Freitag, 13. April 2012

Schlossgarten Schwetzingen - Merkurtempel, Moschee und Minervatempel

Mit den Fotos von Merkurtempel, Moschee und Minervatempel endet die kleine Schwetzingen-Serie. In Teil 1 gab es den Apollotempel und in Teil 2 den Tempel der Botanik und das Wasserkastell.

Die Tempel und die Römische Ruine beziehen sich alle direkt auf die Antike und unter dem Gesichtspunkt wollte ich diese Sammlung im Schwetzinger Schlossgarten auch in den Blog nehmen. Die Moschee fällt zeitlich aus diesem Rahmen, ist aber wunderschön und wir sind dort länger hängengeblieben. Also kommt sie irgendwie mit Wurzeln des Islams in der Spätantike auch herein.

Merkurtempel im Schwetzinger Schlossgarten

Merkurtempel im Schwetzinger Schlossgarten

Reiher im Schwetzinger Schlossgarten

Merkurtempel im Schwetzinger Schlossgarten

Wir haben natürlich nicht nur Ziele angesteuert, die sich den Blog-Grenzen graue Vorzeit bis Spätantike zuordnen lassen. Wir haben auch sonst den schönen Park bewundert, haben eine Schlossführung mitgemacht und sind für einen Imbiss im Schloss-Restaurant gewesen. Nach Internet hat das den Pächter gewechselt, sollte aber jetzt passend zur Spargelzeit wieder eröffnet sein. Die Schlossführung fand ich sehr empfehlenswert. Allerdings war bei uns - Mitte September - alles sehr entspannt. Ich weiß nicht wie das abläuft, wenn tatsächlich viertelstündliche Führungen stattfinden.

Moschee im Schwetzinger Schlossgarten

Moschee im Schwetzinger Schlossgarten

Moschee im Schwetzinger Schlossgarten

Wie zu sehen ist, wurde der Merkurtempel letztes Jahr noch restauriert. Das entspricht dem in der Wikipedia angegebenen Stand von 2010. In der Wikipedia werden zwei Positionen bei der Deutung der Ruine gegenübergestellt, im sehr lesenswerten Text von Sonja Behrens wird nur eine der beiden Positionen erwähnt, dafür aber einige weitere Fragen aufgeworfen. Aber „die eigentliche Bedeutung des Gebäudes ist nicht bekannt.“

Minervatempel im Schwetzinger Schlossgarten

Minervatempel im Schwetzinger Schlossgarten

Minervatempel im Schwetzinger Schlossgarten

Minervatempel im Schwetzinger Schlossgarten

Der Reiher in der Serie der Merkurtempel-Fotos ist von der Brücke im zweiten Bild aufgenommen. Auf der anderen Seite der Brücke sahen einige große Karpfen aus dem Wasser, die eventuell in Zeiten des volleren Parks an eine Fütterung gewöhnt wurden. Wie der zierliche Reiher mit den großen Karpfen zusammenpasst war auch ein Rätsel des Gartens. Beim letzten Bild vom Minervatempel hatte ich das Glück, daß wir von hinten gekommen sind (wären wir sonst um den Tempel herumgegangen?). Das ist der in der Wikipedia erwähnte Zugang zum von Pan regierten Raum unterhalb des Tempels.

Mittwoch, 11. April 2012

Schlossgarten Schwetzingen, Tempel der Botanik und Wasserkastell

Nach dem ersten Teil mit dem Apollotempel folgen nun die Fotos vom Tempel der Botanik (bzw. „Tempel der Waldbotanik“) und dem Römischen Wasserkastell. Beide liegen ganz rechts auf dem Plan im ersten Bild.

