
Möglicherweise ist die Manchinger Ausstellung stark auf die Kelten bezogen gestaltet worden, das müßte man sich ansehen, generell ist die Situlenkunst aber nicht so an die Kelten gekoppelt wie das der Bericht auf hallertau.info nahelegt. Da sollte man vielleicht das „zwischen“ im Ausstellungstitel im Kopf behalten.
Wenn ich die pdf-Datei mit Vortragszusammenfassungen einer dieses Jahr durchgeführten Veranstaltung zum Thema „Situlen in Archäologie und Kulturgeschichte“ überfliege, dann findet sich zum Vortrag von Leonie Carola Koch von der Ruhr-Universität Bochum die Aussage: „Die figürliche Verzierung der Situlenkunst ist losgelöst von den etruskischen Vorbildern nicht zu verstehen. Die Verbreitung der Denkmäler der Situlenkunst verbindet so unterschiedliche Regionen wie Slowenien, Istrien und das Ostalpengebiet über Este und der Etruria Padana mit der etruskischen Kultur. Eine entscheidende Vermittlerrolle wurde von je her in Bologna gesehen, der etruskischen Metropole nördlich des Apennin.“
Wenn man das gut über die Autobahn München-Nürnberg erreichbare Museum besuchen will, dann sollte man vorher noch einen Blick auf den Terminkalender des Museums werfen. In den nächsten Wochen gibt es eine Buchpremiere - Birgit Jaeckel liest aus ihrem neuen Roman „Der Fluch der Druidin“, einen Vortrag von Prof. Dr. Otto-Hermann Frey über die Situlen-Bilderwelten und ein Konzert der Gruppe ADAS im Foyer des kelten römer museums.

Auch noch wichtig wäre ein Spaziergang am Wall des früheren Oppidums Manching, etwa zum früheren Osttor. Für den auf der Museumswebsite gefundene Plan bräuchte ich zur Orientierung die Lupe. Besser ist die größere Version auf der Webseite des „Manchinger Hofs“. Dort das pdf „kelten roemer museum manching - Wegweiser“.
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