Mittwoch, 1. April 2015

Mal wieder Werbung für die Pfalz

Mein offizieller Blog-Ausgangspunkt ist zwar München, im aktuellen Fall war er es auch tatsächlich für die Internetrecherche. Aber wegen meiner badischen Herkunft ist die Pfalz im Kopf noch fest mit dem Gebiet auf der anderen Seite der Rheinbrücke bei Karlsruhe verdrahtet, und von dieser Rheinbrücke ist es bis zum pfälzischen Landau auch nicht weit. Dieses Landau würde mir dann auch vor dem viel näher bei München liegenden Landau an der Isar einfallen. Mitlesende Bayern mögen mir das nachsehen. König Ludwig I. muß es dort auch gefallen haben, sonst hätte er sich nicht nördlich des pfälzischen Landau seine Villa Ludwigshöhe bauen lassen.

Dieses pfälzische Landau öffnet am 17. April 2015 seine Landesgartenschau, bei der ein Steinzeithaus und ein Steinzeitgarten Besuchermagneten sein sollen, und ich nehme dieses Landesgartenschau-Ereignis nun zum Anlaß für ein paar weitere Pfalz-Links. Mehr zum Steinzeithaus auf der Website des Herxheimer Museums. Aus unserer Sicht mit dem besonderen Interesse an grauer Vorzeit bis Spätantike ein tolles Angebot - Dr. Gramsch wird sicher die Rekonstruktion nach aktuellstem Stand der wissenschaftlichen Erkenntnisse gewährleisten. Und wer abends nach der Gartenschau noch an einem der bekanntesten Orte jungsteinzeitlichen Geschehens herumspazieren will, der hat es bis Herxheim nicht weit.

Nun weg von grauer Vorzeit bis Spätantike - „Eine Wanderung ins Mittelalter - Willkommen auf der Burgruine Neu-Scharfeneck“. Zum Geländevergleich sollte man sich zu den Fotos von dieser Wanderung zur nordwestlich von Landau im Pfälzerwald gelegenen Ruine auch die Fotos im oben verlinkten Wikipedia-Artikel über die Villa Ludwigshöhe ansehen. Die Villa liegt nur drei nach Google-Maps geschätzte km Luftlinie von der Burgruine Neu-Scharfeneck entfernt am Rande des Pfälzerwaldes.

Überregional viel bekannter als Neu-Scharfeneck sollte aber die westlich von Landau gelegene Burg Trifels sein. Sehr schöne Fotos von der Burg und dem Bergland im Schnee und ohne Schnee gibt es bei Steffen Hummel. Vom Projekt „Einstig“ gibt es sehr schöne Fotos von unterhalb der Burg: „Von Richard, Thor und dem Regengott: Das Richard-Löwenherz-Fest“. Und in einem Video wurde dieses „Mittelalterliche Fotoshooting“ auch verewigt. Zu finden ist das Video im Youtube-Kanal des Projekts.

Ich empfehle dann häufig noch in den genannten Blogs weiter herumzustöbern. Das ist im Fall vom Projekt Einstig sicher auch zu betonen. Zusätzlich sollte man die umfangreiche Liste von „Blogs, die uns auch interessieren“ nicht übersehen. In denen kann man dann gleich weiterstöbern. Wenn man aber etwa auf den Bereich „Geplante Aktivitäten Feste Termine, denen Ihr Euch gerne anschließen könnt“ und das verlinkte „Forum für Aktivitäten“ auf der Einstig-Website sieht, dann wäre es falsch, den (B)log-Aspekt so dominierend in den Vordergrund zu stellen. Konzeptionell ist das deutlich anders angelegt als „nur Blog“ oder „Blog mit Video-Verstärkung“, was die Leute vom Projekt Einstig da machen.

Das enthebt uns aber wie gesagt nicht des Herumstöberns - ich hoffe alle haben die Tour nach Speyer und den Auftritt in Germersheim gefunden. Diese Ortsnamen findet man mit zahlreichen anderen im Blog der Wanderreporterin Daniela Trauthwein wieder. Ihre Berichte von den einzelnen Etappen sind nicht so ausführlich und üppig bebildert wie die Einträge des Projekts Einstig, dafür ergeben sich interessante Verbindungen. Etwa via den Berichten von einer Wanderung auf dem Pfälzer Jakobsweg. Dessen südliche Route verläuft nördlich dem hier im Blog schon erwähnten Rheinzabern durch Rülzheim, dessen Namen durch den Hortfund von Rülzheim bekannt wurde, und führt danach durch das hier schon häufig erwähnte Herxheim. Und um zu den interessierten Bayern zurückzukommen: die werden von Daniela Trauthwein in einer zehnteiligen Serie vom bayerischen Rothenblog-Land bis in das rheinland-pfälzische Speyer geleitet.

Derart mit Ortsnamen gerüstet kann man sich abschließend vom vielen Stöbern bei einem Video über die Archäologie in der Pfalz 2014 erholen. Das vom Historischen Verein Speyer in das WWW eingestellte Video von einem Vortrag von Dr. Ulrich Himmelmann dauert zwar über eine Stunde, der Vortrag ist aber sehr kurzweilig anzuhören und bietet ein breites Spektrum an Informationen über die Archäologie in der Pfalz.

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