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Sonntag, 8. März 2015

Rom-Links

Am Mittwoch beginnt die Forum-Romanum-Ausstellung in der Münchner Glyptothek. Weiterführendes zu Rom gibt es jede Menge im Netz. Ich will jetzt nur als Nachtrag zum letzten Eintrag auf die Website des digitalen forum romanum sowie auf ein paar ganz frische Links verweisen.

Das Berliner Projekt zum „digitalen forum romanum“ erwähnte Dr. Martin Boss in einem der beiden Videos, die ich im letzten Eintrag verlinkt habe. Diese Website und die Videos stehen also in direktem Zusammenhang mit den Holzmodellen, die in der Glyptothek gezeigt werden. Die frischen Links gibt es zum einen auf mehrere Einträge verteilt im Bambooblog Hamburg. Ulrike Hecker berichtet darin von ihrer aktuellen Rom-Reise, auf der sie in einem zentral gelegenen Hotel „unweit vom Bahnhof Roma Termini“ untergekommen ist. Und „wer mit dem Zug anreist, der kommt in Roma Termini (Hauptbahnhof, mitten in Rom) an“, schreibt Claudia-Maria Behling in ihrem archaeologos-Blog. Sie will ebenfalls mehrere Einträge über Rom einstellen, steht aber mit „archaeologos auf Reisen: Rom I – die Basics“ bislang noch ganz am Anfang.

Wie aus den Bemerkungen zu den zwei Holzmodellen des Forum Romanums und aus den Videos schon hervorging, soll es in der Ausstellung auch um Veränderung gehen. Auf der Website „digitales forum romanum“ wird der Aspekt schon besonders deutlich. Zu dem Blickwinkel passt der aktuelle Beitrag von Stefanie Pietkiewicz „Advanced modeling software explores whether Augustus Caesar really transformed Rome“. Und was die Leute zu einem bestimmten Zeitpunkt dort bewegt hat, davon verschafft ein von Hiltibold besprochenes Buch einen Eindruck: „Buch: Briefe an den Bruder Quintus - oder: Römisches Alltags-Allerlei“.

Wie schon häufiger empfehle ich auf den Blogs weiter herumzustöbern. Hiltibold sollte schon bekannt sein, den hatte ich schon früher verlinkt. Im Falle des Bambooblogs sind die Einträge Ulrike Heckers zu Rom zwar schon sehr umfangreich, aber Rom liegt nicht in ihrem Schwerpunkt! Ebenfalls empfehlenswert ist ein Blick auf die von Ulrike Hecker verlinkte Website family4travel. Ich habe da mal den Link auf die ganz frische Zeitreise in das Archäologische Museum von Thessaloniki unterlegt. Bei Claudia-Maria Behling bin ich natürlich gespannt auf die weiteren Rom-Tipps, und die werden wie die von Ulrike Hecker für unsere irgendwann geplante Rom-Reise gesammelt. Daneben bin ich seehr interessiert wie es auf ihrer Technik-Schiene weitergeht. Hier in archaeologos goes eday:15 beschreibt sie ein paar Beispiele, bei denen die heutige Technik in der Archäologie eingesetzt wird. Zu dem Thema auch ein interessanter Artikel bei golem.de: „Drohne, Bodenradar, 3D-Drucker: Nur Geeks können Archäologen sein“

Freitag, 23. November 2012

3D-Druck

Bei „3D-Druck“ holpert es bei mir immer noch etwas im Kopf, weil kein 3D-Objekt bedruckt, sondern eines hergestellt werden soll. Im ersten Video, das ich über 3D-Druck gesehen habe, wurde das Objekt mittels einfarbiger Plastikmasse aufgebaut. 3D-Aufbau trifft es aber auch nicht ausreichend. In einem Fernsehbericht wurde ein Objekt mittels Lasersintern aus einem pulverförmigen Ausgangsstoff erzeugt. Sintern wäre nach der Wikipedia ein „Zusammenbacken“. Beim Lasersintern war das Beispiel ein industrielles Bauteil. So ein Beispiel macht klar, daß auf den 3D-Druck ein gigantischer Markt wartet und deshalb mittlerweile mit allen Tricks versucht wird, brauchbare Teile herzustellen.

Vor zwei Monaten gab Hod Lipson unter dem Titel „Programmable matter: The present and future of 3D printing“ auf der Betascape 2012 einen kurzen, beeindruckenden Überblick, was heute schon möglich ist, und einen ebenso beeindruckenden Ausblick auf die kommende Entwicklung. Eetu Kuneinen hat das Vortragsvideo verlinkt und mit einleitenden Worten versehen. Hod Lipson erwähnt in seinem Vortragteil zum aktuellen Stand auch kurz archäologische Replikate. In der Wikipedia ist derzeit im Artikel zu den 3D-Druckern ein Replikat der Venus vom Hohlefels zu sehen.

3D-Druck ist mittlerweile „für jeden“ möglich. Im Open-Access-Eintrag hatte ich zwei aufeinander aufbauende Artikel in der Computerzeitschrift c't erwähnt, in denen es um das Erstellen und das Aufbereiten von 3D-Scans geht. Die Artikel richteten sich an 3D-Anfänger. Erstellt wurden die Rohscans entweder mit Hardware, die meist schon vorhanden (Digitalkamera) oder günstig erhältlich ist. Ein Video eines 3D-Scans mit Kinect ist hier unter dem Titel „3D-Scan mit ReconstructMe und Kinect“ zu sehen. Einen frei zugänglichen Artikel über das Erstellen von 3D-Modellen aus einer Serie von überlappenden Digitalfotografien gibt es in Technology Review. Im Text wird eine Anthropologin erwähnt, die auf diese Weise 3D-Modelle von frühmenschlichen Knochen erstellt hat (inkl. Videolink). Ich kann nicht beurteilen, wie mächtig die in Technology Review erwähnte Software ist, aber der Tenor im zweiten c't-Artikel ging in Richtung notwendige Aufbereitung der Roh-Scans (Löcher flicken, „ungewollt raue Oberflächen glätten“ etc.). Diese Arbeiten können mit kostenloser Software erledigt werden.

3D-Scans sind für archäologische Funde interessant, aber sie sind natürlich nicht der einzige Weg, um zu 3D-Objekten zu kommen. Man kann etwa bei Technology Review mittels Anklicken des Schlagworts „3D-Druck“ noch herumstöbern und findet „3D-Design für alle“.

Wie der zuerst genannte Technology-Review-Artikel erwähnt, kann der 3D-Druck (schon mit Stand des Artikels vom Mai 2011) mit einem einfachen 3D-Drucker zuhause erfolgen. Wegen der rasanten Entwicklung würde ich mich kaum trauen, einen 3D-Drucker zu kaufen. Als Alternative gibt es die im Artikel erwähnte Möglichkeit, 3D-Modelle „in verschiedenen Kunststoffen, Keramikverbindungen und Metall“ von einem Dienstleister herstellen zu lassen. Und für diejenigen, die ohne eigenen Drucker selbst Hand anlegen wollen, sollten die FabLabs interessant sein. Das Münchner FabLab gibt es beispielsweise nahe der U-Bahnhaltestelle Mailingerstraße in München-Neuhausen.