eigene Suche abnehmen. Hinweisen will ich jedoch auf einige lokale Ziele in München und Umgebung, die schon in meinem Blog vorgekommen sind. Im diesjährigen Programm gibt es dazu gleich mehrere Angebote:

Beim Programmpunkt zu Oberhaching „Römerstraße und Keltenschanze“ mit „Teilstück der Römerstraße Via Julia Augsburg-Salzburg, spätkelt. Vierecksschanze, Besichtigung des Straßenabstieges ins Gleissental“ könnte es sich um den Straßenabstieg handeln, dessen Bild ich dem Bericht über die „Ausstellung Karfunkelstein und Seide“ beigefügt habe. Und als Keltenschanze läge dann die im Laufzorner Holz nur ganz wenig entfernt. Rätseln läßt der Treffpunkt „Dietramszeller, Übergang Tölzer Straße“. An die Stelle, auf der sich gegenwärtig in der neuen Suche das Symbol für „archäologische Plätze“ befindet oder die bei der alten Suche angezeigt wird, wenn man die Karte hochklickt, an die Stelle glaube ich als Treffpunkt nicht.

Die „ca. 100 m südwestl. der Bahnüberführung“ lassen mich eher auf die Infotafel der Doppelkeltenschanze auf der anderen Seite des Gleißentals tippen. Von dort herunter wäre man aber auch schnell wieder durch den Römerstraßen-Hohlweg auf der anderen Seite hoch und bei der Keltenschanze im Laufzorner Holz. Wenn es so wäre, dann wäre das auch in einem Dreieckskurs mit der S-Bahn-Haltestelle Deisenhofen zu machen. Wenn Sie sich dafür interessieren, dann sollten Sie entweder wegen dem Treffpunkt bei den angegebenen Telefonnummern anrufen oder das besser verstehen als ich.

Beim nächsten Programmpunkt ist das Ziel klar: „Grünwald, Römerstraße mit Schanze“. Hatte ich im Eintrag „Römerschanze bei Grünwald“. Der angegebene Treffpunkt „bei Abstieg der Via Julia ins Isartal ca. 300 m nördl. der Frundsbergstr. mit Weg ins Esterholz" ist gut findbar, wenn Sie auf Google Maps nach „Straßlach, Frundsbergstraße" suchen. Diese Frundsbergstraße nach Westen bis zum Ende fahren, dann kommen Sie an einen rechtwinklig anstoßenden Waldrandweg, und den dann die angegebenen „ca. 300 m nördlich" (bzw. nordöstlich). Das Ergebnis deckt sich auch mit der Stelle, wo in der neuen Navigation das Symbol für den „archäologischen Platz“ ist.

Bei nächsten Programmpunkt sollte auch alles klar sein: „Keltenschanze, 82131 Gauting Buchendorf". „Wanderung entlang der Römerstraße ausgehend von Keltenschanze bei Buchendorf, durch Forstenrieder Park zum hist. Eichelgarten u. zurück, Erläuterungen zu antiken Relikten, ca. 6 km Wegstrecke, Dauer 2,5 Std., mit Dr. Martin Pietsch, Landesamt für Denkmalpflege". Jedenfalls ein super Ausflug. Aber wenn ich schaue wo sie das Symbol auf der Karte eingetragen haben... also orientieren Sie sich bei der Suche nach der Keltenschanze auf der Karte vielleicht lieber an meinen Blogeinträgen.

Die Keltenschanze Buchendorf hatte ich schon in „Buchendorf am Vatertag" und „Von Forsthaus Kasten nach Buchendorf". Das Wanderziel Eichelgarten hatte ich schon in „Via Julia für Anfänger" und „Spaziergang zum Eichelgarten".

Noch ein kleiner Schlenker zu den Erdinger Kelten: der seinerzeit erwähnte Harald Krause führt übernächsten Sonntag stündlich durch die Keltische Viereckschanze Loipfing.

Abschließen will ich wie im letzten Eintrag über Agrigent mit der Lola Montez. Dazu müssen wir zurück nach München-Harlaching in das Lola-Montez-Haus, „auch königl. Liebesnest" genannt. Dort gibt es am „Tag des offenen Denkmals“ laut Programm ebenfalls stündliche Führungen.

Die Texte der einzelnen Programmpunkte sind via „bisheriger Navigation" wie folgt zu finden: über Anklicken von Bayern, dann im Fall Lola Montez München, bei Grünwald und Oberhaching Kreis München, bei der Buchendorfer Keltenschanze Kreis Starnberg, bei der Keltenschanze Loipfing der Kreis Erding.

