Montag, 8. Juni 2009

Archäologiemuseen schulklassenlos?

Christiane Hoffmann berichtet in ihrem Kunstfreunde-Blog unter dem Titel „Imperium-Konflikt-Mythos Ausstellungseröffnung mit der Kanzlerin“ von der Eröffnung der dreiteiligen Ausstellung „Imperium-Konflikt-Mythos 2000 Jahre Varusschlacht“ am 15.05.2009.

Sie geht dabei zum einen auf die Dimensionen des Ausstellungsprojektes (Geld, Zeit, Politprominenz) und zum anderen kurz auf die Schwerpunkte der einzelnen Ausstellungsteile an den verschiedenen Orten ein.

Aufgeschreckt wurde ich von der Autorin durch die Gegenüberstellung der schönen Politikerreden zur Ausstellungseröffnung und dem Wirken der Kultusministerien. Das Wirken der Kultusministerien hätte zur Folge, „dass die Schulen eben nicht mehr in Archäologiemuseen und historische Sammlungen kommen können, da entweder die Ur- und Frühgeschichte und auch die römische Antike von den Lehrplänen verschwunden sind oder die Schulen keine wertvolle Unterrichtszeit durch Exkursionen von einzelnen Klassen z.B. in Museen riskieren dürfen.“

Und weiter: „In Nordrhein-Westfalen und hier in Ostwestfalen-Lippe sind daher die Besucherzahlen durch das Ausbleiben der Schulklassen um bis zu 60 % im Jahr 2009 zurückgegangen.“

Ist das wirklich so? Ist ja irgendwie widersinnig, wenn man an das ausgiebig investierte Geld etwa in das neue Museum Manching oder die Museumsanlagen am Limes denkt? Oder machen nur die Nordlichter solche Sachen?

Ohne Überleitung noch eine Anmerkung zum Kunstprojekt COLOSSAL. In der Projektbeschreibung findet sich: „Zweitausend Jahre Varusschlacht fordern heraus. ... der internationalen Kunst einen Reflexionsraum zu eröffnen: Zwanzig renommierte Künstlerinnen und Künstler aus dreizehn Nationen sind eingeladen...“. Wer das Kunstprojekt verfolgen will, möge auch bei neueren Beiträgen von Christiane Hoffmann vorbeischauen, sie verspricht in lockerer Folge einzelne Arbeiten vorzustellen.

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