Samstag, 7. Juli 2012

Ausstellungsimpressionen „Kelten - Kunst - Kelheim“

Durch Minas Internetideenbuch kannte ich die Skulpturen von Katalin Bereczki-Kossack im Museumshof des Kelheimer Archäologischen Museums schon (erstes und zweites Bild). Ich hatte aber nicht gedacht, daß sie bei unserem Besuch noch zu sehen sind.

„Keltische Götter“ von Katalin Bereczki-Kossack
Rückseite der „Keltischen Götter“ von Katalin Bereczki-Kossack

An der Kasse ging es mir nur darum, die Fotos in das Internet einstellen zu dürfen. Ich hätte noch nachhaken müssen, es gibt nämlich nach der Liste der „Ausgewählten Bücher“ im Museumshop ein Buch bzw. 14-seitiges Heft mit dem Titel „Kelten-Kunst-Kelheim, Skulpturengarten - Kunst im Zeitenfluss, Katalog zu den geschaffenen Kunstwerken im Rahmen der Kelheimer Kulturtage vom 12.10.-16.10.2011 und weitere Präsentation im Hof des Archäologischen Museums“ mit „Abbildungen der Kunstwerke, Foto/Biografien der elf Künstlerinnen und Künstler“ für € 2,50. Da wäre wohl mehr als auf den Informationstafeln über die Ausstellung zu erfahren gewesen. Außerdem war im Museumshof nur (noch) ein Teil der Skulpturen vorhanden.

„Keltenzauber“ von Elisabeth Riegler

Beim Nachsurfen habe ich noch das Werk „Zeitenfluss“ von Hans Prüll gefunden, das wir im Museumshof nicht gesehen haben. Zwei weitere Künstler-Websites waren auf den verbliebenen Infotafeln angegeben: diejenige, mit der ich oben Katalin Bereczki-Kossack unterlegt habe, und die von Olga Koulikova.

„Das keltische Schild“ von Franz Nadler

Die Informationstafeln waren in Foto, Künstler-Vita, Anschrift und einem Text zum Werk unterteilt. Katalin Bereczki-Kossack ist auf dem Foto bei der Arbeit an der „Fruchtbarkeitsgöttin“ aus der Skulpturenreihe „keltische Götter“ zu sehen, die anderen beiden Objekte sind der „Druide“ und die „Schamanin“. Die „keltischen Götter“ sind aus Keramik.

„Keltischer Lebensbaum“ von Olga Koulikova

Bild 3 zeigt den „Keltenzauber“ von Elisabeth Riegler aus Ihrler Grünsandstein. „Ein faszinierender Sandstein bildet das Ausgangsmaterial. Facettenreich, farbig, auf jeder Seite ein andere Ansicht. So bot mir der Stein von sich aus die Skulptur an.“ Von Franz Nadler stammt „Das keltische Schild“ im vierten Bild, auch aus Ihrler Grünsandstein. „Das Steinschild ist zwei zeremoniellen Schilden nachempfunden, die man bei Lincoln (3. Jhd. v. Chr.) und Battersea (1. Jhd. v. Chr.) in England fand.“

„Vordergrund im Hintergrund“ von Marion Fochler
„Vordergrund im Hintergrund“ von Marion Fochler

Das fünfte Bild zeigt den „Keltischen Lebensbaum“ von Olga Koulikova. Die zwei Teile sind aus Jura-Kalkstein. „Der Baum zeigt Leben in seinen Zweigen. Zwischen den Zweigen entfaltet sich der Stamm - er ist offen für die Kräfte, die Himmel und Erde verbinden.“ Bild 6 und 7 zeigt „Vordergrund im Hintergrund“ von Marion Fochler aus Auer Kalkstein. „So wie bei der keltischen Kultur einiges noch verborgen ist, so ist es auch bei meiner Skulptur.“

„Pferdegesicht“ von Edeltraut Gehring

Und zum Abschluß ein „Pferdegesicht“ von Edeltraut Gehring aus Auer Kalkstein. „Keltische Kunst zeichnet sich durch einen Humor ganz eigener Art aus: Gesichter treten aus Mustern hervor, wenn man sie am wenigsten erwartet. Der hinreißend melancholische Ausdruck des Pferdegesichts (Nachahmung des Bronzemodels aus Stanwick in Yorkshire) in meiner Arbeit wird durch zwei schlichte gegeneinander gesetzte "Trompeten" und die hinzugefügten Augen erzielt.“

1 Kommentar:

Maria Sand hat gesagt…

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