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Sonntag, 10. Januar 2010

Nochmal zur Wikipedia

Von der „Wikipedia-Buchfunktion“ habe ich jetzt erst durch den FIXMBR-Blog-Eintrag „Erstelle Dein eigenes Buch in der Wikipedia“ von Christian Sickendieck erfahren.

Ich hätte ja mal die linke Spalte mit dem "Drucken/exportieren" und dem Aufruf zum Buch- oder pdf-Erzeugen ansehen können. Geben tut es diese Funktion nach „Wikipedia on Demand“ bei Golem.de schon knapp ein Jahr.

Es sei noch auf die Wikibooks hingewiesen, hier das Regal Geschichte. Diese Buchprojekte sind schon zusammengestellt. Aber wie an den Fortschrittsbalken zu sehen ist oft noch nicht weit „gediehen“. Interessant klingen die Titel „Geschichte des römischen Weltreiches“ oder „Griechische Mythologie“ schon.

Vor eineinhalb Monaten bin ich in einem Eintrag zur Wikipedia sowohl auf die Vorzüge der Wikipedia als auch auf die Kritik an ihr eingegangen. Zu den seinerzeit erwähnten Relevanzkriterien gab es Ende letzten Jahres eine Diskussion, deren Zusammenfassung unter dem Titel „26C3: Hitzige Qualitätsdebatte zur Wikipedia“ bei „heise online“ zu finden ist.

Selbst wer nicht so sehr an der Diskussion interessiert ist, möge einmal via dem Link unterhalb des Beitrags in die zahlreichen Kommentare hineinklicken und sich dort ein wenig umsehen. Oft kommen bei „heise online“ mit seinen vielen Kommentatoren schnell noch einige Aussagen hinzu, die einen deutlichen Mehrwert zum eigentlichen Bericht oder zur durchgereichten Meldung bringen.

Mit den aus der Relevanzkriterien-Diskussion zitierten Worten wäre ich zwar einer derjenigen, die die Wikipedia als „wesentlich wahrnehmen“, ich nehme sie sogar als ganz besonders wesentlich wahr. Im Falle von Nachrichten glaube ich aber an den festen Bezugspunkt Nachricht, der nicht von jedem änderbar ist, und an Kommentare, die Ergänzungen und unterschiedliche Sichtweisen zur Nachricht wiedergeben. Insofern glaube ich in dieser Form nicht an eine vitale Zukunft der Nachrichten-Rubriken „Aktuelles aus der Archäologie“ beim Wikipedia-Portal Archäologie und „Archäologie-News“ beim Wikipedia-Portal Vor- und Frühgeschichte.

Die Wikipedia zeigt sich an dieser Stelle noch als ziemlich puristisches Wiki. Es gibt mittlerweile eine Vielzahl von Wiki-Software mit jeder Menge Erweiterungen um unterschiedlichste Projekterfordernisse abzudecken, darunter auch welche mit einer Nachrichten-Einstiegsseite mit nicht änderbaren Nachrichten und Kommentarmöglichkeit und hinter der Einstiegsseite ein klassisches Wiki. Allerdings muß aus meiner Sicht die Wikipedia Archäologie-News nicht auch abdecken, also die puristische Form ist mir hier lieber.

Ein ähnlich puristisches Wiki ist die Lernwerkstatt Geschichte der Leibniz Universität Hannover, nur daß hier nur ein ausgewählter Kreis von Fachleuten ändern darf. Für verfehlt halte ich das Projekt deshalb gleich als „Profipedia“ zu bezeichnen und sie der Wikipedia gegenüberzustellen, wie das in der Rubrik „Websites aktuell“ der Zeitschrift c't 26/09 geschehen ist.

Die Lernwerkstatt Geschichte ist sicher ein guter Webtipp, aber einerseits ist es keine Enzyklopädie, anderseits gibt es ohne in die Wikipedia-Qualitätsdiskussion einzusteigen viele andere professionelle Wikis. Also wäre die Lernwerkstatt Geschichte „ein weiteres Profiwiki“, wenn man schon so eine Bezeichnung verwenden will.

Donnerstag, 13. August 2009

Archäologie studieren

Da kann ich selbst nicht viel dazu sagen, bin aber beim Herumsurfen auf ein paar Links gestoßen, die ich unter dieser Überschrift zusammenfassen will.

Sehr gut finde ich die Idee der Universität Hamburg, eine Vorlesungsreihe „Was wie wofür studieren?“ anzubieten, bei der sich Studieninteressierte über einzelne Studiengänge informieren können, und diese Vorlesungsreihe dann auch noch via Video- und Podcasts allen online zugänglich zu machen.

Aus archäologischer Sicht besonders empfehlenswert ist der Vortrag der Juniorprofessorin für Vor- und Frühgeschichtliche Archäologie Britta Ramminger „Archäologie im 21. Jahrhundert - Abenteuersuche oder computergestützte Datenanalytik“.

Britta Ramminger befasst sich mit den Fragen: Wo kann ich mich über Archäologie informieren, was steckt hinter den einzelnen archäologischen Studiengängen, Methoden der Vor- und Frühgeschichtlichen Archäologie, Bedeutung von Grabungen, wo finden sie heute statt, wer ist zuständig.

Die durch diesen Vortrag gewonnenen Kenntnisse kann man mit dem Beitrag „Archäologie, ein Einstieg“ im Akephalos-Blog vertiefen und anhand des Vortrags des Professors am Historischen Seminar der Universität Hamburg Frank Golczewski mit „Geschichten und Geschichtswissenschaft“ vergleichen.

Ich habe keine Vorstellung wie sich die Ausbildungsgänge der Leute vor Ort verteilen, da sind offenbar andere Wege neben dem Archäologie-Studium möglich. Im Akephalos-Blogeintrag spielt der Grabungstechniker eine besondere Rolle. Und auf der Website der im letzten Eintrag erwähnten Archäologischen Staatssammlung München finden sich mehrere Seiten zu deren Restaurierungswerkstätten, die nach eigenen Angaben mit 15 Restauratoren die personalstärkste Abteilung der Archäologischen Staatssammlung ist. Für manchen mag auch vor einer längerfristigen Festlegung ein Freiwilliges Jahr in der Denkmalpflege interessant sein.

Für die noch offenen Fragen zum Archäologie-Studium sei das ausgiebig dafür genutzte Diskussionsforum von Archäologie-Online empfohlen. Archäologie-Online bietet eine eigene Einstiegsseite Studium & Beruf mit weiteren Links zum Recherchieren an, bspw. einer Liste der archäologischen Institute an deutschen Universitäten.

Ich glaube, ich habe vor meinem Studium nicht gewußt, was eine Fachschaft ist. Im Studium war sie aber ein häufiger und sehr wertvoller Anlaufpunkt. Es gibt einen „Dachverband Archäologischer Studierendenvertretungen (DASV e.V.)“, von wo man sich zur Universität seiner Wahl hangeln und mal sehen kann, was die dortige Fachschaft so macht.

In StudiVZ will ich nicht mehr rein. Dort müßten aber eigentlich nach Ankündigungen auf Fachschaftswebseiten auch Aktivitäten zu finden sein.

Öffentlich zugänglich sind hingegen zwei studentische Blogs, zum einen die „Provinzialrömer“ aus Frankfurt, zum anderen „Thukydides“, der Blog der Fachschaft der Klassischen Archäologie, Tübingen.

Abschließend noch der Hinweis auf die archäologische Berufsmesse Archaeoworks, die vom 20. bis zum 22. November 2009 an der Freien Universität Berlin stattfindet.