Plan Schlossgarten Schwetzingen

Wenn man etwas herumsurft, findet man in beiden Fällen Unsicherheiten und Unterschiede in den Beschreibungen und bei den Bezeichnungen. Man bekommt den Eindruck, daß es keine Orginalquellen mehr dazu gibt, was man damals im Einzelnen ausdrücken wollte. Man sollte sich vor dem Besuch einlesen und vor Ort seine eigenen Gedanken machen. Wir waren für Heidelberg ausgerüstet und haben kurzfristig umdisponiert. Bereut haben wir das keine Minute. Aber wir wußten nicht, daß wir außen am Tempel der Botanik auf die Ähnlichkeit mit einem Baumstamm (der Rauputz soll Rinde darstellen) und im Tempel auf die abgedeckte Öffnung in der Mitte hätten achten müssen (ein Bild von dieser Abdeckung gibt es hier bei zum.de). Die Ceres habe ich durch die geschlossene Tür wenigstens fotografiert. Ihre Bezeichnung verschwimmt im Netz teilweise zur „Figur der Botanik“. Ich würde das bei der Ceres/Demeter belassen und ergänzend auf das im Agrigent-Eintrag ausgelassene Bild eines Orginal-Altars hinweisen.

Tempel der Botanik im Schwetzinger Schlossgarten

Tempel der Botanik im Schwetzinger Schlossgarten

Ceres/Demeter im Tempel der Botanik

Die Bezeichnung „Römisches Wasserkastell“ ist verwirrend - was soll dafür die Vorlage gewesen sein? Vor Ort ist die Anlage einigermaßen selbsterklärend: ein „Verteilergebäude“, selbst eine Ruine, von dem zwei verfallene Wasserleitungen abgehen. Von hinten führt ein noch funktionierendes Aquädukt Wasser heran, das wohl aufgrund der „Zerstörungen“ durch das „Verteilergebäude“ nach unten läuft. Vorlage für dieses Gebäude, in dem man in den Turm aufsteigen kann, sollen antike Verbindungen von Torbögen und Aquädukten sein. Ursprünglich eher als „Römische Ruine“ entstanden, soll der irreführende Name „Wasserkastell“ erst 50 Jahre nach der Fertigstellung aufgekommen sein.

Römische Ruine im Schwetzinger Schlossgarten

Römische Ruine im Schwetzinger Schlossgarten

Römische Ruine im Schwetzinger Schlossgarten

Römische Ruine im Schwetzinger Schlossgarten

Samstag, 7. April 2012

Schlossgarten Schwetzingen, Apollotempel

Die Fotos sind Mitte September letzten Jahres im Schwetzinger Schlossgarten entstanden. Schwetzingen liegt wenige Kilometer westlich von Heidelberg. Hingefahren sind wir von meinem Zweitausgangspunkt bei Karlsruhe. Mindestens in diesem Radius um das Schwetzinger Schloss brauche ich keine Werbung machen - die meisten sollten davon wissen, und viele waren schon dort. Unbekannt dürfte Schloss und Schlossgarten aber vielen Bayern sein, obwohl es der Garten ihres ehemaligen Landesherren Karl Theodor gewesen ist.

Schloss Schwetzingen

Der bayerische König Ludwig I. ist hier im Blog durch seine im Agrigent-Eintrag beschriebene Griechen-Begeisterung sowie mittelbar durch den Kauf der Ägineten und den Bau von Glyptothek und Antikensammlungen schon öfters präsent gewesen. Nicht zu vergessen das Münchner Oktoberfest, das seinen Ursprung in der Hochzeit das damaligen Kronprinzen hat.

Schwetzinger Schlossgarten

Ludwig I. übernahm die Regentschaft von seinem Vater, Maximilian I., und Maximilian folgte als nächster Verwandter auf Karl Theodor, der unter seinen Nachkommen keinen legitimen Thronfolger hinterließ. Zu den Herrschern und zum Schwetzinger Schloss und Garten gibt es viel Text in der Wikipedia, so daß ich mich mehr auf die Fotografien beschränken will, zunächst vom Apollotempel.

Apollotempel im Schwetzinger Schlossgarten

Apollotempel im Schwetzinger Schlossgarten

Apollotempel im Schwetzinger Schlossgarten

Apollotempel im Schwetzinger Schlossgarten

Apollotempel im Schwetzinger Schlossgarten

Apollotempel im Schwetzinger Schlossgarten

Apollotempel im Schwetzinger Schlossgarten