Posts mit dem Label Nymphenburger Schloss werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Nymphenburger Schloss werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Samstag, 12. März 2016

Gewandetes Wandern 2016 von Schloss Nymphenburg zur Blutenburg

Auch in diesem Jahr soll es wieder am Ostermontag ein Gewandetes Wandern vom Nymphenburger Schloss zur Blutenburg geben. Ostermontag ist dieses Jahr am 28. März. Also es bleibt im Gegensatz zu meinem letztjährigen Hinweis noch genug Zeit, um den Termin einzuplanen. Die diesjährige Startuhrzeit sowie Fotos und ein Video von bisherigen Wanderungen entnehme man dieser Facebook-Seite.

Schloss Nymphenburg

Letztes Jahr hatte ich ganz kurzfristig etwas von der Wanderung mitbekommen und in „Herxheimer Hügelgräber und Nymphenburger Gewandete Wanderer“ darüber geschrieben. Zumindest für eine zusätzliche Zuschauerin konnten wir durch einen mündlichen Hinweis noch sorgen.

Magdalenenklause im Nymphenburger Schlosspark

Letztes Jahr waren meine Nymphenburg-Fotos durch „Ein Sommerschloss im Winter“ im Blog „Quizzy zeigt euch München“ inspiriert und entsprechend winterlich. Für den aktuellen Eintrag habe ich gesucht und Fotos vom 18.3.2012 gefunden, die geben vielleicht eine bessere Orientierung wie es in den nächsten Wochen im Park und im angrenzenden Botanischen Garten bei gutem Wetter aussieht.

Tulpe Early Harvest

Passend zum dem Bekleidungs-Thema gibt es bei Quizzy/Renate einen Eintrag über die mittlerweile beendete Jean-Paul-Gaultier-Ausstellung in der Münchner Kunsthalle: „Pariser Chic unterm weiß-blauen Himmel“.

Botanischer Garten München

Einleitend hatte ich letztes Jahr auch auf das Projekt „Einstig“ verlinkt. Dort steht aktuell sogar ein Fotoshooting an: „Wir bereiten uns auf das Steampunk-Fotoshooting vor - und das ist umfassender als am Anfang gedacht“. Dieses Steampunk-Fotoshooting soll am 19.03.2016 im Pfälzer Wald stattfinden. Wer sich unter Steampunk nichts vorstellen kann, werfe mal die Bildersuche nach dem Begriff an und lese den Blog-Eintrag. Für nahe Karlsruhe Wohnende („Aktivitäten sind alle im Umkreis (bis ca. 100 km) von Karlsruhe“) könnte ein Blick auf die „Kommenden Aktivitäten“ des Projekt „Einstig“ interessant sein („Im Forum für Aktivitäten ist jeder Willkommen, sich auszutauschen und an Treffen teilzunehmen“). Und die Steampunk-Fans müssen nach dem Fotoshooting mal wegen den Fotos wieder reinsehen.

Gewöhnliche Kuhschelle

Das Projekt Zeiteninsel, „Archäologisches Freilichtmuseum Marburger Land“, hatte ich 2012 und 2013 in kurzen Hinweisen verlinkt. Fünf Zeitstationen von der Mittelsteinzeit über die Jungsteinzeit, Bronzezeit, Eisenzeit bis hin zur Römischen Kaiserzeit sollen sich schließlich ringförmig um eine zentrale Insel verteilen. Es sieht nach einem Erfolg dieses ambitionierten Projekts aus! Ich verlinke mal auf das „Das vorweihnachtliche Geschenk“. Da geht es um einen Bewilligungsbescheid des Landes Hessen über 4,78 Mio. Euro. Der zweite Link führt zu einem Besuchsbericht von der Ausstellung „Bärenkult und Schamanenzauber“, die derzeit im Archäologischen Museum Frankfurt angeboten wird.

Münchner Botanischer Garten

Seit mehr als fünf Jahren stellt Werner Lang immer wieder neue „News“ auf limeswanderweg.info ein. Sein aktuell letzter Eintrag enthält 20 sehenswerte Limesturm-Fotos. Auf meinen paar Touren mit den Limes-Cicerones habe ich zwar nur einen wesentlich kürzeren Teil des Limes als Werner Lang gesehen, kann aber seine Turmsammlung um die in meinem Limes-Cicerones-Eintrag an dritter und vierter Stelle gezeigten Türme ergänzen. Die beiden Türme 3 + 4 waren aber sicher nicht als ernsthafte Nachbildungen gedacht. Turm 1 hingegen war eine Rekonstruktion nach Stand der Erkenntnisse. In ihm sollen auch Steine des Orginalturmes verbaut worden sein und er soll richtig Geld gekostet haben. Turm 2 war nach wissenschaftlichem Stand immer schon falsch, man gewinnt aber zumindest eine Vorstellung von der Aussicht, die man von oben hatte. Der Turm ist, sofern ich mich richtig erinnere, günstig durch die Arbeit örtlicher Vereine erstellt worden. 1 + 2 müßten Turm 14 und 15 in der Sammlung von Werner Lang sein.

Große Kaskade im Nymphenburger Schlosspark

Mein Eintrag „Andere Welten oder andere Zeitschichten?“ ist in einer etwas verlängerten Zeit „zwischen den Jahren“ entstanden. Ich habe den Text immer wieder liegen gelassen. In der Zeit stieß ich via Hermines Mitleseblogs auf den Blog Lebenstage / Waldvierteltage und bin dort länger durch die Einträge der letzten Monate und Jahre gescrollt. Häufig mit dem Gedanken, mir diesen oder jenen Eintrag nochmal genauer anzusehen.