Donnerstag, 10. September 2009

Keltischer Jahresausklang

Jahreszeitlich bedingt gibt es immer weniger größere Freiluftveranstaltungen. Zwei davon finden am übernächsten Wochenende statt.

Zum einen die „19. Europameisterschaft für prähistorische Jagdwaffen“ am 19. und 20. September 2009 auf der Heuneburg bei Hundersingen. Mehr zum „Reglément“ solcher Meisterschaften und zu Speerschleuder und Bogen sowie zahlreiche Bilder auf der Website „Prähistorisch Schießen“ von Werner Pleil, der nach dem Artikel der Schwäbischen Zeitung „Werner Pleil spannt den Bogen bis in prähistorische Zeit“ „die Europameisterschaften alle zwei Jahre auf die Heuneburg gebracht hat (im Wechsel mit Engen)“.

Der Fokus von Werner Pleil liegt offensichtlich mehr auf der Steinzeit als bei der Eisenzeit. Aber nach dem Programm auf der Heuneburg-Website kommen auch die Kelten nicht zu kurz: neben Führungen im Keltenmuseum Heuneburg in Hundersingen und im Freilichtmuseum auf der Heuneburg gibt es ein Abendessen auf der Heuneburg und die Möglichkeit, im (rekonstruierten) Wohnhaus oder Herrenhaus auf der Heuneburg zu übernachten.

Die zweite Veranstaltung ist das Keltenfest in Landersdorf bei Thalmässing am 20. September 2009. Veranstalter ist die Abteilung für Vorgeschichte der Naturhistorischen Gesellschaft Nürnberg e.V. und der Verein der Freunde der Vor- und Frühgeschichte Landersdorf. Angeboten werden laut Website der Naturhistorischen Gesellschaft „Rekonstruktionen und Darbietungen“, anhand derer sich die Besucher „ein Bild vom Alltagsleben der Menschen von der Jungsteinzeit bis in die Eisenzeit machen“ können und „speziell für das Keltenfest gebrautes Bier und die beliebten ´Keltenwürste´, oder Kaffee und Kuchen“.

Schließlich will ich nochmal auf den „Tag des offenen Denkmals“ am kommenden Sonntag hinweisen. Die bei meiner seinerzeitigen Empfehlung erwähnte Himmelfahrtskirche ist heute sogar mit dem Beitrag „Was ist hier drin? Sendlinger öffnen die Kartusche aus dem Kirchturm“ auf der Titelseite des „Sendlinger Anzeiger“. Bei Sanierungsarbeiten am Kirchturm wurde eine verschlossene Kartusche mit bislang noch unbekanntem Inhalt gefunden, die am Sonntag nach dem Gottesdienst beim Frühschoppen geöffnet wird.

Freitag, 28. August 2009

Tag des offenen Denkmals

Am 13. September 2009 ist wieder „Tag des offenen Denkmals“. Die Veranstaltung findet jährlich am zweiten Septembersonntag statt und hat dieses Jahr das Thema „Historische Orte des Genusses“.

Dieses sehr interessante Thema wird leider wieder verwässert, zum Beispiel erfüllen auch die historischen Sakralbauten locker die Programmvoraussetzungen („Die meist sehr kostbare und schöne Ausstattung der Kirchenräume schmeichelt dem Auge des Betrachters....“).

Die Ev.-luth. Himmelfahrtskirche in München-Sendling versucht aber dennoch am intuitiven Verständnis dran zu bleiben: nach einem „themat. Gottesdienst mit 'genussvollen' bibl. Texten“ gibt es ab 11 Uhr „Frühschoppen, bayr. Wirtshausspezialitäten, Kaffee und Kuchen“.

Auch nah dran am Thema ist ein Rundgang in München-Neuhausen zu zehn alten Gaststätten oder die Veranstaltungen in der Abteilung „Kelten, Römer, Bajuwaren“ im Stadtmuseum Fürstenfeldbruck „13 - 16 Uhr stündl. kulinar. Reise von der Steinzeit bis zum Mittelalter mit Toni Drexler, Kreisheimatpfleger, anhand von Funden und Grabungsergebnissen, Erklärungen zu Ess- und Trinkgewohnheiten, Teilnahmegebühr 10 Euro einschl. Keramikbecher und Rezepten“.

Auf der diesjährigen Website zum Tag des offenen Denkmals kann man sich bequem über das Bundesland zu den interessierenden Städten und Kreisen herunterklicken und sein Programm für den 13. September zusammenstellen.