Sonntag, 5. April 2015

Herxheimer Hügelgräber und Nymphenburger Gewandete Wanderer

Ein schneller Nachschlag für diejenigen Münchner, denen im letzten Eintrag die Gewänder in „Von Richard, Thor und dem Regengott: Das Richard-Löwenherz-Fest“ ganz besonders gefallen haben: am Ostermontag soll das Gewandete Wandern 2015 vom Nymphenburger Schloss zum Schloss Blutenburg stattfinden. Ich hatte keine Ahnung, daß es so ein Gewandetes Wandern gibt. Aber die Anzahl derjenigen, die bei früheren Wanderungen teilgenommen haben, und derjenigen, die teilnehmen wollen, ist doch schon beeindruckend. Fotos von bisherigen Wanderungen gibt es auf Facebook und ein Video auf Youtube.

Nymphenburger Porzellan-Papagei

Meine Fotos aus spärlichen Nymphenburg-im-Winter-Beständen sind ein Gruß an „Quizzy zeigt euch München“ und sollen niemand von der Parkwanderung abhalten. Am Montag soll es immerhin 7 Grad warm werden! Renate hat unter dem Titel „Ein Sommerschloss im Winter“ sehr schöne Nymphenburg-Fotos zum letzten Jahresende eingestellt. Ihr Start in das neue Jahr scheint nicht gut verlaufen zu sein. Drücken wir ihr doch alle mal die Daumen, daß der Rest des Jahres 2015 supernett zu ihr sein wird!

Pagodenburg im Nymphenburger Park

Wie im letzten Eintrag empfohlen, habe ich noch in den „Blogs, die uns auch interessieren“ des Projekts Einstig herumgestöbert. Gefunden habe ich bei den Pfälzer Waldläufern die „Lost Places - Die Hügelgräber von Herxheim“. Die haben wir mal erfolglos im Anschluß an den Besuch des Herxheimer Jungsteinzeit-Ausgrabungsgeländes gesucht. Für die Schleife durch den Wald reichte die Zeit noch, für den Museumsbesuch war es zu spät. Den haben wir dann drei Jahre später im Anschluß an Herxheim, Teil 1 – Bandkeramiker-Kultplatz nachgeholt.

Nymphenburger Schloss

Auslöser unseres Waldspaziergangs im Jahr 2010 war nur ein eingezeichnetes Grabhügelfeld in unserer großformatigen Autokarte. So halt dann in der Art: das können wir noch mitnehmen, weil es am Weg liegt. Ortskundige hätten die Gräber sicher auch mit der Autokarte gefunden. Uns hätte vermutlich eine Wanderkarte gereicht, um die relevanten Waldwege besser unterscheiden zu können. Ich hatte das mal in einem Kommentar in Stephans Kraftvollen Orten als Beispiel erwähnt, als es um den Vorwurf zu genauer Ortsbeschreibungen ging. Die Mulden in den Herxheimer Grabhügeln sehen übrigens so aus wie die in vielen Grabhügeln um München herum, siehe das Beispiel Grab der Seherin, und da fanden die Ausgrabungen im 19. Jahrhundert statt.

Nymphenburger Kanal

Brisanter ist da schon das Gebiet des im letzten Eintrag erwähnten Hortfundes, hier wird er „Barbarenschatz von Rülzheim” genannt. Der Wald zieht sich nämlich vom Süden Herxheims bis Rülzheim rüber, und „im Rülzheimer Wald nahe der Römerstraße“ soll der Schatz gefunden worden sein. In alten Onlinezeitungstexten kann man sogar die Entfernung „nur einen halben Meter“ von der Römerstraße finden. Und zur römischen Fernstraße in dem Gebiet gibt es die folgende Aussage bei Via Rhenana Römerstrasse am Rhein: „Nirgends sonst in der Pfalz ist eine Römerstraße noch so gut und umfangreich in der Landschaft erhalten und erlebbar.“ Also sogar für diesen Sensationsfund war nicht einmal ein Nachlesen in archäologischen Publikationen notwendig. Letztere wird ein gewissenhafter Schatzsucher aber sicher auch durchsehen. Wo solche Leute dann noch bei uns Anregungen für lohnende Schatzgräberziele finden sollen ist mir ein Rätsel.

Die andere Frage ist die: könnte man als Denkmalschützer so anpassungsfähig sein und selbst mal schnell solche Gebiete absuchen, wenn allgemein erhältliche Metallsonden das nahelegen? Und wenn das die Möglichkeiten übersteigt, könnte man Strukturen schaffen, in denen Freiwillige solche Gebiete absuchen und dafür eine faire Belohnung erhalten? Ich bin im Kommentar bei Stephan ja stinkig, weil noch nie ein Denkmalamt mit der Bitte an uns herangetreten ist, etwa auf irgendeine Internetaktivität von ihnen hinzuweisen. Man hätte das ja mal üben können. Vielleicht ist man ja mal zu effektiven Internetaktivitäten gezwungen. Denkbar wäre vielleicht was mit Rückkanal, bei denen ähnlich wie die Gewandeten ihre Wanderbereitschaft die Denkmalbesucher etwas zum Zustand eines Denkmals anklicken können. Oder alles luxuriöser, mit Text- und Fotoeingabemöglichkeit. Hier hackt einer mit dem Pickel auf dem Grabhügel herum! Oder man könnte mit einem etablierten Zugang zu den Denkmalfans wichtige Diskussionen wie die über faire Finderbelohnungen führen und so mal die Stimmung bei den Leuten erkunden. Ich war stinkig, ich habe das wegen der fortwährenden Missachtung unserer Blogs etwas zu persönlich genommen. Aber man muß das wohl gesamtsystemisch sehen und zum Gesamtsystem passen offenbar die beschränkten Möglichkeiten der alten Tageszeitungswelt viel besser.